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Sommerfest Stadtmitte: Stolzer Pfau und Wetter-Gau

Von Die Kelsterbacher sind ein unerschütterliches und humorvolles Völkchen. Das bewiesen sie einmal mehr beim Sommerfest Stadtmitte, das nachmittags plötzlich von einem kleinen Unwetter mit Starkregen, Blitz und Donner heimgesucht wurde. Als das Schlimmste vorbei war, füllte sich der Festplatz wieder, in der Spitze mehr als 400 Besucher, so die Polizei.
Bewundernde Blicke zog Corina Ratzel beim Sommerfest Stadtmitte als Pfau mit ihrer Stelzen-Performance auf sich. Bilder > Bewundernde Blicke zog Corina Ratzel beim Sommerfest Stadtmitte als Pfau mit ihrer Stelzen-Performance auf sich.
Kelsterbach. 

Es fing, wie alles, ganz harmlos an. Die Sonne schickte ihre Strahlen auf das Sommerfest Stadtmitte, zu dem die Stadt Kelsterbach eingeladen hatte. Bürgermeister Manfred Ockel eröffnete gut gelaunt das Fest, stellte das Programm vor, ebenso die Vereine, die sich an der Gestaltung beteiligten. Natürlich wies er auch auf die geplante Erweiterung der Neuen Stadtmitte hin. „Zuerst muss die Stadt einen Bebauungsplan erstellen, aber es sieht alles ganz gut aus“, sagte er, bevor er mit Ulrich Scheinert, Investor für die neue Stadtmitte, zu einem Rundgang über den kleinen, überschaubaren Festplatz aufbrach.

Währenddessen begann das Programm auf der Bühne mit den „Zappelfüßen“ und den „Girls in Motion“ der TSG Flair sowie der Latino-Tanzgruppe der Integrierten Ganztagsschule, die mit viel Beifall belohnt wurden. Den erhielt auch der neunjährige Max Demant aus Wiesbaden, ein Schüler der Musikschule Kelsterbach, der sich als routinierter Entertainer mit Songs wie „Über sieben Brücken musst du gehen“ von Peter Maffay und „Sowieso“ von Marc Forster in die Herzen des Publikums sang.

Aber auch die Auftritte der „Hip Hop 4 Kids“ des TuS Kelsterbach und des Square-Dance-Clubs „Oakleaves“ fanden Gefallen. Bewundernde Blicke verfolgten die Stelzen-Performance von Corina Ratzel, die als Pfau über den Festplatz flanierte, während langsam die ersten Tropfen vom Himmel fielen – bis es aufhörte, langsam zu regnen.

Alles rennt, alles flüchtet, jeder suchte ein schützendes Plätzchen, unter den Sonnenschirmen oder an den Vereinsständen. Die große Garde der Feuerreiter, die gerade auf dem Weg zu ihrem Auftritt war, huschte flugs in die Jacky-Hütte, dem Stand der New-Nashville-Rodeo-Linedancer aus Rüsselsheim, und boten dort mit ihren rot-weißen Tanzkleidern einen herrlichen Kontrast zum schwarzen Outfit ihrer Gastgeber.

Es schien, als sei der Regeneinbruch nur ein kurzes Intermezzo, und die Feuerreiter-Garde legte auch vor dezimierten Publikum ihren Auftritt hin. Doch das Unwetter hatte wohl nur mal kurz eine Atempause eingelegt, um nun mit Vehemenz über den Festplatz zu fegen. Der Regen prasselte nur so hernieder, Blitze zuckten und grollender Donner schien den Festplatz umzingelt zu haben. Jetzt hielt es kaum noch jemanden auf dem Platz, abgesehen von einer kleinen Gruppe unbeugsamer Optimisten, die sich zu einer Regenschirmtraube vereint hatten.

Sturmböen peitschten den Regen über den Platz, und so mancher Stand drohte weggeweht zu werden. So standen am Stand des TuS, an dem belgische Waffeln angeboten wurden, die Frauen mit hocherhobenen Armen, etwa wie bei einem Banküberfall, um die Querstange ihres Daches zu halten. Passend dazu stimmten die Männer am Stand des BSC, an dem es laut der Aussage einer Besucherin die besten Cocktails gab, das Lied „Die Hände zum Himmel“ an. Auch am Stand der Country Company griffen alle mit zu, um die Überdachung zu sichern, und auch der Victoria-Kuchenstand drohte ein Opfer des Windes zu werden.

Am Abend normalisierte sich alles wieder, und die Besucher kehrten zurück, genossen syrische, marokkanische, afghanische und pakistanische Spezialitäten am Kleeblatt-Stand, Steaks und Bratwürste bei der Country-Company, Chili con Carne bei Meerschweinchen in Not, Pizza bei Unione Famiglie Italiane Kelsterbach oder Hamburger beim Tierschutzverein. Und die Polizei freute sich über ein absolut friedliches Fest, bei dem sie nur Zuschauer bleiben durfte.

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