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Garde-Revue 2018: Tanzende Mädels bis Mitternacht

Von 800 Teilnehmer lockte die Garde-Revue der Langener Karnevalisten am Samstag in die Neue Stadthalle. Da wurde es in den Umkleideräumen manchmal ein bisschen chaotisch.
Der Präsident der 1. LKG, Fred Laloi, führt die Hofdame Alex des Dreieicher Prinzenpaares, gefolgt von Prinzessin Nina I., auf die Bühne. Foto: Leo F. Postl Der Präsident der 1. LKG, Fred Laloi, führt die Hofdame Alex des Dreieicher Prinzenpaares, gefolgt von Prinzessin Nina I., auf die Bühne.
Langen. 

An diesem regnerischen Samstagabend entstiegen den Bussen und vielen Fahrzeugen, die vor der Neuen Stadthalle anhielten, viele Gardisten, Gardemädchen, aber auch so manch ungewöhnliche Gestalt. Die Standartenträger hielten schon mal die mit einem Überzug geschützte Vereinsflagge als Regenschirm über den Kopf, Gardedamen suchten Schutz unter einem Bündel von Kleidern, den sie mit sich trugen. Manche konnten es nicht erwarten, bis sie das schützende Vordach der Stadthalle erreicht hatten – das Wiedersehen von Freunden wurde mit Küsschen unter Regentropfen gefeiert.

Kunstvolles „Veilchen“

„Ja, die Leute haben schon etwas komisch geguckt, denn im Dunkeln sieht man ja nicht so genau, was das ist“, zeigt Sabrina auf ihr „Veilchen“ über dem linken Auge. Das war wirklich ein kunstvoll aufgebrachtes Veilchen und gehörte zum Tanz der F.C.G. „Die Kameruner“ 1922 Frankfurt. Erst als sich weitere Gardedamen zu ihr gesellten, wurde das Kunstwerk als solches auch erkannt. „Das wäre ja ein blöder Zufall, wenn jeder von denen eins aufs Auge bekommen hätte“, scherzte ein Karnevalist von nebenan. Noch „schrecklicher zugerichtet“ sahen die Gestalten aus, die aus dem Bus des Karneval Vereins Pfungstadt ausstiegen. Wie in blutverschmierte Lumpen gekleidet sahen die Damen aus. „Keine Angst, das sieht nur schlimm aus und hat überhaupt nicht weh getan“, schmunzelt eine Karnevalistin, die später mit im Showtanz der Gruppe „Dance 4U“ auftreten würde.

Eine Augenweide war der Auftritt der Solotänzerin Chantal Thomin. Bild-Zoom Foto: Leo F. Postl
Eine Augenweide war der Auftritt der Solotänzerin Chantal Thomin.

Im Foyer gab es nicht nur das große Wiedersehen nach einer Zwangspause der Narren, die jedoch seit dem 11. November wieder die Oberhand gewonnen haben. Sie kamen aus allen Richtungen der Region, von Aschaffenburg bis Bischofsheim, von Pfungstadt bis Heddernheim – und sogar noch viel weiter her. „Wir laden zuerst unsere langjährigen Freunde ein, wenn die nicht können, dann kommen andere zum Zug“, erklärt Alexander Lorke das Prinzip. So gibt es immer ein richtig volles Haus mit rund 800 Teilnehmern – und die wollen organisiert sein. „Aber wo die jetzt herkommen, da müsste ich raten“, meinte der stellvertretende Vorsitzende der 1. Langener Karnevalgesellschaft beim Blick auf „Carneval-Club Rüdenauer Klammhörnli“. Die kamen aus dem tiefen Odenwald, noch hinter Bad König.

Neue Choreographien

Bevor die große Show der Grade- und Showtänze beginnen konnte, galt es erst einmal für die Organisatoren, zumindest etwas Ordnung in das gefühlte Chaos zu bringen. „Wir haben heute Abend über 40 Programmpunkte, aber so viele Umkleideräume gibt es hier freilich nicht, somit vergeben wir die Räume nach der Zeit ihres geplanten Auftritts – und da fängt das Problem schon an“, schildert Volker Sallwey die Realität. Bei einer Gruppe fehlen noch zwei Mitwirkende, die anderen wollen schnell wieder weg, weil sie noch woanders auftreten – und so mancher Raum ist noch nicht wieder frei, weil dort noch Party gemacht wird.

Perfekt scheinen alle Tänzerinnen der Großen Garde des SKV Sprendlingen in der Luft zu schweben. Bild-Zoom Foto: Leo F. Postl
Perfekt scheinen alle Tänzerinnen der Großen Garde des SKV Sprendlingen in der Luft zu schweben.

Dann schrillt ein Pfiff von Gardekommandeur Alexander Mirkay durch das Foyer: Kenner wissen, dies ist das Zeichen für den bevorstehenden Eröffnungseinzug der Standartenträger. Fred Laloi, Vorsitzender der 1. LKG, nimmt Hofdame Alex des Dreieicher Prinzenpaares an der Hand, dahinter sortieren sich Prinzessin Nina I. und Prinz Nico I. ein, es folgt das Elschbächer Prinzenpaar. Unter dem Applaus der Narrenbegleiter im Saal werden die Tollitäten empfangen. „Es ist wieder einmal so weit, wir freuen uns, dass wir wieder so viele von euch hier begrüßen und eure Tänze sehen dürfen“, meint Laloi und verspricht einen langen Abend bis Mitternacht. Nach einem dreifachen „Langen, Helau!“ geht der Bühnenreigen auch schon los.

Besonders im Blickpunkt standen freilich die Garden und Solotänzerinnen der 1. Langener Karnevalgesellschaft. „Bei uns gibt es jedes Jahr eine neue Choreographie“, bestätigt Tatiana Mirkay. Und so eröffneten auch gleich die Solotänzerinnen Franca Hunkel und Chantal Thomin mit ihren sehenswerten Solodarbietungen den Reigen der 47 Programmpunkte. Aber auch die Präsidentengarde, die seit Ostern trainiert hat, wusste zu überzeugen.

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