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Umgehungsweg in Lohrheim: Kampf gegen Lärm und Staub

Auf sehr großes Interesse stieß die erste Einwohnerversammlung des im vergangenen Jahr neu gewählten Gemeinderates von Lohrheim. Hauptthema war der neue Fahrweg zur Umfahrung des Klärteiches im Bereich Kalkwerk Schaefer.
Erste Rodungsarbeiten am Klärteich wurden bereits durchgeführt.	Fotos: Kahl Bilder > Erste Rodungsarbeiten am Klärteich wurden bereits durchgeführt. Fotos: Kahl
Lohrheim. 

Die dringend notwendige Baumaßnahme beschäftigt das Unternehmen bereits seit drei bis vier Jahren, nachdem man im alten Lay-Bruch an der Westseite (die höchste Wand im Bruch) Bewegung im Hang registrieren musste. Aus Sicherheitsgründen kann der Umfahrungsweg des Bruches an dieser Stelle – zwischen Bruch und dem in Richtung Lohrheim gelegenen 1,6 Hektar großen Klärteich – nicht mehr genutzt werden.

Info: Transporte

Am Rande der Einwohnerversammlung gab das Unternehmen bekannt, dass die Abraumtransporte zur Grube Hibernia weitestgehend abgeschlossen seien und nun lediglich nur noch Oberboden als

clearing

Bei der Suche nach Lösungen verfolgte das Unternehmen stets, den ursprünglichen Weg zu erhalten, doch als einzig akzeptable Alternative blieb am Ende nur die Möglichkeit, den Klärteich auf einer Länge von rund 500 Metern zu umfahren. Auf dem Weg werden Betriebsfahrzeuge (Bagger, Radlader, Schwerlast-Lkw) die für den öffentlichen Verkehr nicht zugelassen sind, fahren.

 

Einsatz nach Bedarf

 

Bei der Vorstellung der neuen Trassenführung im vollbesetzten Saal des Gasthauses Markloff sprach Dr. Holger Drescher, Bereichsleiter Technik und Umwelt von Schaefer Kalk, von einer maximalen Fahrzeugbewegung von rund zehn Fahrzeugen täglich. „Da wir betriebsintern nur einen Fuhrpark vorhalten, setzen wir die Kfz je nach Bedarf zwischen den beiden Brüchen um“, so Drescher.

Neben den Befürchtungen weiterer, erheblicher Einschnitte im Bereich Wohnwert und Lebensqualität bestand bei einigen Besuchern der Versammlung Informationsbedarf hinsichtlich weiterer Lärm- und Staubbelastungen. Eine Teilnehmerin sprach bei der vorgesehenen Maßnahme, von „Salami-Taktik“ seitens des Unternehmens. Nach dem Merschelbruch, der Halde Silberfeld nun der Umgehungsweg: „Schaefer Kalk rückt immer näher in Richtung Lohrheim!“

 

Vertrauensvoll

 

Dr. Drescher sprach demgegenüber von einer, stets praktizierten vertrauensvollen und vor allem transparenten Verfahrensweise bei beabsichtigten Vorhaben seines Unternehmens. Er erinnerte an Informationsveranstaltungen vor der Einrichtung des Merschelbruches, der Halde Silberfeld oder der neuen Brecheranlage. Dies passierte immer vor der Einleitung von Genehmigungsverfahren. Auch diesmal war Schaefer Kalk bereits vor Wochen auf den Gemeinderat zugegangen, um zu informieren und Bedenken und Wünsche, insbesondere in der Gestaltung der Schall-, Sicht- und Staubschutzmaßnahmen entlang des Umfahrungsweges, einfließen zu lassen. Eine Wallführung in Höhe von drei bis vier Metern mit Busch- und Baumbepflanzung von weiteren drei bis fünf Metern (Einzelbäume bis 15 Meter) sind vorgesehen.

Aus der Versammlung wurde der Wunsch geäußert, eine zusätzliche Wallerhöhung zu prüfen, da die vorgesehene Aufschüttung als zu gering erscheine. Zudem solle Schaefer Kalk die Umsetzung der Betriebsfahrzeuge zeitlich so steuern, dass zumindest zum Wochenende die Belastung minimiert bzw. ausgeschlossen sei. Ein derzeitiges Ackergelände vor dem zukünftigen Wall soll zu einer Streuobstwiese umgestaltet werden. Der überarbeitete Genehmigungsantrag an die Kreisverwaltung soll laut Unternehmensleitung in Kürze eingereicht werden.

(rpk)
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