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Harry Keaton: Wer wollte nicht von diesem Lehrer lernen?

Von Eigentlich wollte Harry Keaton Lehrer werden. Denn Auftritte gefallen dem Entertainer. Doch dann tauschte er das Klassenzimmer gegen die echte Bühne ein und unterhält köstlich das Publikum mit seinem magischen Klassenzimmer.
Magier Harry Keaton hat eine Schutzbrille aufgezogen, bevor er das Glas zersang und Eiskristalle aus Papier zauberte. Magier Harry Keaton hat eine Schutzbrille aufgezogen, bevor er das Glas zersang und Eiskristalle aus Papier zauberte.
Neu-Isenburg. 

Das Ambiente erweckt Kindheitserinnerungen. Auf der Bühne stehen eine Tafel, kleine Stühle, ein Pult und auch eine Schultüte ist zu sehen – ein Klassenraum in der fast ausverkauften Hugenottenhalle. Und mittendrin agierte am frühen Freitagabend der selbst ernannte Lehrer Harry Keaton.

„Das magische Klassenzimmer – Schulweisheiten & andere Illusionen“ heißt das Programm des Magiers, der in Offenbach daheim und als Zauberer überall unterwegs ist. Zur Schule gegangen ist er jedoch in Dreieich, denn dort wuchs Harry Keaton auf. Damals wollte er Lehrer werden. „Ich hatte schon immer einen Hang zur Bühne. Als Lehrer stehst du jeden Tag dort. Deine Bühne ist das Klassenzimmer. Ein guter Lehrer hat auch Entertainer-Qualitäten“, doziert Keaton schmunzelnd.

Dennoch wurde er Magier. „Du wirst nicht gegrüßt, weil es uncool ist, einen Lehrer zu grüßen. Heute bekomme ich Applaus, einem Lehrer wird nur selten gedankt.“ In seinem Programm agiert Keaton als Entertainer und Lehrer – und die Isenburger Zuschauer als Schüler, vor und auf der Bühne.

Anne und Patricia lassen sich nicht lange auf dieselbige bitten. Patricia ist Lehrerin und lernt hier dazu. Beide Zuschauerinnen lässt der Zauberer in eine Kiste greifen. Es gilt, verschiedene Gegenstände zu erraten. Währenddessen suggeriert Keaton mit Werbe-Einspielungen die Antwort. Schon siegt die Magie der Imagination: Was Patricia nach dem Jingle „Sauber putzen“ als Schwamm erkannt haben will, ist in Wirklichkeit ein Stein. Als Anne eine Bürste suggeriert bekommt, nimmt sie das Stichwort dankend an. Stattdessen zaubert Keaton einen Kaktus aus der Kiste. Eben so funktioniert Harry Keatons magisches Klassenzimmer – mit eindrucksvollen Illusionen, verblüffenden Experimenten und einer Menge Wortwitz.

Im Null Komma nichts errät der komische Lehrer, welcher Spickzettel zu welchem Schüler gehört. Seine Protagonisten nehmen es gelassen. Schließlich hat der strenge Erzieher auch trostreiche Worte parat: „Nicht das Erreichte zählt, das Erzählte reicht!“

Und dann lernen alle im Saal noch etwas: 30 Zuschauer hatten Bänder mit verschiedenen Begriffen erhalten und geben diese nun in unterschiedlicher Reihenfolge wieder. Keaton ratterte alle in der richtigen Reihenfolge hinunter. Er erklärte auch, wie Gehirnjogging mit Eselsbrücken funktioniert. Wer wissen will, wie es geht, sollte seine nächste Aufführung nicht verpassen. Vielleicht lässt sich bei der Gelegenheit auch das Rätsel lösen, wie der Magier Glas zersingt. Oder es dem promovierten Sprachwissenschaftler Harry Keaton gelingt, ellenlange Texte zu sprechen, in denen er nach und nach Buchstaben weglässt. Als Zugabe ließ es Keaton auf der Bühne schneien und zauberte Eiskristalle aus Papier. Zauberhaft.

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