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Solarstrom: Firma IBC Solar will Photovoltaikanlage im Elbgrund errichten

Von Wird auf einem Gelände in der Gemarkung Elbgrund in den nächsten Jahren eine große Photovoltaikanlage gebaut? Es sieht alles danach aus. Denn die Mitglieder des Elbtaler Haupt- und Finanzausschusses sowie die des Ausschusses Bau und Umwelt haben mit einer deutlichen Mehrheit der Gemeindevertretung ein positives Signal gesendet.
Sie stellten das Projekt Photovoltaikanlage bei einer Sitzung in Dorchheim vor: (v. re.) Antje Gärtner, Andreas Hofmann, Reinhard Horn und Achim Fröhlich. Foto: Klaus-Dieter Häring Sie stellten das Projekt Photovoltaikanlage bei einer Sitzung in Dorchheim vor: (v. re.) Antje Gärtner, Andreas Hofmann, Reinhard Horn und Achim Fröhlich.
Elbtal. 

Nur ein Thema mussten die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses sowie des Ausschusses Bau und Umwelt in einer gemeinsamen Sitzung am Mittwochabend im Dorfgemeinschaftshaus Dorchheim behandeln. Es ging um den Antrag der Firma IBC Solar, die auf einem Privatgelände in der Gemarkung Elbgrund eine Photovoltaikanlage errichten möchte.

Anwesend waren neben den Mitgliedern der beiden Ausschüsse auch Elbtals Bürgermeister Joachim Lehnert sowie Projektentwicklerin Antje Gärtner und Andreas von der Firma ICB Solar, Reinhard Horn von der Firma Enatek, die die Planung übernommen hat, sowie der Grundstückseigentümer Achim Fröhlich aus Dornburg-Langendernbach.

500 Euro für die Gemeinde

Auch bei der Errichtung von Photovoltaikanlagen müssen verschiedene Kriterien erfüllt werden, bevor sie genehmigt werden können. So muss ein Abstand von 110 Metern zu Autobahnen und Bahnstrecken eingehalten werden. Für den Betreiber ist die wirtschaftliche Rentabilität, bedingt durch die Lage, letztendlich ausschlaggebend.

Die Bauweise der Anlage ist nach den Worten der Projektierer vergleichbar mit der Anlage in Waldbrunn-Fussingen. Die Module sollen für Elbtal und die umliegenden Gemeinden so viel Strom produzieren, dass gut 1500 Haushalte versorgt werden könnten. Von der Gesamtfläche des Grundstücks von 9,2 Hektar würden 5,5 Hektar für die Anlage benötigt.

Am oberen Rand ist das mit Hecken und Bäumen eingezäunte Gelände zu sehen, auf dem die Anlage entstehen soll. Vorne im Bild die B 54 zwischen Elbgrund und Langendernbach. Bild-Zoom Foto: Klaus-Dieter Häring
Am oberen Rand ist das mit Hecken und Bäumen eingezäunte Gelände zu sehen, auf dem die Anlage entstehen soll. Vorne im Bild die B 54 zwischen Elbgrund und Langendernbach.

Bis die Gemeinde von dem 3,5- Millionen-Projekt finanziell profitiert, werden jedoch einige Jahre ins Land gehen. Da die Anlage in den ersten sieben bis acht Jahren steuerlich abgeschrieben wird, fließen auch erst nach Ablauf dieser Zeit die ersten Gewerbesteuereinnahmen in die Gemeindekasse. Für die Zeit ab Inbetriebnahme bis zur Gewerbesteuervereinnahmung bietet die Firma nun einen Gewerbesteuerausgleichsbetrag in Höhe von 500 Euro pro Jahr an.

Die Anlage hat nach den Worten von Antje Gärtner eine Betriebszeit von 30 Jahren. Bürgermeister Joachim Lehnert wollte wissen, wer für den Rückbau der Anlage nach Ende der Betriebszeit zuständig sei. Die sei die Aufgabe des Grundstücksbesitzers, lautete die Auskunft.

Betrieb 2019

Jetzt könnte es schnell gehen: In einer ihrer nächsten Sitzungen wird die Gemeindevertretung sich mit dem Aufstellungsantrag beschäftigen. Eine frühzeitige Untersuchung zu Blendwirkungen ist noch für dieses Jahr geplant, ebenso der Beginn des Bauleitverfahrens. Der Beginn der Bauarbeiten könnte im Januar 2019 und die Inbetriebnahme im April 2019 sein.

Die Anlage soll nach Auskunft von Antje Gärtner, wenn überhaupt, von der umliegenden Wohnbebauung aus so gut wie gar nicht zu sehen sein. Lediglich ein ganz geringer Teil von Waldmannshausen könne freie Sicht haben .

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