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Miete unter 300 Euro: Studentenwerk plant neue Wohnungen

Um der Wohnungsnot der Studenten zu begegnen, strebt das Studentenwerk Frankfurt am Main an, weiteren Wohnraum in Rüsselsheim zu schaffen. Geschäftsführer Konrad Zündorf tauschte sich dazu in einem Gespräch mit Oberbürgermeister Udo Bausch aus.
Symbolbild Foto: Matthias Balk/Archiv Symbolbild
Rüsselsheim. 

„Das Studentenwerk Frankfurt ist daran interessiert, zusätzliche Wohnangebote für bis zu 100 Studierende zu errichten“, erklärte Konrad Zündorf, Geschäftsführer des Studentenwerks. „Dazu suchen wir geeignete Flächen im Rüsselsheimer Stadtgebiet, die zentral und urban zur Hochschule und zum Bahnhof gelegen sind.“ Wichtig sei auch, dass die Flächenangebote günstige Mieten inklusive der Nebenkosten von unter 300 Euro zuließen. Die Zusage von Udo Bausch, Oberbürgermeister von Rüsselsheim, mit dem sich Zündorf zu diesem Thema austauschte, ließ nicht auf sich warten. Denn auch im Rathaus ist der Druck auf den Wohnungsmarkt, der sich besonders bei weniger finanzkräftigen Gruppen niederschlägt, erkannt.

„Ich kann mir viele Projekte vorstellen, um studentisches Wohnen am Hochschulstandort Rüsselsheim zu ermöglichen. Hier müssen wir kreative, neue Wege gehen. Denkbar ist beispielsweise, Wohnraum für Studierende in Verbindung mit dem Neubau von Kitas und Schulen zu ermöglichen. Die Stadt Rüsselsheim wird das Studentenwerk bei diesem Vorhaben in jeder Hinsicht unterstützen“, sagte Bausch. Vorstellen kann sich der Rathauschef auch, studentisches Wohnen beim Neubau von Lebensmittelmärkten zu integrieren.

Dass das Frankfurter Studentenwerk Standorte im Umfeld des Rüsselsheimer Campus der Hochschule RheinMain sowie am Bahnhof bevorzugt, ist für Bausch klar. Von den insgesamt 12 952 Studenten der Hochschule im Sommersemester 2018 sind 3475 am Fachbereich Ingenieurwissenschaften eingeschrieben, der am Rüsselsheimer Brückweg seinen Sitz hat, darunter sind 408 Erstsemester.

Ein hoher Prozentsatz der Studenten pendelt zwischen dem Wohn- und Studienort. „Die praxisnahe Ausbildung und die Labore vor Ort sind für Rüsselsheim ein wichtiger Standortfaktor. Die ausbildungs-, berufs- und praxisintegrierten Studiengänge und zahlreiche Kooperationen mit ansässigen innovativen Unternehmen sind ein Pfund, mit dem wir wuchern können“, sagt Bausch. Neben dieser qualitativen Vernetzung seien die beiden Studienorte der Hochschule RheinMain in Wiesbaden und Rüsselsheim zudem zentral im Rhein-Main-Gebiet gelegen und daher auch verkehrstechnisch gut zu erreichen.

Die Hochschule RheinMain verzeichnete im Sommersemester 2013 9245 Studenten. Da die Zahl auf aktuell 12 952 angestiegen ist, steht es für Bausch außer Frage, dass auch das Wohnangebot für Studenten mitwachsen muss. Derzeit gibt es in Rüsselsheim vier Studentenwohnheime, die insgesamt 218 Plätze bieten. 94 davon sind in Trägerschaft des Studentenwerks, die restlichen 124 wurden von anderen Trägern errichtet. red

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