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Kriminal-Fall am Sonntag im Fernsehen: Tödliche Schüsse in Mörfelden-Walldorf: Der Soko fehlt die heiße Spur

Nach den tödlichen Schüssen auf einen 43-jährigen Familienvater auf offener Straße in Mörfelden-Walldorf haben die Ermittler noch immer keine heiße Spur. Auch die Veröffentlichung eines Phantombilds half nichts. Jetzt kommt der Fall ins Fernsehen.
Nach den tödlichen Schüssen in Mörfelden-Walldorf ist der Täter noch immer auf der Flucht. Auch die Veröffentlichung eines Phantombilds hat bislang keine heiße Spur gebracht. Nach den tödlichen Schüssen in Mörfelden-Walldorf ist der Täter noch immer auf der Flucht. Auch die Veröffentlichung eines Phantombilds hat bislang keine heiße Spur gebracht.
Mörfelden-Walldorf. 

Die Ermittler haben ein Phantombild des mutmaßlichen Todesschützen von Mörfelden-Walldorf und eine Beschreibung, und wissen, wie sich die Tat abgespielt hat. Darüber hinaus aber fehlt ihnen eine heiße Spur. Auch die Veröffentlichung eines Phantombilds vor mehr als einer Woche hat noch nicht den gewünschten Erfolg gezeigt

„Es sind einige Hinweise eingegangen, die die Ermittler gerade überprüfen“, erklärt Oberstaatsanwalt Robert Hartmann, Sprecher der Staatsanwaltschaft Darmstadt, gegenüber dieser Zeitung. Eine heiße Spur habe die Sonderkommission (Soko) „BMW“ derzeit aber nicht. Denn obwohl nach der Veröffentlichung Hinweise eingegangen sind, viele sind es nicht. „Es waren vor ein paar Tagen lediglich zwei Hinweise“, berichtet Hartmann.

Viele Fragen sind offen

Dabei hatten die Fahnder große Hoffnungen auf die Veröffentlichung des Phantombilds gesetzt, das sie anhand von Zeugenaussagen erstellt haben. Es zeigt einen glattrasierten, eher dunkelhäutigen Mann mit längeren schwarzen Haaren, dunklen Augen und einer Basecap. Er soll zwischen 20 und 30 Jahre alt, etwa 1,70 Meter groß, mit einem dunklen Kapuzenpulli und einer hellen Jeans bekleidet gewesen sein. Seine Identität ist noch immer unklar.

Mord in Mörfelden-Walldorf
Tödliche Schüsse in Mörfelden-Walldorf Vater auf offener Straße erschossen - Täter weiter auf ...

Nach den tödlichen Schüssen auf offener Straße in Mörfelden-Walldorf ist der Täter noch immer auf der Flucht. Die zunächst festgenommen Verdächtigen sind wieder auf freiem Fuß. Die Obduktion der Leiche hat ein klares Bild ergeben.

clearing

Der Verdächtige soll am 18. August an der Sudetenstraße in Mörfelden-Walldorf einen 43-jährigen Familienvater auf offener Straße erschossen haben, als dieser gerade seine zweijährige Tochter in einem schwarzen BMW anschnallte. Anschließend floh er in Richtung Bamberger Straße. Seitdem fehlt von ihm jede Spur.

Doch viele Fragen sind offen. Wer ist der Schütze? Wo hält er sich auf? Weshalb musste der Familienvater sterben? In welcher Beziehung stehen Täter und Opfer zueinander? Auf diese und weitere Fragen fehlen den Ermittlern die Antworten. „Wir untersuchen gerade sein Umfeld und versuchen herauszufinden, wer ein Motiv hat. Eine heiße Spur gibt es aber auch da nicht“, sagt Hartmann.

Ob es sich um eine Hinrichtung im Rockermilieu handelt und der Familienvater Kontakte zu Rockern hatte, wie es die „Bild“-Zeitung berichtete, will die Staatsanwaltschaft weder bestätigen, noch dementieren. „Dazu liegen uns derzeit keine gesicherten Erkenntnisse vor“, sagt Hartmann.

Ein Flatterband der Polizei sperrt am 18.08.2017 in Mörfelden-Walldorf (Hessen) den Tatort an einem Auto ab, an dem zuvor ein Mann erschossen wurde. Das 43-jährige Opfer erlag am Freitagvormittag den Verletzungen, wie die Polizei in Darmstadt mitteilte. Der Schütze ist geflüchtet. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Vater wird auf offener Straße erschossen Mord in Mörfelden-Walldorf: Staatsanwaltschaft ...

Die Staatsanwaltschaft geht derzeit jedem Hinweis nach, der zum flüchtigen Täter führen könnte. Am Donnerstag hat die Staatsanwaltschaft zusätzlich ein Phantombild veröffentlicht.

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Wenig ergiebig waren am Ende auch die Bilder einer privaten Überwachungskamera, die den Verdächtigen filmte. Zwar konnten die Ermittler so noch besser den Tatverlauf rekonstruieren, den Schützen selbst fing die Kamera aber nicht optimal ein.

„Man sieht sein Gesicht auf den Aufnahmen nicht. Er ist nicht eindeutig zu identifizieren“, berichtet Hartmann. Generell sei er recht unauffällig gekleidet gewesen sein. „Es gab keine besonderen Merkmale, keine Auffälligkeiten an der Kleidung oder seinem Erscheinungsbild“, sagt der Oberstaatsanwalt. „Von dieser Spur versprechen wir uns nichts mehr.“

Aufnahmen erlaubt?

Die Kamera filmte die Tat. Ein Unbekannter hatte am 18. August, einem Freitag, gegen 9 Uhr auf offener Straße auf den 43-jährigen Familienvater geschossen, als dieser gerade seine zweijährige Tochter in seinem schwarzen BMW anschnallen wollte. Sie waren auf dem Weg zur Kita. Mutter und Tochter sahen dabei zu, wie der 43-Jährige auf dem Bürgersteig zusammenbrach und dort seinen Verletzungen erlag.

Die private Überwachungskamera fing dies ein und machte so Aufnahmen im öffentlichen Raum, die eigentlich nicht erlaubt sind. Doch greift diese Regel auch bei einer Tötung? „Dies muss das Gericht im Einzelfall prüfen. Wir halten die Aufnahmen allerdings für verwertbar“, betont Sprecher Hartmann.

Die Ermittler suchen weiterhin Zeugen, die den Verdächtigen erkannt haben oder denen er vor oder nach der Tat im Bereich der Bamberger Straße, Sudetenstraße oder den angrenzenden Straßen aufgefallen ist oder die ihn möglicherweise bei seiner Flucht beobachtet haben. Sie werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Rüsselsheim unter der Telefonnummer (0 61 42) 69 62 30 zu melden.

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