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Mit dem Drahtesel durch die Natur: Volksrad- und Radtourenfahren lockte Teilnehmer aus der ganzen Rhein-Main-Region an

Von Wenngleich das heiße Wetter und der parallel laufende Ironman einige Besucher kosteten, waren die Organisatoren des Volks- und Radtourenfahrens mit dem Zuspruch zufrieden. Auch neben den Strecken standen die Drahtesel im Mittelpunkt.
Flott unterwegs: Pascal Wittig (vorne) führt das Familienteam mit Mama Iris und Papa Bero an. Flott unterwegs: Pascal Wittig (vorne) führt das Familienteam mit Mama Iris und Papa Bero an.
Neu-Isenburg. 

Das Stadion im Neu-Isenburger Sportpark war am Sonntag einmal mehr das Zentrum der Radtourenfahrer. Von allen Seiten aus der Rhein-Main-Region setzten sich Radfahrergruppen in Bewegung, um sich in der Hugenottenstadt einzufinden und nach einer kurzen Pause auf eine ausgewählte Strecke zu gehen. Die Heimfahrt per Rad wurde dann auch für die Wertung der „Sternfahrt“ gutgeschrieben.

Wilfried Chantré (links) berät einen Fahrradfahrer rund um die Wichtigkeit  eines passenden Sattels. Bild-Zoom
Wilfried Chantré (links) berät einen Fahrradfahrer rund um die Wichtigkeit eines passenden Sattels.

„Heute haben wir gleich mehrere Handicaps: Da ist einerseits der Ironman, andererseits das heiße Wetter, da gehen viele lieber ins Schwimmbad“, meinte Rolf Feldmann mit Blick auf die geringere Starterzahl, sowohl bei der Radtouristik als auch beim Volksradfahren. Rund 200 Teilnehmer, so schätzt der Organisator, dürfte der Ironman gekostet haben. „Viele haben unsere bestens ausgeschilderte Strecke sonst immer für das Ironman-Training genutzt, aber jetzt wurde dessen Termin ja vorverlegt“, so Feldmann. Dennoch war er mit den rund 700 Startern recht zufrieden – normalerweise wären es wohl an die 1000 gewesen.

Fachmännisch geführt

Die gut ausgeschilderten Strecken sind ein Garant für viele Teilnehmer, dennoch versucht das Radteam Neu-Isenburg das Volksradfahren mit immer neuen Angeboten zu beleben. Diesmal bot der Radspezialist Christian Andersch eine betreute Tour an. „Ich will den Teilnehmern zeigen, wie man sich eine Strecke einteilt und sich vor allem nicht überschätzt“, erklärte Andersch. Vor dem Start achtet er darauf, dass alle mit Helm fahren und etwas zum Trinken dabei haben. „Es gibt unterwegs zwar eine Verpflegungsstelle, doch dazwischen liegen immerhin rund neun Kilometer“, erklärte der Experte des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs. Mit dem Kommando „Teilnehmer der geführten Tour jetzt aufsitzen“ ging es dann los.

Nicht hungrig, sondern der Mund dient nur als „dritte Hand“. Bild-Zoom
Nicht hungrig, sondern der Mund dient nur als „dritte Hand“.

Die Strecke führte zunächst aus dem Sportpark entlang der Kurt-Schumacher-Straße gen Norden in den Frankfurter Stadtwald. Am Stadtwaldhaus vorbei ging es zur Oberschweinstiege am Jacobiweiher, dann weiter zum Goetheturm. Am Spielpark Scheerwald war der Kontrollpunkt, dort empfahl es sich auch, eine kleine Verschnaufpause einzulegen. Vom Maunzenweiher führte die Strecke, alles im schattigen Wald, vorbei am Monte Scherbelino zum Kesselbruchweiher, dann war auch schon der Gravenbruchring und recht schnell wieder der Sportpark erreicht. Dort servierte das Radteam Neu-Isenburg eine Stärkung. „Aber die Bratwürste sind nicht in Fahrradschläuchen“, scherzte ein hungriger Teilnehmer.

Sattel ist entscheidend

Die Radtourenfahrer hatten Strecken von 45, 75, 115 oder 150 Kilometern zur Auswahl. Mit dabei war auch eine Gruppe des Vereins „The Tour of Hope“, die in verschiedenen Ländern mehrtägige Benefiz-Radveranstaltungen über große Distanzen bis zu 1000 Kilometern organisiert. „Bei diesen Touren kommen oft mehr als 10 000 Euro zusammen, die wir der Multiple-Sklerose-Stiftung zukommen lassen. Aber heute fahren wir nur, um uns wieder mal zu treffen“, erklärte Vereinpräsident Jürgen Lampe aus Bad Homburg.

Wenn es nach einer längerer Radtour mal am Gesäß schmerzt, liegt dies oft am falschen Sattel. Hier bot Wilfried Chantré eine eingehende Beratung mit Gesäßknochenvermessung an. So mancher Radler wunderte sich über das Ergebnis. „Lieber ein Sattel, der scheiße aussieht, als einer, auf dem man einen wunden Arsch bekommt“, meinte ein erfahrener Radler. Einer, der den Radlern nahezu in jeglicher Hinsicht Hilfe leisten kann, ist Jürgen Höhn aus Recklinghausen. Er stellt nicht nur exklusive Unikate her, sondern ist seit 40 Jahren mit seinem rollenden Ersatzteillager auf nahezu allen Radsportveranstaltungen vertreten. „Den kenne ich schon ewig“, berichtete Günther Jührs, mit fast 85 Jahren immer noch aktives Radteammitglied. Für die größte Gruppe, den ältesten und den jüngsten Teilnehmer gab es wieder begehrte Pokale.

Am Sonntag, 5. November, steht für das Radteam Neu-Isenburg die Ausrichtung des Hugenotten-Duathlons auf dem Programm.

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