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Stadt Neu-Isenburg erarbeitet ein Verkehrskonzept: Zahl der Radler wird steigen

Von Das Radverkehrskonzept für Neu-Isenburg bis 2025 wurde ausgearbeitet und der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Sicherheit und der Schutz von Radfahrern auf öffentlichen Straßen soll verbessert werden.
Symbolbild Foto: Emily Wabitsch (dpa) Symbolbild
Neu-Isenburg. 

Im April 2015 haben die Stadtverordneten das Radverkehrskonzept für Neu-Isenburg beschlossen. „Seit dem ist nicht so viel passiert – jetzt haben wir die kurz-, mittel- und langfristigen Ziele festgesetzt“, erklärte Radverkehrs-Konzeptbeauftragte Yvonne Lammersdorf. Ziel sei es, die Radfahrer sicher in den Verkehr zu bringen und viele Schutzstreifen in der Stadt zu installieren.

Bis zum Jahr 2025 soll der Anteil des Radverkehrs von derzeit 10 bis 15 Prozent auf 20 bis 25 Prozent erhöht werden: „Dies ist ein ehrgeiziges Ziel, das nur gemeinsam gelingen kann“, weiß auch Bürgermeister Herbert Hunkel, „Wir wollen das gemeinsam mit den Bürgern erreichen und mit der fachlichen Unterstützung der Beauftragten für Radverkehr, Yvonne Lammersdorf, Professor Jürgen Follmann und seinen Studenten der Hochschule Darmstadt sowie den Mitgliedern der AG Radverkehr“, so Herbert Hunkel.

Ein wesentliches Element des Radverkehrskonzeptes ist die Sichtbarkeit der Radfahrenden im Straßenverkehr. Schutzstreifen, auf denen die Radler besser wahrgenommen werden, gibt es schon in der Kurt-Schumacher-Straße, der Friedensallee, der Herzogstraße und in der Flughafenstraße in Zeppelinheim.

Machbarkeitsstudie

Die Radverkehrsführung in der Hugenottenallee soll in der AG Radverkehr diskutiert werden, und für die Frankfurter Straße werden Ideen geprüft. Dazu erstellt die Hochschule Darmstadt derzeit eine Machbarkeitsstudie für kurzfristig umsetzbare Verbesserungen in der Friedhofstraße. Angedacht ist ein Schutzstreifen stadtauswärts bis zur Herzogstraße mit einem überbreiten Fahrstreifen, auf dem zwei Autos nebeneinander fahren können. Noch in diesem Frühjahr soll ein Schutzstreifen im Gravenbruchring markiert und der Radverkehr in Richtung Zeppelinheim ebenfalls verbessert werden. Hier plant Hessen Mobil den Bau eines Zwei-Richtungsradweges auf der Ostseite der B 44 als Lückenschluss zwischen Mörfelden und der Anschlussstelle Gehespitz. Die Voruntersuchungen dazu sollen 2018 beginnen. Der Radweg von Neu-Isenburg aus entlang der L 3317 Richtung Gut Neuhof wird im Frühjahr fertig.

Netzlücken schließen

Langfristig sollen die Netzlücken bei den Hauptrouten geschlossen werden. Die Umsetzung erfolgt ab 2019. Zu den langfristigen Projekte zählen überörtliche Radwegverbindungen wie nach Dietzenbach, Götzenhain und Sprendlingen sowie die Anbindung an den Flughafen. Die Regionalpark RheinMain GmbH plant zurzeit eine Rad-Direktverbindung von Frankfurt nach Darmstadt. Wegen einer verbesserten Radanbindung an den Flughafen Frankfurt steht die Stadt Neu-Isenburg mit dem Verkehrsministerium und Hessen Mobil in Kontakt.

Die Entbehrlichkeit von bestehenden Ampeln und deren Ersatz durch Kreisverkehrslösungen wird derzeit geprüft. „Minikreisverkehre sind in vielen Fällen sicherer für Radfahrer als Kreuzungen“, betont Yvonne Lammersdorf.

„Die Stadt plant derzeit einen Workshop mit Bürgern, der sich grundsätzlich mit dem Thema Fahrradstraßen beschäftigen soll“, kündigt Herbert Hunkel an.

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