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„Wir müssen in der Baracke bleiben“

Der DRK-Ortsverein Raunheim-Kelsterbach blickt mit gemischten Gefühlen in die Zukunft. Die neue Unterkunft in der Feuerwache in Raunheim kommt nicht vor dem Jahr 2017.
Diese Fördermitglieder des DRK-Ortsvereins Raunheim-Kelsterbach wurden für ihre langjährige Treue zum Roten Kreuz ausgezeichnet. 	Foto: Karlheinz Niess Foto: Niess Diese Fördermitglieder des DRK-Ortsvereins Raunheim-Kelsterbach wurden für ihre langjährige Treue zum Roten Kreuz ausgezeichnet. Foto: Karlheinz Niess
Raunheim/Kelsterbach. 

Der Vorsitzende des Ortsvereins Raunheim-Kelsterbach des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Volker Drees, verkündete bei der Jahreshauptversammlung einige gute Nachrichten. Den zahlreichen Gästen im Kelsterbacher Fritz-Treutel-Haus, in dem der Ortsverein zu Gast war, konnte er eine positive Entwicklung bei den Einnahmen verkünden. „Wir hatten die Planzahlen sehr konservativ gerechnet“, erklärte er. Am Ende waren die Mitgliederbeiträge im vergangenen Jahr mit 18 900 Euro 30 Prozent höher als geplant. Bei den Krankentransporten und Blutspenden lagen sie sogar 50 Prozent über den geplanten Einnahmen. Insgesamt wurden so weitere 18 000 Euro eingenommen.

Auf der anderen Seite konnte bei den Ausgaben gespart werden. „Wir hatten keine größeren Reparaturen bei den Einsatzfahrzeugen“, sagte Drees. „Der gute Trend wird in diesem Jahr nicht anhalten“, warnte er aber die anwesenden Mitglieder. Bereits jetzt zeichne sich ab, dass die Ausgaben für Geräteanschaffungen anstiegen.

Zahl sinkt seit Jahren

„Wir haben zurzeit 1179 Mitglieder“, betonte Drees und kam zu einer weiteren guten Nachricht. Eine „Präsenzwerbung“ des Kreisverbandes habe zu einem Anstieg der Mitglieder geführt. Werber des DRK waren von Haustür zu Haustür gegangen. Doch auch da schlummerte eine weniger positive Ergänzung. Denn seit Jahren sinke die Zahl der Mitglieder. Von rund 1300 im Jahr 2011 gingen sie schon unter die 1000er Marke. „Uns sterben die Fördermitglieder weg“, sagte Drees.

Gar nicht fröhlich war er hinsichtlich der Entwicklung der neuen Wache in Raunheim. Hier soll der DRK-Ortsverband Räume und Platz für seine Fahrzeuge in der Feuerwache erhalten. Doch diese entsteht nicht vor 2017. „So lange müssen wir in unserer alten Militärbaracke bleiben“, so der Vorsitzende. In diesem Winter sei es sehr mild gewesen. Sonst wären die Kosten wegen der nicht vorhandenen Isolierung in Verbindung mit der elektrischen Heizung sehr hoch geworden.

Über viele Aktionen konnte das Jugendrotkreuz berichten. 14 Jugendliche, davon neun aus Kelsterbach, sind im Ortsverein organisiert. Viel zu tun hatte auch die Einsatzabteilung. Dort ergibt sich ein ähnliches Bild wie bei der freiwilligen Feuerwehr. Die insgesamt 54 Einsatzkräfte kamen im vergangenen Jahr auf 1600 Stunden Ausbildung, knapp 2000 Stunden Sanitätsdienste und noch einige Tausend weitere Stunden – und das alles ehrenamtlich.

Im Amt bestätigt

Bei der Jahreshauptversammlung wurde aber nicht nur über die Arbeit des Ortsvereins berichtet. Es standen auch Neuwahlen an. Diese boten keine Überraschung. Volker Drees bleibt weiter der Vorsitzende. Thomas Harbich und Mathias Steurer sind seine Stellvertreter, und Beate Tietze bleibt für die Finanzen verantwortlich. Susanne Meinert-Heldmann wurde als Schriftführerin bestätigt.

Es wurden auch langjährige Mitglieder wie Rosel Berger und Lothar Hänel geehrt. Die beiden sind seit 50 Jahren Fördermitglieder. Seit 40 Jahren unterstützen Hanna Hummel, Monika Scherer und Axel Büttner den DRK-Ortsverein. Bei den Aktiven wurde Thomas Harbich für 45 Jahre, Sabine Michel für 30 Jahre und Mathias Steurer für 15 Jahre Mitarbeit ausgezeichnet. Nach dem Ende der Jahreshauptversammlung gab es noch bei leckeren Kleinigkeiten die Gelegenheit zu vielen Gesprächen.

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