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Blitzer-Statistik: Weniger Raser auf Langens Straßen

Während sich junge Autofahrer häufig an die Verkehrsregeln halten, werden in Langen die meisten Verstöße von den 45- bis 54-jährigen Wagenlenkern begangen. Insgesamt ist die Zahl der Temposünder aber rückläufig.
Die Zahl der Temposünder ist in Langen zurückgegangen. Foto: Fredrik von Erichsen (dpa) Die Zahl der Temposünder ist in Langen zurückgegangen.
Langen. 

Um die Verkehrsdisziplin ist es in Langen offenbar recht gut bestellt. Diesen Eindruck legt zumindest die Statistik der Ordnungspolizei für das vergangene Jahr nahe. Demnach waren bei den örtlichen Radarmessungen lediglich knapp ein Prozent der Fahrzeuge mit zu hohem Tempo unterwegs – ein rekordverdächtig niedriger Wert. Insgesamt blitzte es im Stadtgebiet bei rund 1,16 Millionen erfassten Autos und Motorrädern weniger als 10 600 mal, während 2015 etwas mehr als 11 360 Raser erwischt worden waren. Dabei hatten die mobilen und festinstallierten Messstellen seinerzeit mit rund 702 000 deutlich weniger Fahrzeuge registriert.

Gewünschter Effekt

„Vor allem in der Fahrgasse war im vorigen Jahr deutlich mehr los“, erklärt Erster Stadtrat Stefan Löbig den eklatanten Anstieg. Wegen der Bauarbeiten an der Brücke über die Nordumgehung sei die Umgehungsstraße offenbar von örtlichen Verkehrsteilnehmern verstärkt gemieden worden – zulasten der Fahrgasse. Dort gibt es einen Starenkasten, der in beide Richtungen messen kann. Er ist nach Auskunft von Löbig inzwischen „bekannt wie ein bunter Hund“ und erziele den gewünschten Effekt: Fast alle Autofahrer hielten sich an das Limit von maximal 30 Kilometern in der Stunde.

Zwei weitere stationäre Blitzer stehen in der Südlichen Ringstraße in Höhe des Rathauses und der Neuen Stadthalle, ein dritter weiter östlich an der Ortseinfahrt aus Richtung Offenthal kommend. Auch sie haben sich laut Statistik sehr gut ins Gedächtnis der Verkehrsteilnehmer eingebrannt. Unterm Strich lag die „Trefferquote“ bei den Starenkästen im vorigen Jahr bei etwas mehr als 0,7 Prozent.

Anders sieht die Statistik aus, wenn der Radarwagen auf der Spur von Rasern ist. Von den gut 22 460 Fahrzeugen, die ihn passierten, waren exakt 2373 zu schnell, also immerhin rund jedes zehnte. Hier dürfte sich der Überraschungseffekt bemerkbar machen.

Die meisten der geblitzten Fahrzeuge hatten etwa zehn Kilometer pro Stunde zu viel auf dem Tacho. Eine Überschreitung von mehr als 20 Kilometern in der Stunde wurde 59 mal gemessen. Dafür kassierten die Fahrer Bußgeldbescheide und Punkte in Flensburg. Zu den unrühmlichen Spitzenreitern zählte ein Wagenlenker auf der B 486 in Höhe der Kreisstraße nach Dreieichenhain, der in Richtung Offenthal mit 106 Kilometern pro Stunde fuhr, obwohl nur 70 erlaubt sind. Die Folge waren 120 Euro Bußgeld, ein Punkt und ein einmonatiges Fahrverbot. Letzteres blieb einem Verkehrssünder erspart, der in der Pittlerstraße mit Tempo 75 anstelle von höchstens 50 unterwegs war. 80 Euro zuzüglich eines Punktes in Flensburg waren für ihn fällig.

Einfache Rechnung

Die Ordnungspolizei hat auch wieder Falschparker ins Visier genommen. Die Zahl der verteilten Knöllchen fiel von gut 12 320 im Jahr 2015 auf rund 11 050. In der Statistik wird deutlich, dass die meisten Verkehrsverstöße von der Altersklasse 45 bis 54 Jahre begangen werden. In dieser Gruppe waren fast 2100 Fahrer zu schnell, bei den 18- bis 24-Jährigen nur 221. Ähnlich ist es bei den Falschparkern.

Die Einnahmen aus der Verkehrsüberwachung sind im vergangenen Jahr auf 290 000 Euro gesunken (2015: 340 000 Euro). Eigentlich eine erfreuliche Entwicklung, „denn es geht uns nicht darum, den Stadtsäckel zu füllen, sondern um die Sicherheit auf Langens Straßen“, betont Löbig.

Die Einnahmen deckten gewöhnlich noch nicht einmal die Personal- und Wartungskosten. Bußgelder von einem Betrag von 40 Euro an gingen bis auf einen Verwaltungskostenanteil an das Land Hessen und nicht an die Stadt. Im Übrigen sei es ganz einfach, sich vor solchen Ausgaben zu schützen. „Denn wer sich korrekt verhält, der zahlt keinen Cent“, so der Erste Stadtrat.

(fnp)
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