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Eröffnung 2019: Supermarkt: Pläne werden konkret

Von Die Eröffnung des neuen Rewe-Marktes ist für Herbst 2019 geplant. Für die Parkplatzsituation drumherum ist noch keine Lösung gefunden.
Hier, wo einst ein Tengelmann-Markt stand, soll bis Herbst 2019 ein neuer Rewe-Markt entstehen, der Baukran steht schon. Foto: Leo F. Postl Hier, wo einst ein Tengelmann-Markt stand, soll bis Herbst 2019 ein neuer Rewe-Markt entstehen, der Baukran steht schon.
Neu-Isenburg. 

Es war eine in mehrfacher Hinsicht bemerkenswerte Sitzung des Ortsbeirates am Donnerstagabend. Zum einen stand das mittlerweile zum Reizthema gewordene Projekt des Neubaus des Rewe-Markts auf der Tagesordnung, zum anderen erlebten die vielen Gravenbruch Bürger, die in die Meisenstraße gekommen waren, einen Vorgang, der so nicht alle Tage vorkommt.

Gleich zu Beginn entfachte sich eine heftige Diskussion zwischen Arno Gros (AfD) und den Mitgliedern des Ortsbeirates, aber auch mit den anwesenden Gästen aus der Bürgerschaft. „Herr Gros fiel immer wieder den anderen ins Wort, missachtete die Geschäftsordnung und fuhr trotz zweimaliger Ermahnung in einer Art und Weise fort, die so nicht tragbar war“, schildert Gravenbruchs Ortsbeiratsvorsitzender Edgar Fischer die Situation. Fischer blieb konsequent und verwies Arno Gros des Saales. „Ich glaube, er war selbst überrascht, dass ich das so durchgezogen habe“, sagte Edgar Fischer, der für sein Vorgehen Beifall erhielt. „Das wäre sonst eine unmögliche Sitzung geworden“, pflichtete Yvonne Lammersdorf dem Durchgreifen des Ortsbeiratsvorsitzenden Fischer bei, dem auch Stadtverordnetenvorsteherin Christine Wagner und Bürgermeister Herbert Hunkel zur Seite standen. „Herr Gros war nicht ausfällig oder gar provozierend, er hat sich einfach ungebührend verhalten und die Sitzung ständig gestört – das geht so nicht“, bestätigte auch Christine Wagner.

Licht am Ende des Tunnels

In ihrer Stellungnahme zum Neubauprojekt Rewe-Markt erläuterten Bauherr Metin Altuntas und Axel Kittler von Rewe noch einmal die Gründe für die Verzögerungen und versprachen aber Licht am Ende des Tunnels. Wie Altuntas bestätigte, gab es wegen der Tiefgarage und immer neuer Vorschriften sowie Auflagen für einen zweiten Notausgang Verzögerungen mit der Baugenehmigung. Es mussten neue Pläne nachgereicht werden, bis eine durch die Bauaufsicht des Kreises Offenbach genehmigungsfähige Lösung gefunden worden war.

Rewe-Expansionsleiter Alex Kittler verwies darauf, dass es innerhalb des Rewe-Konzerns stets Innovationen gebe, die beim Neubau von Märkten mit umgesetzt werden müssten. Dies betreffe sowohl die Struktur der Verkaufsflächen im Markt selbst als auch die Berücksichtigung neuer Erkenntnisse bei der energetischen Bauweise.

Am 7. Juli soll es einen Spatenstich für das Projekt Rewe-Neubau in Gravenbruch geben, die Eröffnung ist für Herbst 2019 vorgesehen.

Nicht gelöst ist hingegen die Parksituation um das Projekt selbst, aber auch in ganz Gravenbruch. So wurde ein „Parkraumkonzept“ erarbeitet, das die Vor- aber auch Nachteile verschiedener Modelle aufzeigen soll. Für den Abbruch der Forsthaus-Galerie, dort sollen Parkflächen für den Rewe-Markt entstehen, aber auch für den Neubau des Marktes ist derzeit eine größere Fläche durch Bauzäune abgesperrt – es fehlen somit auch dort Parkplätze. Die Situation enspannt sich erst nach Fertigstellung des Projektes Rewe-Markt.

Bessere Kontrollen

Generell waren kritische Stimmen aus der Bevölkerung zu hören, dass viele Fahrzeuge in den Straßen von Gravenbruch stünden, die dort nichts zu suchen hätten. Diese Situation ist jedoch nicht typisch für Gravenbruch, sondern trifft auch für die Kernstadt und für Zeppelinheim zu. Anwohnerparkflächen dürfen jedoch nur für 50 Prozent des verfügbaren Parkraumes ausgewiesen werden. Eine bessere und stetige Kontrolle der Parkflächen könnte eine Besserung bringen, dies erfordert jedoch wieder mehr Personal. Auf Vorschlag von Bürgermeister Herbert Hunkel sollen nun erst einmal die Parkflächen entsprechend markiert werden. Wer sich daneben benimmt – genauer gesagt daneben steht – den könne man auch entsprechend belangen.

Lob gab es für Joachim „Jo“ Reinhard, den „Underground-Manager“ in Sachen Jugendarbeit in Gravenbruch. Reinhard stellte seine vielfältigen Aktivitäten vor, die vielen so nicht bekannt waren. „Wir wissen, dass Sie eine Institution in Gravenbruch und auf allen sozialen Ebenen aktiv sind, die so nicht im Blickfeld der Bürger erscheinen“, lobte Edgar Fischer den Diplom-Sozialpädagogen in Diensten der Evangelischen Kirche Gravenbruch.

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