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Tierrecht EU21: Tierschützer machen gegen Circus Barus mobil

Der Circus Barus gastierte am Wochenende auf dem Walldorfer Festplatz. Der Verein „Tierrecht EU21“ hatte gleichzeitig zu einer Kundgebung für die Rechte von Tieren aufgerufen, die im Zirkus nichts verloren hätten.
Mit Transparenten wie „Tiere sind keine Zirkusnummern“ und „Tiere raus aus dem Zirkus!“ demonstrierten die Tierrechtler in Walldorf vor dem Eingang des Circus Barus. Mit Transparenten wie „Tiere sind keine Zirkusnummern“ und „Tiere raus aus dem Zirkus!“ demonstrierten die Tierrechtler in Walldorf vor dem Eingang des Circus Barus.
Mörfelden-Walldorf. 

Mit der Forderung „Zirkus ja, aber ohne Tiere, denn nur die Freiheit ist tiergerecht!“ haben sich am Samstag 30 Tierschützer auf dem Festplatz in Walldorf versammelt, wo der Circus Barus unter anderem mit Tiershows gastierte.

Unter den Augen der Polizei verlief die Mahnwache friedlich. Die Zirkusbetreiberfamilie Frank hatte die Beamten zwar darauf hingewiesen, dafür zu sorgen, dass sich die Zirkustiere nicht durch unnötigen Lärm gestört fühlen dürften, aber als die Show losging, war die fast permanent laute Musik mit ihren Bassrhythmen noch weit außerhalb des Zirkuszeltes zu hören.

Ende der Ausbeutung

Veranstalter der Demonstration war „Tierrecht EU21“, ein Verein, der in Mörfelden-Walldorf seinen Stammsitz hat, Viele mit dem Verein befreundete Organisation hatten sich mit einigen Mitgliedern hinzugesellt. „Uns verbindet ein und dieselbe Motivation, nämlich der Kampf um die Rechte von Tieren“, erklärte eine Vertreterin von „Peta2“. Unterstützer fand der Tierrechtsverein auch durch „Animal Liberation“ und das „Aktionsbündnis – Tiere gehören nicht zum Circus“.

Der Vorsitzende von Tierrecht EU21, Volker Arndt, betonte : „Wir sind hier nicht versammelt, um Zirkusse per se zu kritisieren, sondern wir vertreten die Tiere und demonstrieren für das Ende ihrer Ausbeutung. Das ist ein großer Unterschied.“ In seiner Ansprache forderte er unter anderem dazu auf, keine Zirkusse, die Tiere mit sich führen, zu besuchen. „Eine Familie hat sich offensichtlich von uns überzeugen lassen und ist kurz vorm Zirkuseingang wieder umgekehrt“, freute sich Katja Arndt aus Groß-Gerau, Vorstandsmitglied Tierrecht EU21. Die Tierschützer verteilten Flyer und informierten über ein Megafon über die Situation der Zirkustiere.

„Wir können von einem klaren Erfolg sprechen“, meinte Jutta Seidl, die stellvertretende Vereinsvorsitzende. 30 Personen seien kaum weniger gewesen als Circus Barus an diesem Samstagnachmittag zahlende Kunden gehabt habe. „Man muss sich mal die Frage stellen, wie ein Wanderzirkus bei so wenig Besuchern überleben will. Am Ende geht das immer zulasten der Tiere“, monierte Seidl. Für sie spiele es auch keine Rolle, ob es sich um Wildtiere oder um Nicht-Wildtiere handele. „Tiere haben Bedürfnisse, die uns Menschen nicht unähnlich sind. Und wer will schon gerne zur Belustigung Dritter dressiert werden?“

Keinen Raum bieten

Es sei nicht die letzte Aktion des Vereins gewesen, waren sich die Mitglieder von Tierrecht EU21 einig. „Wenn es nach uns ginge, dürfte Zirkussen mit Tieren in unserer Gesellschaft kein Raum geboten werden“, forderte Volker Arndt, der auch ein Mandat als Stadtverordneter in Mörfelden-Walldorf und im Kreistag von Groß-Gerau ausübt. Es werde vielleicht noch einige Zeit dauern, aber die Entwicklung zeige eine klare Linie. „Zirkusse mit Tieren haben keine Zukunft“, ist Arndt überzeugt.

(vaw)

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