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Nachwuchsreporter aus Linter lernen „den schönsten Beruf der Welt“ kennen: Besuch beim Küster: Staunen und Lachen im Dom

Gemeinsam mit dem Domküster Bruder Elmar entdeckten die ZING-Reporter der Grundschule Linter den Dom, genossen einen beeindruckenden Anblick und interessanten Einblick.
Domküster Bruder Elmar führte die Schüler in die Sakristei des Doms. Bilder > Domküster Bruder Elmar führte die Schüler in die Sakristei des Doms.
Limburg. 

Wir sind am Dom angekommen. Der erste Eindruck von außen und innen war atemberaubend. Der Dom hat viele Kriege überstanden und Menschen haben ihn vor vielen Jahren Stein für Stein mit der Hand erbaut.

Dann haben wir Domschwester Kristien getroffen. Sie war lieb, nett und sympathisch. Schwester Kristien führte uns in einen kleinen Raum, dort konnten wir unsere Rucksäcke abstellen. Sie zeigte uns zuerst ein kleines Modell vom Dom. Es stand in einer Glasvitrine. Für unsere Recherche konnten wir uns keine bessere Domführerin vorstellen.

In luftiger Höhe

Schwester Kristien schloss eine Tür auf, dort durfte sonst niemand einfach so durchgehen. Dann liefen wir eine enge Treppe hinauf. In vielen hunderten Jahren wurden die Stufen ausgetreten. Wir hatten Angst, auszurutschen. Der Ausblick von oben auf den Altar war wunderbar. Anschließend führte sie uns zu der riesigen Orgel. Danach gingen wir einen Rundgang in der Kirche, wir haben über ein Gemälde von den Bauarbeitern geredet.

Graffiti im Dom

Zwei Bauarbeiter haben sich den Spaß erlaubt, den heiligen Georg zu malen. Wir stellten bei unserer Betrachtung fest, dass auf dem Wandbild jedoch die Drachen den heiligen Georg bezwingen.

Wir haben ein Selbstportrait von einem Architekten gesehen. Das andere Porträt ist im Dom verschollen. Dann gingen wir wieder nach unten. Schwester Kristien führte uns zum Taufbecken. Vor dem großen Taufbecken waren wir sprachlos, weil hier in hunderten Jahren schon so viele Kinder und Erwachsene getauft wurden.

Die Gräber der Bischöfe

Schwester Kristien brachte uns anschließend zu der Gruft. Dort erzählte sie uns, dass sieben Bischöfe begraben wurden. Zwei jedoch wurden auf dem Gang vom Dom begraben und einer auf dem Friedhof.

Gespannt folgten wir Schwester Kristien in die Sakristei, denn nun sollten wir Bruder Elmar kennenlernen.

Johanna Heckhoff, Suha Baliz, Enola Ulrich, Alexandra Arndt

Bruder Elmar

Wir haben uns Bruder Elmar ganz anders vorgestellt. Schwester Kristien rief Bruder Elmar und er kam fröhlich und nett auf uns zu. Alle haben gedacht, dass Bruder Elmar eine Kutte anhätte. Doch er war ganz normal mit Pullover, Hemd und Hose gekleidet.

Kurze Zeit später brachte Bruder Elmar uns in die Bischofs-Sakristei. Er zeigte uns die Monstranz, den Kelch, auf dem viele Medaillons darauf waren, die Mitra, das Chrisamöl, das Krankenöl und das Katechumenöl. Besonders spannend war es für uns, den neuen Bischofsstab zu sehen.

In dem Bergkristall des Bischofsstabes waren verschiedene Menschen eingraviert. Bruder Elmar öffnete mehrere Schranktüren und darin befanden sich sehr schöne Gewänder. Jede Farbe der verschiedenen Gewänder hat eine andere Bedeutung. Von jedem sind etwa zehn Stück da, und der Stoff war sehr teuer. In den oberen beiden Schränken waren sehr wertvolle Adventsfiguren für die Krippe. Die Figuren waren handgemacht und mit wunderschönen Stoffen verziert.

Ein spannendes Leben

Wir waren alle neugierig und haben uns sehr viele Fragen ausgedacht. Bruder Elmar war so nett, uns alle zu beantworten. Er ist 56 Jahre alt und kommt aus Österreich. Er wurde im Bregenzer Wald geboren und in Becau, seiner Heimatgemeinde, getauft. Bruder Elmar berichtet, dass er ein fröhliches und spannendes Leben hat und immer Domküster in Limburg sein will. Seine Familie ist die Kirchengemeinde.

Bruder Elmar hat auch Haustiere, zum Beispiel Falken, Tauben und Fledermäuse, die im Dom leben. Vor seinem jetzigen Beruf war er Metzger. Später lebte er fünf Jahre in Rom. Bruder Elmar hat Führungen in den Katakomben gemacht und gleichzeitig Archäologie und Kunst studiert. In seiner privaten Zeit beschäftigt er sich gerne mit Kunst, liest gerne und mag Architektur.

Er ist seit zwei Jahren Domküster in Limburg. In den 90er Jahren machte Bruder Elmar seine Ausbildung zum Küster. Zu seinen Aufgaben gehört es, die Kerzen anzuzünden und auch das Licht. Er schaut, dass alles funktioniert. Die Leute freuen sich, wenn alles im Dom schön hergerichtet ist und Bruder Elmar ist glücklich, wenn alle zufrieden heimgehen.

An seinem Beruf mag er auch gerne, dass er mit vielen Menschen zu tun hat. Bruder Elmar betet sehr viel. Er arbeitet auch am Wochenende. Sein größter Wunsch für sein Leben ist es, einmal in den Himmel zu kommen. Viel zu schnell verging die Zeit mit Schwester Kristien und Bruder Elmar. Wir werden bestimmt wiederkommen.

Tim Gerhardt, Niklas Musgad, Miguel Heun, Henry Schnaider, Leon Sigfried, Max Walter, Anastasia Pirkov, Anel Dulic, Klassenlehrerin Christine Junker

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