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Filmprojekt: Im Diezer Industriegebiet entsteht die Szene für einen Krimi

In einer Diezer Industriehalle haben die Dreharbeiten für einen Film begonnen. Das Skript haben zwei junge Männer aus Heistenbach geschrieben, die Schauspieler stammen aus der Region.
Vorbereitungen zum Dreh: Marcel Gregory bekommt letzte Instruktionen von Joshua Müller. Kameraassistent Christian Barwich hat die Musik beigetragen, Noah Krtsch ist Kameramann, Richard Beck Tonassistent und Nils Philipp Tontechniker (von rechts). Vorbereitungen zum Dreh: Marcel Gregory bekommt letzte Instruktionen von Joshua Müller. Kameraassistent Christian Barwich hat die Musik beigetragen, Noah Krtsch ist Kameramann, Richard Beck Tonassistent und Nils Philipp Tontechniker (von rechts).
Diez. 

Der Wagen stoppt vor der Halle. Ein Mann steigt aus, rennt hinein. Es folgt ein zweites Fahrzeug, wieder springt ein Mann heraus, auch er rennt ins Gebäude. Aber: Er zückt zuvor eine Waffe. Im stockdunklen Lager sucht Detektiv Louis Anderson nach dem flüchtenden Ganoven und steht plötzlich im grellen Licht der Deckenbeleuchtung. Ein Schuss fällt. Und es fällt noch etwas: die Klappe für das Kamerateam . . .

„Tatort“ ist eine Halle der Firma EMW im Diezer Gewerbegebiet. Joshua Müller dreht hier mit einem Team aus Frankfurt eine Szene, die später mal in einen Film münden soll. Der 21-Jährige aus Heistenbach hat Großes vor – mit dem Streifen, der in Limburg entstehen und spielen soll, möchte er Aufmerksamkeit auf die Domstadt lenken, sie hervorheben.

Die undurchsichtige Szene im Innern der Halle findet ihre Fortsetzung draußen vor dem Rolltor. Mit gezogener Dienstwaffe steht die herbeigeeilte Verstärkung vor dem Gebäude, als sich eine Tür öffnet. Heraus kommt Detektiv Anderson. Und der darf sich von seinem aufgebrachten Kollegen gleich mal ein paar derbe Worte zum Thema Eigensicherung anhören.

Vorbild Rembrandt

Mehr verrät Müller noch nicht. Zusammen mit Tristan Matzkeit (23), einem Freund aus Heistenbach, hat der Dozent für Wirtschaftsenglisch in Montabaur das Drehbuch geschrieben, 70 Seiten stark.

In dem Krimi geht es um einen verschwundenen Jungen, der von seinen Freunden und dem Polizisten gesucht wird. Vor mehr als einem Jahr haben die Arbeiten am Skript begonnen, die Idee dazu liegt noch weiter zurück. Zeigen, dass Ausbildung oder Studium nicht unbedingt nötig sind, um etwas auf die Beine zu stellen, das ist das Anliegen des früheren Waldorfschülers, der schon in der Schule Theater spielte und eine Vorliebe fürs Fotografieren und Filmen entdeckte.

Und in der Tat wirkt das Geschehen in der Lagerhalle improvisiert. Als Darsteller hat Müller für die Figur des Louis Anderson Marcel Gregory aus Lindenholzhausen gewonnen, dem Model und Schauspieler steht als Detektiv Kent Patrik Kunke aus Kaltenholzhausen zur Seite. Die Leute an der Technik sind in Frankfurt beschäftigt, kommen aber irgendwie aus der Region. Man ist, sagt Joshua Müller, miteinander bekannt.

In der Vergangenheit sind unter der Regie des Heistenbachers diverse Kurzfilme entstanden, darunter ein Psychothriller rund um einen Serienmörder und eine Komödie im Science-Fiction-Format. Am Wochenende sind zunächst Detailarbeiten zu leisten, bevor die Szene scharf gestellt wird. Beleuchtung, Ton, Instruktionen an die Darsteller . . . Die Zeit vergeht, bis der – so nennt Müller es – Prolog im Kasten ist.

Nach der Bearbeitung beginnt der Aufwand, um Stadt, Sponsoren und Interessierte für das Projekt zu gewinnen. Erst dann kann mit den Aufnahmen zum Film begonnen werden. Die Ansprüche, die Joshua Müller andeutet, lassen aufhorchen. Keinen Geringeren als Rembrandt, den niederländischen Maler, bringt der 21-Jährige ins Spiel. Dessen „Belichtungstechnik“ hat es dem jungen Filmemacher angetan – und vor Jahren zum intensiven Studium in eine Ausstellung nach Frankfurt gelockt.

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