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Wahlkampf ist im vollen Gange

Nicht nur die hessische Landtagswahl steht bald an, auch der Bundestag wird im September neu gewählt. Die Wahlkreiskandidaten der SPD stellten sich nun den Langener Genossen vor.
Langen. 

Die Versammlung des SPD-Ortsvereins Langen war geprägt vom Auftreten der Kandidaten für Landtags- und Bundestagswahl. Als Nachfolgerin für Uta Zapf, die über viele Jahre die Stadt und den Kreis Offenbach in Berlin vertrat, tritt nun Dirk Gene Hagelstein aus Neu-Isenburg an. Corrado Di Benedetto, der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte des Landes Hessen, bewirbt sich für ein Landtagsmandat. Beide Kandidaten stellten sich mit ihrem Programm den Genossen im Restaurant „Zum Haferkasten“ vor. Dagmar Losert, SPD-Ortsvereinsvorsitzende, hieß die beiden Kandidaten willkommen, verwies auf die große Chance des Regierungswechsels in Wiesbaden und forderte die Langener Genossen auf, mit einem engagiert geführten Wahlkampf die Kandidaten zu unterstützen.

Schnelle Vorurteile

Dirk Gene Hagelstein stellte vor allem sozialkritische Aspekte in den Mittelpunkt seiner Vorstellungsrede. Von der Gesundheitspolitik über die „geduldete Schwarzarbeit“ auf dem Arbeitsmarkt bis hin zu der Kleinkindbetreuung und Europapolitik reichten seine Themen. „Auch der Umgang mit Menschen, die aus anderen Ländern zu uns kommen, muss anders werden“, so Hagelstein. Der SPD-Bundestagskandidat kritisierte, dass gleich auseinanderdividiert und viel zu schnell vorverurteilt werde. „Wenn eine kleine Gruppe aus Rumänien auffällig geworden ist, sind deswegen nicht gleich alle Rumänen schlecht. Mit den Sinti und Roma ist es ähnlich“, nannte Dirk Gene Hagelstein ein Beispiel.

Hagelstein ging auch auf die Themen Krankenkassenbeiträge, Kindererziehung und das Soziale System insgesamt ein und forderte: „Vor allem im Sozialen muss etwas passieren, aber das wird Geld kosten.“ Auch die Europapolitik war ein Thema für den SPD-Politiker. „Viele Staaten haben zu lange zu eigenwillig gearbeitet. Aber eine Zusammenarbeit sieht anders aus, als sie derzeit von der Bundesregierung, vor allem von Kanzlerin Angela Merkel, praktiziert wird“, betonte Dirk Gene Hagelstein. Die 400-Euro-Jobregelung sah er gar als Missbrauch einer gerechten Entlohnung an, die umgehend geändert werden müsse.

Ganz engagiert präsentierte sich Corrado Di Benedetto bezüglich der gesellschaftlichen Situation sowie der Finanzlage der Städte. „Endlich sagen die Bürgermeister öffentlich, wie es um die finanzielle Situation ihrer Städte steht“, betonte Di Benedetto. Nach seiner Ansicht wurden die Kommunen „richtig fertig gemacht“.

Populistische Forderungen

An Hagelstein gewandt forderte er die Bundespolitik auf, nicht nur Auflagen zu machen, sondern auch die Kosten dafür zu übernehmen. „Und wenn wir von der SPD im Herbst die Regierungsgeschäfte in Hessen übernehmen, wovon ich ausgehe, dann werden wir sofort den Quatsch des Betreuungsgeldes rückgängig machen“, so Corrado Di Benetto. Die Politik der dann neuen Landesregierung, dies steht bereits im Wahlkampfprogramm, werde auf die Menschen und ihre Bedürfnissen ausgerichtet sein, so der Bewerber für das Landtagsmandat. Weitere Themen seiner engagierten Rede waren die Integrationspolitik sowie die Bildungspolitik, beides müsse eine deutliche Wendung und damit Verbesserung erfahren, so Di Benedetto.

Eine politische Konkurrenz seitens der Piraten und anderer alternativer Parteien sah er nicht. „Was diese in ihren Programmen und Forderungen an den Tag legen, ist nur Geschwätz und hat weder Hand noch Fuß“, meinte Di Benedetto. Die Forderungen dieser Parteien seien seiner Meinung nach nur populistisch ausgelegt. Er sehe dem Wahltag am 22. September mit großer Freude entgegen.

(Leo Postl)
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