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Musikalische Sternstunde

Zu einem glanzvollen Konzert zu Gunsten der Leberecht-Stiftung hatte die Nassauische Neue Presse am Sonntagabend in die Pallottinerkirche eingeladen. Die Domsingknaben, Mezzosopranistin Alison Browner und Organist Carsten Igelbrink bescherten dem Publikum einen zauberhaften Abend.
Alison Browner sang wundervoll.	Fotos: Max Bochmann Bilder > Alison Browner sang wundervoll. Fotos: Max Bochmann
Limburg. 

. Jedes Jahr am ersten Adventssonntag wird es eng in der Pallottinerkirche. Das Leberecht-Konzert, dessen Erlös behinderten und benachteiligten Kindern zu Gute kommt, hat sich längst als ein weit über die Stadtgrenzen hinaus bekanntes Großereignis etabliert. Doch allen Anzeichen einer Massenveranstaltung zum Trotz wurden die Zuhörer auch in diesem Jahr mit einem Konzert von atemberaubender musikalischer Exklusivität beschenkt.

Bereits der Appetithappen zu Beginn, Andreas Hammerschmidts Motette „Machet die Tore weit“, offenbarte, dass hier eine Sternstunde zu erleben sein würde. Klaus Knubben und Stimmbildner Wilhelm Gries hatten die Domsingknaben auf ein Niveau überwältigender Strahlkraft geführt. Bei den Domsingknaben wird weiche und weit angelegte Feierlichkeit nicht mit einem diffusen Klangnebel verschleiert. Diese jungen und jugendlichen Sänger sind zu einem hochkonzentrierten und prägnanten Energiebündel zusammengefügt. Sie präsentieren sechsstimmige Motteten wie etwa Hans Leo Hasslers „Verbum caro factum est“ so herrlich nuancenreich, dass die zarte Anmut dieser Musik ein völlig neues Hörerlebnis ermöglicht.

Ebenfalls tief beeindruckend gelang Johann Christoph Bachs „Lieber Herr Gott, wecke uns auf“ für zwei vierstimmige Chöre und Orgel. Dynamische Präzision und hohes interpretatorisches Einfühlungsvermögen erfordert dieses anspruchsvolle Werk. Die Domsingknaben erfüllen diese Voraussetzungen. Jede Stimmlage ist in sich vollkommen homogen.

Große Harmonie

Wie gut die jungen Stimmen der kleineren Knaben mit den Tenören und Bässen der älteren harmonieren, war mit anrührender Klarheit bei „Willkommen, süßer Bräutigam“ von Vincent Lübeck zu hören, das ein kleines Chorensemble gemeinsam mit Mezzosopranistin Alison Browner vortrug.

Ein hohes Maß an intensiver Eindringlichkeit war indes auch bei Felix Mendelssohn-Bartholdys „Herr, wir traun auf deine Güte“ zu spüren. Diese Motette für vier Stimmen, Sopran und Orgel (Wilhelm Gries) schuf eine Atmosphäre friedlicher Einigkeit, wie sie bei Großveranstaltungen eher selten zu erfahren ist. Zauberhaft akzentuiert kontrastierten hier Chor- und Solostimme.

Doch auch die solistischen Beiträge von Alison Browner, „Lasset uns singen von der Gnade des Herrn“ sowie „Sei stille dem Herrn“ strahlten in vorweihnachtlicher Erwartung und Freude.

Ein besonderes Glanzlicht in diesem Konzert setzte Organist Carsten Igelbrink mit seiner Choralimprovisation über „O Heiland, reiß die Himmel auf“. Diese musikalisch verarbeiteten Gedanken donnerten nicht durch die Kirche, sondern sie breiteten sich behutsam und achtsam aus. Dieses Orgelspiel ist große Kunst statt wohlfeiler Künstlichkeit.

Mit lang anhaltendem Jubel bedankten sich die Zuhörer bei Organist Carsten Igelbrink, Solistin Alison Browner und bei den großartigen Domsingknaben.

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