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Antrag gestellt: Der Tontagebau soll erweitert werden

Für den Tontagebau Langweiden bei Obertiefenbach hat der Betreiber, die Firma Alois Weiss, eine Erweiterung um rund 2,4 Hektar beantragt. Das bestätigt das Regierungspräsidium (RP) Gießen auf Anfrage. Da gleichzeitig schon genehmigte Abbauflächen nicht genutzt werden, verringert sich die Gesamtfläche. Eine Genehmigung gibt es noch nicht.
Wird trotz neuer Flächen kleiner: der Tontagebau Langweiden bei Obertiefenbach. Wird trotz neuer Flächen kleiner: der Tontagebau Langweiden bei Obertiefenbach.
Beselich. 

Der Erweiterungsantrag stamme schon aus dem September 2016. Derzeit würden die Träger öffentlicher Belange gehört, zu denen auch die Gemeinde Beselich gehört. Deren Stellungnahme stehe noch aus, so die Pressestelle des RP. Die Gemeinde hatte vor wenigen Jahren die Zufahrtsstraße, den Kuhweg, saniert.

Neben der relativ kleinen Erweiterung des Tagebaus an zwei Stellen – 2,4 Hektar entsprechen etwa der Fläche von dreieinhalb Fußballfeldern – soll ein Teil der bisher genehmigten Abbaufläche nicht mehr genutzt werden. Damit verringert sich die gesamte Abbaufläche von derzeit 19,7 Hektar auf etwa 17 Hektar.

Konkret soll auf je einem etwa 20 Meter breiter Streifen in südlicher und in westlicher Richtung zusätzlich Ton abgebaut werden. Angesichts der jetzigen Entfernung von mehr als 500 Meter zur Wohnbebauung seien dadurch keine nennenswerten Auswirkungen zu erwarten, heißt es aus dem RP. Der Lkw-Verkehr könne direkt über die B 49 geführt werden. Insgesamt wandere das Tagebauloch in südlicher Richtung.

Später wieder Ackerland

Beim Regierungspräsidium geht man davon aus, dass sich auch jenseits des jetzigen Tagebaus noch Ton im Boden befindet. Ob sich dessen Abbau wirtschaftlich lohne müssten spätere Untersuchungen zeigen. Eine wichtige Frage sei, wie dick die Schicht ist, die über dem Ton liegt. Aktuell seien für den Tonabbau und die anschließende Rückverfüllung 60 Jahre eingeplant.

Wenn der Tonabbau einmal beendet sein werde, werde der Tagebau vollständig wieder aufgefüllt, teilt das Regierungspräsidium mit. Früher wurden die Flächen als Ackerland, Mähwiese oder Viehweide genutzt. Später sollen dort sowohl Maßnahmen zum Artenschutz umgesetzt als auch wieder landwirtschaftliche Nutzflächen hergestellt werden.

Bis 1980 war der Ton in Obertiefenbach unterirdisch abgebaut. Dabei kam man aber nur an den Ton in unmittelbarer Nähe der Stollen heran. Durch den Abbau im Tagebau kann das gesamte Tonvolumen mit Großmaschinen erreicht werden. Deshalb spricht man heute von einem „Nachlesebergbau“.

Der in Beselich gewonnene und aufbereitete Ton kommt in der regionalen und überregionalen feuerfesten und keramischen Industrie zum Einsatz. Darüber, wie viel Ton pro Jahr im Tagebau Langweiden abgebaut wird, gibt es keine Informationen. Das falle unter das Betriebsgeheimnis, sagt das Regierungspräsidium.

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