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Zeitung in der Grundschule: Mosaikstein der Bildung

Von Die Nassauische Neue Presse wird bunter: Knapp 600 Dritt- und Viertklässler aus 30 Schulklassen der Region schreiben in den kommenden Monaten für die „Zeitung in der Grundschule“, eine regelmäßig erscheinende Sonderseite der NNP-Lokalausgabe. Unterstützt wird das Projekt von der Vereinigten Volksbank Limburg und der WERKStadt.
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Limburg. 

Wie funktioniert die Zeitung, und wie fühlt sie sich an – das sollen knapp 600 Jungen und Mädchen aus 30 Schulklassen während der kommenden drei Monate als Nachwuchsreporter für die „Zeitung in der Grundschule (ZING)“ erfahren, fasste Klaus Merz, Vorstandsvorsitzender der Vereinigten Volksbank Limburg, das Projekt zusammen, für das sein Kreditinstitut gemeinsam mit der WERKStadt die Patenschaft übernommen hat. Die Kooperation seines Hauses mit der Nassauischen Neuen Presse belege einmal mehr die Heimatverbundenheit der Volksbank, betonte Merz bei der ZING-Auftaktveranstaltung. „Wir wollen nicht von der Region leben, sondern mit der Region.“ Und gerade auf lokaler Ebene sei der „besondere Blickwinkel“ der Grundschüler besonders reizvoll, bestätigte NNP-Redaktionsleiter Joachim Heidersdorf, der das Projekt seit vielen Jahren begleitet.

Zwar habe bei ihm anfangs Skepsis überwogen, räumte Heidersdorf ein: Dass neun- und zehnjährige Kinder recherchieren und schreiben könnten, habe er sich zunächst nicht vorstellen können. Aber die Ergebnisse der vergangenen Jahre überzeugten den Redaktionsleiter. „Es ist höchste Zeit, dass ZING wieder losgeht“, begrüßte er die Teilnehmer der Auftaktveranstaltung. Die Kinder seien aufmerksam und wissbegierig – und „sie greifen neue Themen auf, die wir sonst nicht in der Zeitung hätten“.

Unterstützung

Dies würde ohne die Unterstützung der Lehrerinnen und Lehrer nicht gelingen, die viel Zeit und Kraft in die zusätzliche Zeitungsarbeit investierten. Aber, meinte Heidersdorf, der Aufwand lohnt sich. Denn die Zeitung in der Grundschule trage dazu bei, den Unterricht spannender und abwechslungsreicher zu gestalten. „Das Projekt ist ein Mosaikstein in der Bildung und Entwicklung der Kinder“, formulierte er.

Über drei Monate werden die Grundschüler jeden Tag die NNP bekommen und so verschiedene Themen erarbeiten und vertiefen können. Erfreulich sei dabei, dass die Kinderreporter nicht bei virtuellen, sondern bei realen Zielen recherchieren werden, erklärte Dr. Markus Moog vom Institut zur Objektivierung von Lern- und Prüfungsverfahren (IZOP), Aachen, das auch in diesem Jahr die pädagogisch-wissenschaftliche Betreuung von ZING übernimmt. „Ich finde es schön, dass die Partner nicht nur Geld geben, sondern auch inhaltliche Partner sind“, sagte er. So wird beispielsweise eine Klasse ein „Frühstück mit dem Chef der Vereinigten Volksbank“ zu sich nehmen und dabei die Atmosphäre eines Arbeitsessens erleben. Eine andere Gruppe wird sich in der WERKStadt über aktuelle Spielwarentrends informieren, so Moog.

Dabei handele es sich nicht um einen Klassenausflug, sondern um eine Informationsveranstaltung, bei dem ein Thema erfasst und anschließend kindgerecht in der Zeitung präsentiert wird. „Die Kinder sind motiviert und können das“, unterstrich IZOP-Mitarbeiter Dr. Norbert Hilger.

Dass die Zeitung in der Grundschule tatsächlich ein nachhaltiges Projekt ist, bekräftigte Sebastian Bäcker, Lehrer an der Freiherr-vom-Stein-Schule in Dauborn. Er habe vor mehr als 20 Jahren als Schüler an einem ähnlichen Zeitungsprojekt teilgenommen und am Bankenplatz Frankfurt recherchiert. „Das hat mir damals viel Spaß gemacht, und den sollen meine Schüler auch haben.“

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