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Arnold Sipos hält Wege sauber: "StraßenCarer" ist ständig im Einsatz

Von Die Kommunalen Betriebe sind in guter wirtschaftlicher Verfassung. Sie haben erneut einen Überschuss erzielt. Ein Erfolgsmodell ist auch der StraßenCarer Arnold Sipos. Er hält die Straßen rein und reinigt Abfallbehälter.
Mit heißem Wasser lässt Arnold Sipos den schmutzigsten Abfallbehälter gut aussehen. Mit heißem Wasser lässt Arnold Sipos den schmutzigsten Abfallbehälter gut aussehen.
Langen. 

Gute Nachrichten für die Kommunalen Betriebe (KBL) in Langen: Das Unternehmen unter der Leitung von Manfred Pusdrowski verkündet einen positiven Jahresabschluss für 2016: Demnach haben die KBL einen Überschuss von 119 000 Euro erwirtschaftet. Dieses Plus fällt geringer aus als im Jahr zuvor – 2015 freute sich der Chef noch über einen Überschuss von 264 000 Euro.

Info: Die Idee dahinter

Das Projekt StraßenCarer ist eine gemeinsame Initiative der Stadt Langen, der Stadtwerke Langen GmbH und des Gewerbevereins. Seit Juli 2015 gibt es die Aktion für eine attraktivere Einkaufsmeile.

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Angesicht einer Prognose, die von einem Verlust in Höhe von 100 000 Euro ausging, spricht Betriebsleiter Manfred Pusdrowski dennoch von einem soliden und zufriedenstellenden Ergebnis. Die Ausgangslage sei zumindest bei den nicht gebührenfinanzierten Sparten nicht rosig. Die Stadt ist wegen ihres nicht ausgeglichenen Haushalts bei der Auftragsvergabe an die KBL zurückhaltend.

Solchen Herausforderungen sieht sich der Eigenbetrieb nach den Worten von Pusdrowski jedoch ausreichend gewappnet, vor allem auch im Verbund mit den Stadtwerken Langen und anderen Akteuren im Konzern Stadt. Die Stadtwerke stellen nicht nur die KBL-Betriebsleitung, sie nehmen darüber hinaus umfassende kaufmännische und administrative Aufgaben war. „Diese Bündelung der Kräfte zahlt sich aus“, erklärte Manfred Pusdrowski.

Mit Defiziten rechnen

Zuständig sind die KBL für die Entwässerung, die Müllabfuhr, die Straßenreinigung und den Friedhof. Diese Leistungen werden mit Gebühren finanziert, die gemäß den gesetzlichen Vorgaben kostendeckend sein müssen. Außerdem kümmern sich die knapp 70 Beschäftigten im Auftrag der Stadt um die Straßenbeleuchtung, den Bauhof, den Fuhrpark, den Winterdienst und das Technische Facility-Management, bei dem es um Dienstleistungen für den Hoch- und Tiefbau geht wie zum Beispiel die Bauleitung, -überwachung und Kostenabrechnung.

Nach Aussage von Pusdrowski zeigen der Jahresabschluss und die Wirtschaftspläne, dass der Eigenbetrieb in einer soliden Verfassung ist, allerdings in hohem Maße von der Haushaltssituation der Stadt und der daraus resultierenden Auftragslage abhängt. Deshalb müsse in künftigen Jahren auch mit Defiziten gerechnet werden.

Das aktuelle Geschehen bei den Kommunalen Betrieben ist geprägt vom Großprojekt der Feuerwehrerweiterung und den Neubau des KBL-Betriebshofs in der Darmstädter Straße, das längst deutlich sichtbar ist. Die Arbeiten verlaufen planmäßig und im Zeit- und Kostenrahmen. Dem Umzug in die Darmstädter Straße im kommenden Jahr steht aus heutiger Sicht nichts entgegen.

Unkraut wird blanchiert

Ein weiteres Projekt bezeichnete KBL- und Stadtwerke-Chef Manfred Pusdrowski als ein Erfolgsmodell: den StraßenCarer (ein Kunstwort aus dem englischen to care, also kümmern, und dem Wort Kehrer) Arnold Sipos ist in diesem Amt unermüdlich im Einsatz gegen weggeworfene Zigarettenkippen, schnellwüchsiges Unkraut oder schmuddelige Sitzgelegenheiten. Fast täglich ist er in der Bahnstraße unterwegs. Die Langener kennen den StraßenCarer inzwischen und wissen, dass er ihr Ansprechpartner für Beschwerden in Sachen Sauberkeit ist.

Auch die Reinigung der dickbäuchigen „Big Belly“-Abfallbehälter steht auf Sipos Aufgabenliste. Mit dem Heißwasserstrahler bringt er die geräumigen Kästen mit der integrierten Müllpresse wieder zum Strahlen. Das Gerät erhitzt Wasser bis kurz vor den Siedepunkt und wird auch genutzt, um lästigen Wildwuchs in den Fugen an der Ausbreitung zu hindern.

„Durch die hohen Temperaturen werden die Eiweiße in den Pflanzenzellen zerstört und das ungewollte Grünzeug geht ein“, erklärte Sipos. „Wir blanchieren das Unkraut quasi“, fügte er mit einem Schmunzeln hinzu.

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