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Landtag: Ursula Hammann (Grüne) hört auf

Bei den Grünen geht eine Ära zu Ende: Ursula Hammann zieht sich nach 22 Jahren im Hessischen Landtag zurück. Die Mitglieder nominieren morgen in der Kreismitgliederversammlung zwei neue Kandidaten für die beiden Groß-Gerauer Wahlkreise bei der Landtagswahl.
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Groß-Gerau. 

Ursula Hammann wird nicht wieder für den Landtag kandidieren. Das hat die langjährige Grünen-Abgeordnete den Mitgliedern ihres Kreisverbandes und ihrer Landtagsfraktion mitgeteilt.

Die Grünen werden sich schon morgen, Donnerstag, mit dieser Personalie beschäftigen. In der Mitgliederversammlung nominieren sie ihre Kandidaten für die Wahlkreise 47 (Groß-Gerau 1, Nord) und 48 (Groß-Gerau 2, Süd). Beginn ist um 19.30 Uhr im Kulturcafé.

Hammans Nachfolgerin soll Nina Eisenhardt werden. Die 27-Jährige Politikwissenschaftlerin, die derzeit an der Goethe-Universität Internationale Studien: Friedens- und Konfliktforschung studiert, war 2017 Direktkandidatin des Kreisverbandes für die Bundestagswahl.

Ob es zu einem Generationenwechsel kommen wird, entscheiden freilich erst die hessischen Grünen am 21. April, wenn sie in Fulda die Landesliste verabschieden. Über die Landesliste schaffte Ursula Hammann vor fünf Jahren den Wiedereinzug ins Parlament; sie stand auf dem sicheren Platz drei.

Tönsmann tritt an

Im Nordkreis bewirbt sich Michael Tönsmann aus Rüsselsheim. 2013 war hier Jo Dreiseitel für die Grünen angetreten, der später Staatssekretär für Integration und Antidiskriminierung im Wiesbadener Sozialministerium wurde.

Mit Ursula Hammann verlieren die heimischen Grünen jedenfalls ein Schwergewicht in Wiesbaden. Die 62-jährige Biebesheimerin gehört dem Landtag seit 1995 an; sie ist zurzeit Vizepräsidentin des Landtags, Vorsitzende des Umweltausschusses und in ihrer Fraktion die tier-, natur- und europapolitische Sprecherin. Sie habe sich „zu Gunsten meiner Gesundheit“ für den Rückzug entschieden, schreibt Hammann. Und weiter: „Diese Entscheidung treffe ich mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Ich bin dankbar, dass es mir möglich war, über einen solch langen Zeitraum für eine nachhaltige, soziale und ökologische „grüne“ Politik auf Landesebene eintreten und arbeiten zu können.“

„Mit Ursula Hammann wird die Landespolitik eine allseits geachtete politische Persönlichkeit verlieren, die sich insbesondere in den von ihr bearbeiteten Politikfeldern Tier-, Natur- und Umweltschutz landesweit einen Namen gemacht hat“, sagte die Sprecherin der Kreis-Grünen Maria Schmitz-Henkes.

Ursula Hammann will sich nicht ganz von der politischen Bühne verabschieden. In ihrer Heimatgemeinde Biebesheim werde sie noch aktiv bleiben, kündigt sie in dem Brief an.

(hei)

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