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Es gibt nur ein Heim: Lohrheim

Zwei Tage lang feierte die kleine Gemeinde Lohrheim ihre erste Erwähnung vor 1225 Jahren. Bei dem Fest stellten die Ortseinwohner eine intakte Dorfgemeinschaft unter Beweis.
Frauen der Gymnastikabteilung in passenden Gewändern vor der Fotoausstellung, die Rita Tolkmitt (links) zusammengetragen hat. Bilder > Foto: nn Frauen der Gymnastikabteilung in passenden Gewändern vor der Fotoausstellung, die Rita Tolkmitt (links) zusammengetragen hat.
Lohrheim. 

Mit einem zweitägigen Fest feierten die Lohrheimer am Wochenende ihren Ort, der vor 1225 Jahren gemeinsam mit fünf weiteren Dörfern der Verbandsgemeinde Hahnstätten in einer Schenkungsurkunde Königs Karl dem Großen an die Abtei Prüm zum ersten Mal erwähnt wurde. Der Festausschuss hatte ein umfangreiches Programm auf die Beine gestellt, das an beiden Tagen alles andere als langweilig war.

Ein Höhepunkt der Festlichkeiten war ein bunter und extrem unterhaltsamer Kommers am Samstagabend in der Mehrzweckhalle, zu dem Ortsbürgermeister Rudolf Kubitza und der Moderator des Abends, Jürgen Eberhard, die Bürger der Gemeinde und die geladenen Ehrengäste mit Landrat Frank Puchtler, dem SPD-Landtagsabgeordneten Jörg Denninghoff und Verbandsgemeinde-Bürgermeister Volker Satony an der Spitze willkommen hießen.

Neben deren Grußworten präsentierten sich alle Lohrheimer Ortsvereine dem Publikum. Wochenlang hatten sich die Frauen der Gymnastikabteilung, die Mitglieder der Parkoursportler aus dem Sportverein, die Sängerinnen und Sänger von „Pro men Aar“ und dem Projektchor des Turn- und Freizeitvereins (TuF) sowie das „jüngste Lohrheimer Kind“, die neu formierte Garde des TuF, auf ihre Beiträge vorbereitet.

 

Larheim – Lohrheim

 

An den eigentlichen Anlass des Festes, an die urkundliche Ersterwähnung von Lohrheim – seinerzeit noch Larheim – erinnerte Ortschronist Paul Schmidt. Er nutzte dazu eine von ihm speziell für das Fest erstellte Schrift, die einen chronologischen Ablauf durch 1225 Jahre Ortsgeschichte Lohrheim beinhaltet. Schmidt beendete seine Ausführungen mit einem Zitat von Altbürgermeister Otto Hirschberger: „Es gibt nur ein Heim, und das ist Lohrheim!“

In das aktuelle Zeitgeschehen zurück holte dann „Neubürgermeister“ Rudolf Kubitza das Publikum, als er gemeinsam mit Detlef Euler als „Hannes“, allerlei Neues und Intimes aus Lohrheim glossierte. Nach dem offiziellen Teil soll es mit Alleinunterhalter Christof Eid für den einen oder anderen Lohrheimer „auch etwas länger geworden sein“.

Am Sonntag verbrachte allem Anschein nach ganz Lohrheim den Tag in und rund um die Mehrzweckhalle. Schon beim Jubiläumsgottesdienst blieb kein Stuhl leer, und beim sich anschließenden Frühschoppen, der durch die Aartaler Jagdhornbläser musikalisch bereichert wurde, wurde Geselligkeit „groß geschrieben“. Vor der Halle drehte sich die „Sau am Spieß“, die Feuerwehr zeigte auf dem Platz vor der Halle eine Vorführung, und für Spiel und Spaß war mit Hüpfburg, Bogen- und Torwandschießen sowie Wasserspritzstation vorgesorgt.

Immer wieder dicht umlagert war die in der Halle aufgebaute historische Fotoausstellung, die vor allem bei der älteren Generation für jede Menge Gesprächsstoff sorgte und die Erinnerungen wach werden ließ. Und auch am Sonntag sorgte ein Nachmittagsprogramm für Kurzweil und allerbeste Unterhaltung. Mit Tanzvorführungen des TuF und der Gymnastikabteilung, der Fußball-Altstars sowie der Tanzgruppe „La Boum“ aus Niederneisen lockte man die Bevölkerung immer wieder in die Halle. Ortsbürgermeister Rudolf Kubitza bedankte sich während des Festes bei allen Beteiligten für deren Einsatz und Engagement und machte Reklame für den traditionellen Kirmesumzug am 18. Oktober. „Der wird in diesem Jahr historisch sein“.

(rpk)
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