E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Neu-Isenburg 20°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

Fastnacht: Narren feiern auf den Rosenmontagsumzügen des Nassauer Lands

Mit den Rosenmontagszügen hat die närrische Zeit gestern ihren Höhepunkt erreicht. In vielen Orten des Nassauer Lands feierten die Menschen ausgelassen auf den Straßen.
Runkel/Dehrn/Hintermeilingen/Mengerskirchen. 

Traumhaftes Wetter lockte viele bunt kostümierte Närrinnen und Narren in den Dorfmittelpunkt von Hintermeilingen. Dort gab es neben viel Freibier auch die ein oder andere Bratwurst, einen leckeren Hähnchenschenkel und dazu original Westerwälder Kartoffelkrapfen. Frisch gestärkt ging es dann in den Zug, wo fleißig Süßigkeiten und Hochprozentiges geworfen und lautstark Helau gerufen wurde. Die freiwillige Feuerwehr konnte sich als Veranstalter sowohl auf treue Gruppen als auch auf fröhlich feiernde Fans verlassen. Den Anfang machte der Kindergarten. Die ganz Kleinen trennten sich schnell von Bonbons und Popcorn, die sie in der jubelnden Menge verteilten. Gleich dahinter die Freunde vom Musikverein Heckholzhausen, die in jedem Jahr mit Stimmungsliedern das Publikum anheizen.

Viele Gruppen hatten sich zu einem Thema bunt kostümiert. Da zeigte sich unter anderem die Gymnastikgruppe als Matrosen mitsamt einer selbst gebauten „Aida“. Erstmals auf einem Fastnachtszug im heimischen Raum zu sehen war ein Wurfzettel, der in Richtung der großen, lautstarken Musikwagen ging. Darauf war zu lesen: „Laute Musik – Cool! – Weinende Kinder am Straßenrand – nicht cool! Weniger ist mehr – Spaß für alle!“ Der Zettel kam allerdings nicht bei allen Wagen gut an.

Durch die Straßen der Altstadt führte der Zug in Runkel . Die Garde aus Weinbach war ebenso dabei wie die dortigen Kirmesburschen. Aus Villmar waren die Hüttencrew und die Grillmeister der Männergruppe Wirbelau angereist. Aus Gräveneck war die Kirmesjugend vertreten, aus Aumenau/Villmar die fliegenden Einhörner. Die Musiker des Blasorchesters des TV Runkel sorgten für flotte Klänge. Zahlreiche private kleine und große Fußgruppen, oft Bollerwagen im Schlepptau, liefen im Zug mit und sorgten für ein schön buntes Bild.

Bilderstrecke Närrischer Lindwurm schlängelt sich durch Hadamar
Der närrische Dreierbundzug in Hadamar wurde zu einem großen Ereignis für tausende von Narren aus nah und fern, die den Zugverlauf vom Ortseingang von Niederhadamar bis zum Rathausplatz in Hadamar säumten. Die Vorkommnisse bei Großereignissen in der Vergangenheit machten in diesem Jahr auch vor dem großen Dreierbundzug in Hadamar nicht Halt. Sämtliche Eingangs- und Zufahrtstraßen in die Innenstadt wurden mit großen Silo-Lkw gesperrt. Trotzdem ließen sich die vielen Närrinnen und Narren den Spaß an der Narretei nicht verderben und säumten den langen närrischen Lindwurm bei bester Laune.

Bei idealem Zugwetter setzte sich der Lindwurm am Rosenmontag am Dehrner Bürgerhaus in Bewegung, vorbei an Hunderten Narren am Straßenrand. Zahlreiche Wagen bahnten sich den Weg durch die Straßen, wo Kinder fleißig Süßigkeiten einsammelten. Aus Oberweyer kamen Jugendliche mit einem Wagen „Zum Emmes“, und die katholische Frauengemeinschaft marschierte als Fußgruppe zum Thema „Casino“ mit. Auch die Feuerwehr Dehrn war mit von der Partie, ebenso die Tanzmädchen „Dance for Fun“. Was wäre der Umzug ohne die Dehrner Rollmöpse? Der Stammtisch mit 15 Damen ist seit 25 Jahren bei den Umzügen dabei; „Rollmops“ Michaela verkündete beim Start, dass die Mitglieder der Gruppe nach dem Umzug sich ihres Gewandes entledigen, damit jeder selbst beurteilen könne, ob sie ihren Namen zu Recht tragen. Neben den zahlreichen Wagen nahmen viele private Fußgruppen an dem Umzug teil, die ein buntes Bild auf den Straßen von Dehrn boten. Nach dem Umzug feierten viele Narren im Bürgerhaus bei der After-Zug-Party weiter und ließen den Rosenmontag bei guter Musik und bester Laune ausklingen.

Mit dem Rosenmontagszug erreichte auch in Mengerskirchen die Fastnacht ihren Höhepunkt. So schlängelte sich ein großer, bunter Lindwurm durch die Straßen, der vom Fanfarenzug der freiwilligen Feuerwehr angeführt wurde. Viele bunt kostümierte Fußgruppen waren wieder das Salz in der Suppe und sorgten für großartige Stimmung. Gesangverein und Angelverein hatten besondere Motivwagen gebaut, wobei auch die Bundespolitiker ihr Fett weg bekamen. Die Vereine, Tanzgruppen und Stammtische belebten den Zug mit origineller Verkleidung. Aus Winkels war eine Jugendgruppe mit einem schmucken Wagen nach Mengerskirchen gekommen und hatte sich dem Zug angeschlossen. Das närrische Treiben fand im Schloss sein Ende, wo Jung und Alt kräftig Karneval feierten.

(ast,kdh,hvo)

Zur Startseite Mehr aus Limburg

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen