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Senioren im „Quartier Süd“: Gemeinsames Kochen statt Truppenverpflegung

Senioren statt Soldaten, gemeinsames Kochen statt Truppenverpflegung, das vertraute Sofa statt Doppelstockbetten: Im „Quartier Süd“ in Montabaur entsteht ein neues Angebot für die ältere Generation. Was genau anstelle in und an der ehemaligen Bundeswehr-Kantine passiert, das verrieten Investor und Quartier-Manager beim Pressetermin.
Geschäftsführerin Katharina Kasper (rechts) stellte die Leiterin der neuen Anlage, Ursula Ewens, vor. Links Martin Koch von der Quartiersmanufaktur. Foto: Klaus-Dieter Häring Geschäftsführerin Katharina Kasper (rechts) stellte die Leiterin der neuen Anlage, Ursula Ewens, vor. Links Martin Koch von der Quartiersmanufaktur.
Montabaur. 

Senioren in der Region Montabaur können sich ab Oktober über alternative Wohnformen und zusätzliche Pflegeangebote freuen. Elisabeth Disteldorf, Geschäftsführerin der Katharina Kasper ViaSalus GmbH, erläuterte die Pläne gemeinsam mit Dr. Martin Koch, geschäftsführender Gesellschafter der Quartiersmanufaktur, und Bernd Saas, geschäftsführender Gesellschafter der Lenz & Saas Immobilienanlagen GmbH.

Im Quartier Süd in Montabaur entstehen zwei neue Einrichtungen, deren Angebote zwei ambulant geführte Wohn- und Pflegegemeinschaften mit jeweils zwölf Plätzen, sechs Service-Wohnungen und eine Tagespflege mit zwölf Plätzen umfassen. Zu diesem Zweck befindet sich die zentral gelegene ehemalige Kantine der Westerwaldkaserne bereits im Umbau und wird vollständig modernisiert. Ein zweites Gebäude, in dem die Tagespflege ihren Platz finden wird, wird direkt daneben neu errichtet.

Lücke geschlossen

Ganz im Sinne einer durchgehenden pflegerischen Versorgungskette, wie sie Elisabeth Disteldorf realisieren möchte, schließt das Angebot der Wohn- und Pflegegemeinschaften Bedarfslücken zwischen ambulanter Pflege daheim und Aufnahme in ein Seniorenzentrum. So sichern sich alte Menschen die maximal mögliche Selbstständigkeit, ohne Kompromisse bei der Pflege zu machen. Die Wohn- und Pflegegemeinschaften ermöglichen es den Bewohnern, eigene Möbel mitzubringen. Die Freizeit kann gemeinsam gestaltet werden. Auch gekocht wird zusammen.

Wer die eigene Wohnung bevorzugt, der hat im Quartier Süd trotzdem die Gesellschaft von Altersgenossen und kann Service hinzu buchen: Beispielsweise hauswirtschaftliche Hilfe oder Speisenversorgung. Für alle angebotenen Wohnformen steht der ambulante Dienst „Hilfe Daheim“ der Katharina Kasper ViaSalus GmbH, der die Einrichtungen auch personell verwalten wird, bei Bedarf zur Verfügung.

Eine Pflegeberatung soll Senioren und Angehörige zum Beispiel bei Fragen rund um die Versorgung und zu Finanzierungsmöglichkeiten unterstützen, beim Ausfüllen von Anträgen helfen und auf Wunsch auch Begutachtungen zur Pflegeeingradung begleiten.

Raum für Kultur

Um den Stadtteil zu beleben und eine Kultur des Miteinanders zu fördern, soll mit dem Quartierstreff eine soziale Anlaufstelle entstehen. Ob Hausaufgabenhilfe, Spiele- und Bastel-Nachmittage, Vorträge, ein Chorprojekt, Feste oder ein Nachbarschafts-Café – hier soll „alles“ möglich sein. Die Lage des Quartierstreffs auf dem sogenannten Campus im Herzen des Quartier Süd eignet sich hervorragend für dieses ambitionierte Projekt und bietet zudem eine perfekte Plattform für die Aktion „Miteinander im Quartier“, die die Trägergesellschaft bereits seit längerer Zeit an anderen Standorten erfolgreich durchführt und die sich zum Ziel gesetzt hat, Menschen in ihrem Quartier einander näher zu bringen, miteinander zu vernetzen und eine Begegnungs- und Anlaufstelle für Jung und Alt zu sein.

Investiert werden in dieses Projekt rund sieben Millionen Euro. Die Fertigstellung ist für Oktober vorgesehen. Zu den Besonderheiten zählen das weitläufige Grundstück mit schönem, alten Baumbestand. Die Anlage zeichnet sich für die Bewohner weiterhin durch einen Nutzungsbereich aus, der auf einer Ebene liegt. Die Bewohnerzimmer sind mit eigenen Terrassen geplant und es gibt einen teilweise überdachten Innenhof. kdh

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