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Rollsportverein Neu-Isenburg: Wahrlich eine sensationelle Bühnenshow

Von Der Rollsportverein Neu-Isenburg begeisterte mit seinem neuen Musical „Emil und die Detektive“ alle Zuschauer. Eine Steigerung scheint kaum möglich.
Es geht fröhlich zu bei den Damen im Hairstyling Salon in Berlin. Bilder > Foto: Leo F. Postl Es geht fröhlich zu bei den Damen im Hairstyling Salon in Berlin.
Neu-Isenburg. 

Die Musicals auf Rollen, die der Rollsportverein (RSV) Soldidarität Neu-Isenburg bisher präsentierte, waren immer eine kleine Sensation. Was die Läuferinnen und Läufer, die Trainer, aber auch die Eltern – insbesondere Petra Westerwald – an Ideen und Engagement einbringen, ist alleine schon sensationell. Doch wer geglaubt hatte, eine Steigerung sei kaum mehr möglich, der hat das neueste Musical auf Rollen „Emil und die Detektive“ noch nicht gesehen – ja erlebt.

Was die stets vor Ideen sprudelnde Petra Westerwald und Trainer Uwe Neumann diesmal buchstäblich „ins Rollen“ gebracht haben, war mehr als erstaunlich. „Ich muss ja auch immer berücksichtigen, was wir mit unseren Mitteln und Möglichkeiten überhaupt verwirklichen können“, meinte Petra Westerwald, die noch ganz andere Ideen hätte. Doch was da am Samstag und Sonntag in der Sporthalle im Neu-Isenburger Sportpark über die Bühne ging, war aller Ehren wert, ja bewundernswert.

Spannende Jagd

Wer kennt sie nicht, die von Erich Kästner so liebevoll geschilderte Geschichte von Emil Tischbein, der im beschaulichen Städtchen Neustadt bei Berlin wohnt und wo seine Mutter einen Frisörsalon mit unmotiviertem Personal betreibt. Emil ist ein braver Junge und Mama Tischbein will ihm daher etwas gönnen – eine Reise zu seiner Großmutter in Berlin. Dafür gibt sie ihm hart erarbeitetes Geld als Taschengeld mit, aber auch um die Haushaltskasse der Omi zu entlasten. Am Bahnhof Neustadt herrscht reges Treiben, dort treibt sich auch ein mysteriöser Herr Grundeis herum, der Emil beobachtet. Während der Zugfahrt nach Berlin schläft Emil ein und träumt von dem unheimlichen Unbekannten. Als er aufwacht, ist das Geld weg. Als Emil in Berlin aus dem Zug steigt, erzählt er den Vorfall seiner Cousine Pony Hütchen. Zusammen mit dem Berliner Jungen Gustav mit der Hupe verfolgen sie beide Herrn Grundeis – doch er ist plötzlich verschwunden. Gustav trommelt alle seine Freunde zusammen und es beginnt eine spannende Jagd auf den Dieb.

Über 80 Mitwirkende hat der RSV Neu-Isenburg diesmal aufgeboten, um das Musical buchstäblich ins Rollen zu bringen. Dennoch mussten viele Läuferinnen mehrere Rollen übernehmen. „Das ist im Prinzip kein Problem, nur das Umschminken und Umziehen braucht halt seine Zeit“, erklärt Trauner Uwe Neumann. So tauchte Konrad Edler mal als Pfarrer, Reisender, als Mann am Bahnhof, dann wieder als Schaffner, Passant in Berlin, ja sogar als Straßenkehrer und Reporter auf – ein Rekord.

Wandlungsfähig

Auch Michelle Eyrich war als Kundin im Frisörladen, dann Schaffner, HipHopperin, Page im Hotel, Straßenfeger und Kassier. Ähnlich viele Rollen hatten Katharina Erb, von Friseurin über Traumtänzerin bis hin zur Polizistin, die schließlich den Dieb dingfest machte. Julia Beitner verwandelte sich von der Schülerlotsin in Emil’s Großmutter, dann in eine Straßenkehrerin, um schließlich als Stewardess aufzutauchen.

Sensationell, insbesondere aus läuferischer Sicht, das Auftreten von Yannik Neumann als „Herr Grundeis“ sowie von Yasna Neumann, mal als Frau, dann wieder als Hip-Mädchen und schließlich als Weltstar auf der Fläche mit seiner sehenswerten Performance.

Der Nachwuchs des Trainers, der auf viele sportliche Erfolge verweisen kann, setzte dem Musical auf Rollen „Emil und die Detektive“ die läuferische Krone auf. Damit sollen die anderen Leistungen keineswegs geschmälert werden, angefangen von Steffen Eyrich über die vielen Läufer, die als Einzelakteure oder in Gruppen und Formationen für den RSV Neu-Isenburg viele Erfolge einheimsten, bis hin zu Michelle Wittig, Ilene Kelly, Eva Lopez oder Janine-Kristin Cestar als „Emil“.

Beeindruckend waren einmal mehr die monumentale Kulisse der Berliner Hochhäuser, die Details mit dem Trabi, in dem Breschnew und Erich Honecker „knutschen“, bis hin zum Einfallsreichtum, einen Frisörsalon oder ICE-Waggon samt Bestuhlung auf die Musical-Fläche zu bringen.

Faszinierend waren auch die überaus passenden Choreographien zu den jeweiligen Szenen; hier sind insbesondere die Traumtänzer zu nennen, die Emil im Schlaf erschienen, aber auch die lustige Gruppe der kleinen Berliner Bären. Und dass Frisör-Besucherinnen nicht nur unter der Trockenhaube sitzen, sondern auch einen flotten Reigen aufs Parkett legen können, war ebenfalls erstaunlich.

„Wo kriegen die nur immer diese tollen Beleuchtungen für die Kostüme her“, staunte eine Besucherin. Und welcher Einfallsreichtum und geschickte Handarbeit hinter der Herstellung jeder einzelnen „Tasche“ steckt, in die sie die kleinen Rollschuhtänzerinnen verwandelten, das können nur jene ermessen, die an der „Produktion“ mitgewirkt haben.

Solch eine erfolgreiche Show auf Rollen kann nur im Zusammenspiel vieler zustande kommen. Hier dankte RSV-Vorsitzender Bernard Wittig nicht nur seinen sehr engagierten Mitgliedern, sondern auch der Stadt Neu-Isenburg, die technische Gerätschaften sowie die Sportparkhalle zur Verfügung stellte.

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