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Zuschüsse verfallen: Turngesellschaft Walldorf drängt auf Bau von neuer Halle

Von Die Zuschussfrage für die neue Halle muss vom Stadtparlament schnell geklärt werden. Denn sollte mit dem Bau nicht mehr in diesem Jahr nicht begonnen werden, würde das Vorhaben auf der Prioritätenliste des Landes nach unten rutschen.
TGS-Präsident Horst Bauer zeigt, wo die neue Sporthalle stehen würde, nämlich auf den Tennisplätzen hinter dem Rasenplatz. Foto: Carmen Erlenbach TGS-Präsident Horst Bauer zeigt, wo die neue Sporthalle stehen würde, nämlich auf den Tennisplätzen hinter dem Rasenplatz.
Mörfelden-Walldorf. 

Bei der Turngesellschaft Walldorf (TGS) „brennt’s“. Noch dieses Jahr will sie den ersten Spatenstich für eine neue Sporthalle vollziehen. Aber wie? Die primäre Schuld für das derzeitige Warten sehen Präsident Horst Bauer und Karl-Heinz Almstätter, Vizepräsident Wirtschaft und Finanzen, bei der Stadt und auch der neuen Koalition. Nicht alle neuen Kommunalpolitiker verstünden bislang den umfangreichen Themenkomplex.

Während Bauer zunächst hoffte, dass Zuschussfragen die anstehenden Ausschüsse durchliefen und die TGS deshalb noch Ostern grünes Licht von der Stadt für ihr Vorhaben erhalte, verkündete er gestern während eines Pressegesprächs, dass das Thema erst im Mai aufgetischt werde, was nochmals Warten bedeute. Vorher kann die TGS nicht planen – und vorher wird auch die für den 19. April um 10 Uhr vorgesehene Mitgliederversammlung nicht zustimmen. Fakt ist: Erst wenn die Stadt zugestimmt hat, kann mit den Planungen begonnen werden.

Mitgliederzahl gestiegen

Aber das ist nicht alles. Solange die Zuschussfrage im Stadtparlament nicht geklärt ist, genehmigt der Kreis seine bereits für dieses Jahr zugesagte finanzielle Unterstützung für das Vorhaben nicht. „Wir müssen dieses Jahr aber noch beginnen“, so Almstätter, weil das Bauvorhaben der TGS die Prioritätenliste des Kreises anführe. Werde dieses Jahr nicht mehr mit der neuen Halle begonnen, „so rutschen wir auf der Prioritätenliste ganz nach hinten und wir können vielleicht erst 2023 beginnen“. Auch das Land Hessen freue sich dann, weil es die geplanten TGS-Zuschüsse für dieses Jahr spare.

Info: Investition in Millionenhöhe

Die neue Sporthalle soll etwa 2,2 Millionen Euro kosten. Zuschüsse von etwa einer Million Euro hat die TGS bereits beantragt: 200 000 Euro vom Land Hessen, etwa 30 000 Euro vom Kreis sowie einen

clearing

Notwendig sei der Neubau aus verschiedenen Gründen, verdeutlichte Bauer. Die Anzahl der Mitglieder sei seit 1996 von 2715 auf derzeit 4527 gestiegen – und damit auch die Ansprüche an die TGS. Sportler wie die Aikidoka beispielsweise könnten wegen zunehmender kultureller Veranstaltungen nicht mehr regelmäßig in der Stadthalle trainieren. Das bedeute ein erhöhtes Abwanderungsrisiko der kompletten Abteilung zu einem anderen Verein, der bessere Bedingungen biete. Wieder andere Trainingsgruppen wie das Kinderturnen seien in den Keller der Wilhelm-Arnoul-Schule verbannt worden.

Ende des Wanderzirkusses

Almstätter sagte, dass die TGS mit dem Neubau, der über drei Räume verfüge, mit ihrem ständigen „Wanderzirkus“ aufräumen wolle. Denn Übungsstunden werden bislang im Waldenserhof, in der Wilhelm-Arnoul-Schule, in der Stadthalle, in der Sporthalle Walldorf und in den beiden Hallen der Bertha-von-Suttner-Schule abgehalten.

Bauer, Almstätter und Pressereferent Hans Schweitzer gingen in diesem Zusammenhang auch auf derzeit rund 100 fehlende Übungsstunden wöchentlich ein. Wegen dieser fehlenden Stunden können beispielsweise Wartelisten für weitere Kurse nicht abgebaut werden – und auch zwischen 16 und 22 Uhr fehlen die Kapazitäten, um jungen Menschen, die wegen der Ganztagsschule erst später Sport treiben können, ein Angebot zu machen.

Laut Almstätter hat die TGS seit 1996 insgesamt 6,2 Millionen Euro in ihre Sportstätten investiert – 4,5 Millionen Euro trug sie selbst. Der Neubau soll für etwa 2,2 Millionen Euro südlich des Vereinsheims auf dem Gelände der vorhandenen Tennisplätze im Anschluss an den Rasenplatz und die Straße „In der Trift“ entstehen. Drei Tennisplätze sollen dafür wegfallen, die Eigentum des Landes Hessen, von der Stadt gemietet und an Vereine wie den Tennisklub und die SKG verpachtet sind.

„Wenn wir die Zukunft in die Hand nehmen wollen, müssen wir diese Halle bauen“, so Schweitzer. Sie soll der TGS zentralere und attraktivere Trainingsmöglichkeiten unter ihrem eigenen Dach bieten.

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