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Westerwald Bank will wachsen: Grünes Licht für Fusion mit Volksbank Montabaur–Höhr-Grenzhausen

Grünes Licht für die geplante Fusion mit der Volksbank Montabaur–Höhr-Grenzhausen hat die Vertreterversammlung der Westerwald Bank gegeben. Außerdem stimmten die Mitglieder der Gründung einer neuen Stiftung zu.
Symbolbild Foto: Fredrik von Erichsen (dpa) Symbolbild
Hachenburg/Montabaur. 

Die Vertreterversammlung der Westerwald Bank Hachenburg hat das Konzept für die geplante Fusion mit der deutlich kleineren Volksbank Montabaur–Höhr-Grenzhausen mit großer Mehrheit angenommen. Nach der Eintragung in das Genossenschaftsregister wird die neu geschaffene Bank mit einer Bilanzsumme von mehr als 2,8 Milliarden Euro bei Eigenkapital von über 256 Millionen Euro und etwa 167 000 Kunden zu einem der großen Akteure der heimischen Bankenlandschaft.

Die Bilanzsumme der Westerwald Bank stieg im zurückliegenden Jahr um 3,7 Prozent auf 2,37 Milliarden Euro, die Kundenkredite legten um 3,5 Prozent auf 1,53 Mrd. Euro zu. Die Kreditzusagen stiegen auf über 401 Mio. Euro bei Einlagen, die um 8,9 Prozent auf 1,94 Mrd. Euro anwuchsen. „Starke Wachstumsraten in einer starken Region“, kommentierte Vorstandssprecher Wilhelm Höser. Und dies trotz ständig steigender Belastungen der Regulatorik und Negativzinsen. Die von der Bank betreuten Geschäftsvolumina konnten in der genossenschaftlichen FinanzGruppe um 5,2 Prozent auf nunmehr 4,67 Mrd. Euro ausgedehnt werden. Die betreuten Kundenkredite stiegen auf über 1,82 Mrd. Euro, während das betreute Kundeneinlagevolumen 2,85 Mrd. Euro aufwies.

Überschuss wächst

Bei den Ergebnissen im Dienstleistungsgeschäft zeigten sich verstärkt die Auswirkungen der Niedrigzinsen. Das Sachversicherungsgeschäft war leicht rückläufig, während es bei den Lebensversicherungen leichten Zuwachs gab. Deutlich rückläufig waren die Abschlüsse der Fondsprodukte der Union Investment mit 59,3 Mio. Euro nach 82,9 Mio. Euro. Laut Höser hat der Immobilienboom dazu geführt, dass Fondsprodukte bei Neuemissionen kontingentiert werden müssen. Bei den Bausparverträgen reduzierte sich das Volumen auf 71,9 Mio. Euro (Vorjahr 94,6 Mio. Euro), während sich der Zertifikateabsatz positiv entwickelte.

Der Jahresüberschuss stieg nach Hösers Angaben auf 6,42 Mio. Euro nach 6,36 Mio. Euro im Vorjahr. Bei den Mitarbeitern habe die Bank einen exzellenten Ruf als Arbeitgeber, so Höser mit Blick auf das im Frühjahr 2017 verliehene Top-Job-Qualitätssiegel. „Wir müssen“, so Höser, „unsere Bank jeden Tag neu auf die veränderten Kundenbedürfnisse ausrichten. Beratung passiert heute nicht nur in der Filiale, sondern auch per Video oder direkt am Telefon und zukünftig auch direkt im Internet.“

Digitalisierung

Die Digitalisierung der Bank schreitet voran, was mit der Vorstellung weiterer Internetplattformen verdeutlicht wurde. So ist für die Mitglieder der Bank eine neue Plattform entwickelt worden, die im Laufe des Jahres nun für alle Mitglieder geöffnet wird.

Trotz ihrer Größe fühlt sich die Bank laut Höser den genossenschaftlichen Prinzipien verbunden. Dies zeige eine neue Initiative der Westerwald Bank. Die Vertreterversammlung stimmte der Gründung einer Stiftung „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu. Damit will das Institut in Not geratene Mitglieder und Kunden direkt unterstützen. Die Bank erwartet mit der Stiftung eine noch bessere Vermittelbarkeit des genossenschaftlichen Gedankenguts, das im November 2016 durch die Auszeichnung als immaterielles Weltkulturerbe besonders geehrt wurde. Für Dr. Ralf Kölbach ist es Teil des Selbstverständnisses der Westerwald Bank, dass innerhalb der Stiftung und einer direkten Kommunikation mit den Mitgliedern eine aktive Hilfe zur Selbsthilfe im Sinne von Hermann Schulze-Delitzsch und Friedrich Wilhelm Raiffeisen greifbar und erlebbar wird.

(nnp)
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