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Kranzniederlegung: Zum Gedenken an die Opfer des Luftangriffs

In der einstigen Flak-Stellung im Schindkautweg kamen bei einem Bombenangriff am Morgen des 29. Januar 1944 elf zumeist jugendliche Luftwaffenhelfer ums Leben. Ihnen und den Opfern des Krieges wird am Jahrestag der Ereignisse mit einer Kranzniederlegung gedacht.
Zur Kranzniederlegung für die Opfer des Luftangriffs auf Neu-Isenburg im Zweiten Weltkrieg waren im vergangenen Jahr zahlreiche Teilnehmer gekommen.  Archivfoto: Leo Postl Zur Kranzniederlegung für die Opfer des Luftangriffs auf Neu-Isenburg im Zweiten Weltkrieg waren im vergangenen Jahr zahlreiche Teilnehmer gekommen. Archivfoto: Leo Postl
Neu-Isenburg. 

Zum Gedenken an die Opfer des Luftangriffs, die am 29. Januar 1944 in Neu-Isenburg starben, und als Mahnung gegen den Krieg, wird zum 74. Jahrestag am Montag, 29. Januar, um 11.30 Uhr am Gedenkstein im Schindkautweg ein Kranz niedergelegt. An der Kranzniederlegung werden Bürgermeister Herbert Hunkel und Erster Stadtrat Stefan Schmitt teilnehmen. Im Anschluss ist eine Zusammenkunft in der Reiterschänke Neu-Isenburg im Triebweg vorgesehen.

Trauriges Kapitel

Im vergangenen Jahr hat die Neu-Isenburger Historikerin Heidi Fogel gemeinsam mit dem Verein für Geschichte, Heimatpflege und Kultur das „Neu-Isenburger Geschichtsbuch“ herausgebracht. Zum ersten Mal wird damit in einem Buch die Geschichte der Stadt komplett vorgestellt – von der Gründung bis zur Gegenwart. Auch an dieses traurige Kapitel wird erinnert.

Im Schindkautweg, in der Nähe des Gravenbruchrings in der Ostgemarkung der Hugenottenstadt, befand sich während des Zweiten Weltkriegs eine schwere Flak-Stellung mit Bunkeranlagen zur Luftraumverteidigung Frankfurts, des Flughafens und des Rhein-Main-Gebietes. In der Stellung, die zur fünften Flak-Division gehörte, wurden hauptsächlich jugendliche Luftwaffenhelferhelfer und kriegsgefangene „Hilfswillige“ eingesetzt. Die häufig erst 14-jährigen Luftwaffenhelfer, Oberschüler aus der Stadt und dem Kreis Offenbach, wurden jahrgangsweise aus ihren Schulen zum Flakdienst eingezogen.

Am Morgen des 29. Januar 1944 starben im schweren Bombardement insgesamt elf Luftwaffenhelferhelfer, darunter der Geschützführer Josef Niggel (28 Jahre), fünf Schüler und fünf russische Hilfswillige. Zwei der getöteten Schüler waren die erst 15-jährigen Isenburger Klaus-Dieter Johannsen und Gerhard Siebenborn. An diesem Tag wurde auch die Siedlung Buchenbusch schwer getroffen, dort gab es 25 Opfer. 1994 wurde aus Anlass des 50. Jahrestages auf Initiative der überlebenden Luftwaffenhelfer aus Neu-Isenburg ein Gedenkstein aufgestellt.

Erinnerung wachhalten

Eine beschriftete Metallplatte, die in den Stein eingelassen ist, erinnert an die Opfer. „Wir wollen das Leid dieser Menschen nicht vergessen und gedenken ihrer und ihrer Angehörigen. Gleichzeitig ist es unsere Aufgabe, die Erinnerung an diese unmenschlichen Ereignisse wachzuhalten und mit allen uns zur Verfügung stehenden Kräften beizutragen dass sich solches Leid nicht mehr wiederholt. Auch daran wollen wir an diesem Tag gedenken“, so Bürgermeister Herbert Hunkel.

(red)

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