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„Kein Bemühen, Kosten zu sparen“

Die Entwurfsplanung der Grünfläche Länger Weg kommt bei Jürgen Wälther und Christian Hufgard nicht gut an. Sie kritisieren, dass an den Bedürfnissen der Kinder vorbei geplant werde.
Kelsterbach. 

Der Entwurfsplan Grünfläche Länger Weg sorgt in Teilen der Kommunalpolitik für Unmut. So hatten Jürgen Wälther von der Wählerinitiative Kelsterbach (WIK) und Christian Hufgard, der bei der Kommunalwahl für die WIK kandidierte und Landesvorsitzender der hessischen Piraten ist, in einer Stellungsnahme Kritik an dem Entwurf geäußert, der jedoch am Donnerstag vom Bauausschuss angenommen wurde.

Ihre Kritik richtet sich dabei vor allem an die vermeintlich hohen Kosten. So habe sich bereits im Entwurf das geschätzte Budget um 33 Prozent auf 400 000 Euro erhöht. „Es gibt keinerlei erkennbare Bemühung, Kosten zu reduzieren“, heißt es in der Stellungnahme. Außerdem seien Folgekosten und die Unterhaltung nicht berücksichtigt.

Aber auch die Inhalte des Entwurfsplans werden von Wälther und Hufgard bemängelt. Die Entwurfsplanung richtet sich grundsätzlich nach den Bebauungsplänen Länger Weg I-III, in denen die öffentlichen Grünflächen festgesetzt wurden. Die beiden Politiker kritisieren unter anderem, dass im Bebauungsplan von einem großen Spielplatz die Rede war, der auch wünschenswerter als „mehrere kleine, verwaiste Standorte“ sei. Jedoch sei bezüglich des Spielplatzes in der Planung nichts zu erkennen. Darüber hinaus gehe man in der Entwurfsplanung nicht auf die Bedürfnisse der Kinder ein. An einer Stelle seien erst kürzlich bereits Bäume und Sträucher derart zurückgeschnitten worden, dass den Kindern „natürliche Spiel-, Versteck- und Klettermöglichkeiten genommen wurden“.

An anderer Stelle seien frühere Grünflächen durch umfangreiche Gebüschpflanzungen zu Braunflächen gemacht worden. Auch sei teilweise äußerst grober Asphalt verwendet worden, der sich nicht zum Rollschuhfahren und Skaten eigne. „Wenn Sie etwas für die Kinder machen wollen, dann bitte nicht an deren Bedürfnissen vorbei“, lautet das Fazit. Letzter Kritikpunkt ist der Fitness-Parcours. Hier hätten sich die zwei Politiker eine Diskussion über den Standort und die Art der Geräte gewünscht. Stattdessen seien nun „einige nutzlose Gerätschaften“ aufgestellt worden, die bei Passanten „bisher nur Kopfschütteln“ ausgelöst hätten.

Jürgen Zeller kann die Kritik nicht nachvollziehen. „Wir sind seit Jahren in der Planung und der Entwurf wurde mit großer Mehrheit angenommen“, sagt der scheidende Bauausschussvorsitzende. In der Entwurfsplanung seien sämtliche Auflagen berücksichtigt und eine Ausgleichsrechnung sei ebenfalls vorgenommen worden. Sollte es in der Bevölkerung zu Kritik kommen, können laut Zeller auch noch einzelne Details während der Bürgerbeteiligung geändert werden.

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