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Dreieich: Weiterhin unklar, wo die Strothoff International School hinziehen soll

Von Landrat Oliver Quilling spricht von Plänen, dass ein Neubau der Strothoff International School nicht an der Lettkaut, sondern stattdessen auf dem Gelände der Unternehmenszentrale der MHK Group entstehen könnte. Das Unternehmen von Hans Strothoff dementiert diese Pläne umgehend.
Über die Pläne der Strothoff International School gibt es widersprüchliche Aussagen. Über die Pläne der Strothoff International School gibt es widersprüchliche Aussagen.
Dreieich. 

Möglicherweise könnte das Sommertheater 2017 um die Lettkaut und den drohenden Verlust der Gärten, der die Dreieicher, die Kommunalpolitik und Bürgermeister Dieter Zimmer das komplette vergangene Jahr in Atem hielt, völlig umsonst gewesen sein. Mit einem politisch heiß diskutierten und von Gärtner-Demonstrationen begleiteten Aufstellungsbeschluss wurden im September vergangenen Jahres die Weichen für einen großen Sport- und Bildungscampus auf dem Areal am Rande Sprendlingens gestellt.

Nicht klar positioniert

Die Idee, Fußballakademie und Internationale Schule auf ein großes Areal nebeneinander zu bauen und so Synergieeffekte zu schaffen, schien damals ein Plan der Stadt Dreieich zu sein, um den Wunsch von Strothoff nach Erweiterung gerecht zu werden. Hans Strothoff selbst hatte sich zu einer Schule an der Lettkaut öffentlich nicht klar positioniert. Er betonte auf der Ausschusssitzung zum Aufstellungsbeschluss allerdings, dass wegen seiner Schule kein Gärtner vertrieben werde.

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Mietvertrag verlängern

Es gab Gerüchte in der Stadt, dass der Dreieicher Unternehmer vielleicht längst andere Ziele verfolgt. Das deutete jetzt auch Landrat Oliver Quilling in einem Gespräch an: „Hans Strothoff hat mir vor 14 Tagen von Plänen berichtet, die Schule auf dem Gelände des Neubaus der Europazentrale seines Unternehmens zu realisieren“, erklärte der Chef der Kreisverwaltung. Der Wunsch Strothoffs sei es, zeitnah ein Gelände für die Schule zu schaffen. Zuletzt hatte der Unternehmer beim Kreis Offenbach die Option gezogen, den Mietvertrag am Haus des Lebenslangen Lernens (HLL), wo die Strothoff International School seit der Eröffnung im August 2009 beheimatet ist, um zehn Jahre zu verlängern.

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Die Diskussion rund um die Lettkaut war geprägt von Missverständnissen und mangelnder Transparenz. Bislang fühlten sich vor allem die Vereine und die Bevölkerung nicht ausreichend informiert.

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„Die Schule kann sich am HLL aus Platzmangel nicht weiterentwickeln. Zunächst gab es ja die Idee, an diesem bestehenden Standort auszubauen“, erinnert Quilling. Das wäre aber mit erheblichen Eingriffen verbunden gewesen – so hätte beispielsweise der Kindergarten im Kurt-Schumacher-Ring weichen müssen.

Mietvertrag verlängert

„Es gab etliche Gespräche, die aber Anfang 2017 sehr plötzlich endeten, bis dann die Pläne für eine Realisierung an der Lettkaut im Sommer 2017 in der Öffentlichkeit auftauchten“, so Landrat Oliver Quilling weiter. Hans Strothoff habe an der fast fertiggestellten Europazentrale seiner MHK Group, mit dem großzügigen Park und einem Kultur- und Bildungszentrum angrenzende Grundstücke gekauft. So könnte am Ende des Parks, hinter dem geplanten Hotel, Platz für ein neues Schulgebäude geschaffen werden.

Die Strothoff International School in Dreieich. Foto: Klaus Braungart
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Diesen Aussagen widerspricht die MHK Group gestern mit einer Stellungnahme. Richtig sei, dass der Mietvertrag in der Frankfurter Straße 160-166 um zehn Jahre verlängert wurde. Damit habe die Strothoff International School zunächst einmal keinen ganz großen Druck zu reagieren, da sie die nächsten zehn Jahre ein Schulgebäude habe. Gleichzeitig werden Bauarbeiten im bestehenden Schulgebäude am Haus des Lebenslangen Lernens geprüft, um die starke Nachfrage nach neuen Schulplätzen am bisherigen Standort bedienen zu können. Bei den Aussagen von Quilling handele es sich aber um „Missverständnisse“.

Perfekte Ergänzung

„Richtig ist, dass wir ein Grundstück neben unserer Unternehmenszentrale gekauft haben“, erklärt das MHK. Das Unternehmen ziehe einen Hotelneubau in Erwägung, der sich „perfekt mit unserem Veranstaltungszentrum area3 ergänzt“. Weiter heißt es in der Mitteilung, die im Auftrag von MHK-Vorstandsmitglied Kirk Mangels versandt wurde: „Leider ist unser Interesse an den Grundstücken, die an unserer Europazentrale anschließend, missinterpretiert worden. Daher müssen wir den Aussagen widersprechen.“ Die MHK Group teilt noch mit, dass sie die Öffentlichkeit selbst über die Pläne des Unternehmens auf dem Laufenden halten will.

Erster Stadt Martin Burlon sagt zum Thema: „Wir gehen als Stadt Dreieich davon aus, dass die Planungen an der Lettkaut Bestand haben, solange wir nichts anderes von Herrn Strothoff hören.“

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