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Tomasz Trzcinski fesselte mit virtuosem Intro

Beeindruckender „Köln-Concert-Abend“ in der Neuen Stadthalle in Langen. Dabei interpretierte Tomasz Trzcinski am Klavier Werke des legendären amerikanischen Pianisten Keith Jarrett. Beeindruckender „Köln-Concert-Abend“ in der Neuen Stadthalle in Langen. Dabei interpretierte Tomasz Trzcinski am Klavier Werke des legendären amerikanischen Pianisten Keith Jarrett.
Langen. 

Der polnische Starpianist Tomasz Trzcinski gastierte mit dem legendären „Köln-Concert“ von Keith Jarrett in einer eigenen Interpretation in der Neuen Stadthalle Langen. Dabei war es keine leichte Aufgabe, ein Meisterwerk der Klavierimprovisation neu zu erfinden. Das Publikum war gespannt, wie sich der Künstler dieser Aufgabe stellte. Um es vorweg zu sagen: Es gab einen sensationellen Keith-Jarrett-Abend in Langen.

Tomasz Trzcinski hat dem Werk, das Keith Jarrett vor nunmehr 40 Jahren unter widrigen Bedingungen in Köln zum Leben erweckte, für sich und das Publikum neu entdeckt. Gleich zu Beginn war hörbar, dass Tomasz Trzcinski diese Vorlage nicht nachspielte, sondern selbst ein Meister der Improvisation ist. In dem Intro kam seine eigene musikalische Persönlichkeit zum Ausdruck.

Seine Interpretation des „Köln Concert“ fesselte durch packende Grooves, virtuose Passagen und weite Melodiebögen; dabei war erstaunlich, wie viel Neues in einem „alten“ Werk zu entdecken ist. Unterstrichen wurde die Stimmung durch eine ausgezeichnete Bühnentechnik, die mit einer geschickten Einrichtung der Bühne und raffiniert farbigen Lichteffekten musikalische Elemente visualisierte.

Tomasz Trzcinski fesselte das Publikum über zwei Stunden, die Besucher hätten eine Stecknadel fallen hören können. Die Nähe zum Publikum, die der Pianist mit seinem Spiel erreichte, hat er mit gut platzierten und humorvollen Kommentaren intensiviert: „In den Jahren mit diesem Instrument hat sich meine Musikenergie vertieft und lässt mich immer mehr die Möglichkeiten, Räume und Farben der Musik entdecken und die Liebe zum Klavier erweitern: Ich bin eins mit dem Flügel.“

Die Zuschauer erklatschten sich zwei Zugaben, in denen der Künstler auf weihnachtliche Themen des Intros zurückgriff und noch einmal seine Improvisationskunst darbot. Ein Plädoyer für einen mutigen, selbstbestimmten Umgang mit Werken, die durch ihren Schöpfer festgelegt sind – hier gelang es dem Künstler überzeugend, ein zweistündiges Konzert neu entstehen zu lassen.

(fnp)
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