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Gartenfest der "Schwarzen Elf": Wo Blütenpracht ganz herzhaft lacht

Von Michi, die Symbolfigur der „Schwarzen Elf“ beobachtete das bunte Treiben des Gartenfests von seinem Storchennest aus. Dort sah er eine „Schrecklich nette Familie“, einen protokollierenden Gartenzwerg und dem Herbertsche seine Putzfrau.
Welch eine Gartenpracht: Uta Hemann und Joachim Großpersky (hinten) machten dem diesjährigen Motto der „Schwarzen Elf“ alle Ehre. Bilder > Foto: Leo F. Postl Welch eine Gartenpracht: Uta Hemann und Joachim Großpersky (hinten) machten dem diesjährigen Motto der „Schwarzen Elf“ alle Ehre.
Neu-Isenburg. 

Was wäre, wenn sich alle Kleingärtner Neu-Isenburgs zu einem großen Kostümfest in der Hugenottenhalle verabredet hätten? Dann wäre genau das dabei herausgekommen, was am Samstagabend bei der großen Narrensitzung der „Schwarzen Elf“ abging. Immer mehr Nachtschwärmer, wie Bienchen, Gartenzwerge, Pilze und hübsche Gärtnerinnen trafen im Foyer der Hugenottenhalle ein. Durch ein Spalier des ebenfalls als Kleingärtner verkleideten Elferrates wurden die Gäste in den Saal geleitet, dort sorgte die Band „Take 2“ für beste Aufwärmstimmung. So viele fantasievoll gekleidete Narren sieht man bei keiner anderen närrischen Veranstaltung in der Hugenottenstadt – sogar ein Mauerblümchen war dabei und hatte eine lebende Gießkanne mitgebracht.

Pünktlich um 19:31 Uhr ertönten die Kanonenschläge, und das Prinzenpaar samt gärtnerischem Hofstaat zog durch den Saal auf die Bühne. Der Elferrat mit Sitzungspräsident Stefan Ritzel nahm Platz unter einem großen Baum im kuscheligen Kleingarten. Auch die Symbolfigur, der Michi, war dabei und überblickte aus seinem Storchennest das gesamte Geschehen. Das Bühnenbau-Team unter Federführung von Sabine Zimmermann und Manfred Link hatte erneut Erstaunliches geleistet.

Orden ausgetauscht

Nach dem Austausch von Willkommensgrüßen und Orden wurde auch der letzte noch verschlafene Maulwurf geweckt, die „Icebreakers“, eine Guggemusik der Stadtgarde Offenbach, machten ordentlich musikalischen Dampf in der Hugenottenhalle. Da schmolz nicht nur das Eis, sondern alle Dämme der Fröhlichkeit und Heiterkeit brachen.

Kaum waren die Guggemusiker weg, schon wurde es wieder recht voll auf der Bühne. Über 35 Kinder flatterten als Schmetterlinge, Käfer und bunte Blumen auf der Bühne umher. Die Gärtner hatten alle Hände voll zu tun, auch noch die auftauchenden Schlümpfe zu bändigen. Luke Junker (15) und Julius Litzenberger (12) berichteten dann von ihrem täglichen Ärger mit Geschwistern aber auch Eltern und Lehrern.

Als Zwerg kam Protokoller Thorsten Klees und sprach: „Zum Gartenfest hab’ ich mit Fleiß und Bedacht, den Garten hier auf Vordermann gebracht. Um die Ankunft zu erleichtern, jetzt hab’ ich’s kapiert, wurd’ am Kreisel der Linksverkehr eingeführt. Für die Übergangszeit gilt auf vielfache Bitten, der Linksverkehr ausdrücklich nur für Briten“, reimte Klees zu den Folgen des Brexit.

In der „Schrecklich netten Familie“ gab es diesmal Französisch-Unterricht. Wie einfach die Sprache doch ist, belegte Schatzebobbes Jaques: „La Wendel heißt Treppe.“ Und dass der Enkel eine Fünf in Deutsch bekommen hat, wollte Opa (Stefan Ritzel) nicht begreifen: „Ich hab’ doch lang genug gelernt mit Du.“ Ob der Gardetanz der Polkaformation, die Maxis als Schmetterlinge – für alle gab es großen Applaus. Die Capuccinos mit Wolfgang Paul, Norbert Engl und Stefan Ritzel sorgten mit ihren närrischen Heimatliedern wieder für Begeisterung unter den Narren.

Die Luwwis (Martina Liedko), also die lizenzierte Putzfrau im Isenburger Rathaus und rechte Hand vom Herbertsche (Hunkel), nutzte diesmal seine Abwesenheit und hatte wegen ihrer „Prokura für alles“ die Spendierhosen an. „Stefan, du kriegst deine Eislaufbahn, aber viel cooler wäre die doch auf dem Kreisel-Ei“, so Luwwis. Und damit die Nulldreier den Verbleib in der Hessenliga packen, wird der Fußballgott Alex Meier für die Rückrunde von der Eintracht ausgeliehen.

Revival der Schlagerstars

Einen großen Auftritt boten die Akteure der Showgruppe, die ihr 22-jähriges Bestehen feiern und so manche Schlagergröße vergangener Zeiten wiederaufleben ließen.

Eine wahre Augenweide war der Tanz der Waschfrauen, die plötzlich von Kriegerinnen gestört wurden. Wie gut, dass weiße Medizinfrauen beide Gruppen vereinen konnten und alles in einem friedlichen Tanzfest endete. Die beiden „Vorstadtweiber“ Gudrun Litzenberger und Maria Sator-Marx wollen unbedingt 100 Jahre alt werden und der lieben Liesel Dörr nacheifern. Zu ihrem Jubiläumsfest im Jahre 2050 erwarten sie freilich den ewigen Bürgermeister Herbert Hunkel.

„Can’t stop the Feeling“, lautete die Melodie für das Männerballett und alle Akteure waren von Kopf bis Fuß darauf eingestellt. Die tänzerische Show der Herren, einstudiert von Martina Liedtko und Patricia Hauser, wurde mit großer Begeisterung und Zugabeforderungen aufgenommen. Nach dem Tanz „Wenn die Gartenparty ins Wasser fällt“ der Showtanzformation Funtasia versammelten sich alle Mitwirkenden noch einmal zum großen, viel umjubelten Finale auf der Bühne. Die große Gartenparty war wieder einmal viel zu schnell vorbei.

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