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Mehr Effizienz ins Rathaus: Platzbedarf für neues Verwaltungsgebäude in Montabaur soll reduziert werden

Von Die ersten Ergebnisse einer Bedarfsermittlung für den geplanten Rathausneubau in Montabaur liegen vor. Das Ziel ist klar: Die Nutzung muss effizienter und kostengünstiger werden.
Auf der markierten Fläche soll das neue Verwaltungsgebäude der Verbandsgemeinde Montabaur gebaut werden. Es zeigt die Perspektive von der Wallstraße aus. Foto: Baumgarten, Stefan Auf der markierten Fläche soll das neue Verwaltungsgebäude der Verbandsgemeinde Montabaur gebaut werden. Es zeigt die Perspektive von der Wallstraße aus.
Montabaur. 

Das neue Rathausgebäude soll effizienter werden: Die Wege sollen kürzer, das Raumkonzept optimiert werden. Dadurch ließen sich Energie- und laufende Kosten einsparen, sagte Projektleiter Stefan Baumgarten bei der Präsentation der aktuellen Bedarfsermittlung. Bei dieser Erhebung wurden die Anzahl Räume, deren Größe und Lage sowie organisatorische Maßnahmen wie beispielsweise die künftige Unterbringung von Archiv und EDV untersucht.

Man habe alle 170 Mitarbeiter in diese Analyse des künftigen Arbeitsplatzes eingebunden, weil es sich hierbei um eine „wichtige Weichenstellung für das spätere Bauvolumen handelt“. Und noch etwas ist neu. Das Rathaus, dessen Baubeginn für 2019 geplant ist, soll Verbandsgemeinde-Haus heißen, teilte Christina Weiß, Sprecherin der Verwaltung, mit.

6200 Quadratmeter

Das Grundstück zwischen Steinweg und Wallstraße ist rund 3000 Quadratmeter groß; eine Erschließungsstraße muss angelegt werden. Bei der Bruttogeschossfläche gehe man derzeit von 6200 Quadratmetern aus, sagte Baumgarten.

Tendenziell wolle man den Platzbedarf eher reduzieren. Geplant sind vier Geschosse, was der Bauhöhe der umliegenden Gebäude entspricht und sich somit in das bestehende Ensemble einfügen würde. Die Größe der einzelnen Büros, die im derzeitigen Rathausneubau wegen der stark verwinkelten Architektur sehr unterschiedlich ausfällt, wird dem Projektleiter zufolge künftig durch die gesetzlich vorgeschriebene Arbeitsstättenrichtlinie definiert.

Fest stehe, dass im Moment 40 Prozent der gesamten Fläche für Nebenräume, Nischen und Flure verwendet würden. Dieser Wert soll auf 20 Prozent gesenkt werden, was durch den geplanten „schlichten Baukörper“ realisierbar sei. Großraumbüros seien jedoch allein aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht vorgesehen. Wichtig sei für die Verwaltung, dass jeder Mitarbeiter einen festen Arbeitsplatz hat. Und: „Die Mitarbeiter müssen auffindbar bleiben“, erklärte Stefan Baumgarten.

Auch die Lage der Räume und die Erreichbarkeit für Besucher wurden in der jetzt vorliegenden Bedarfsermittlung neu dargestellt. So soll beispielsweise das Trauzimmer nicht, wie lange Zeit diskutiert, im historischen Rathaus, sondern im Erdgeschoss des Verbandsgemeinde-Hauses, möglicherweise in einem Multifunktionsraum, untergebracht werden.

Allerdings sei auch diese Planung noch nicht endgültig, machte Projektleiter Baumgarten deutlich. Man habe jetzt einen Entwurf erarbeitet, der von den Mitgliedern des Verbandsgemeinderats Montabaur diskutiert werden müsse und modifiziert werden könne. Die Verabschiedung der Vorlage ist für April geplant. Danach wird europaweit ein Architektenwettbewerb für die konkrete Planung ausgeschrieben. Geprüft wird auch die Förderungsfähigkeit des Rathausprojekts einschließlich Tiefgarage, dessen Kostenvolumen die Verbandsgemeinde mit 15 Millionen Euro angibt. Ein von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) gewährter Förderanteil von 30 bis 50 Prozent ist laut Baumgarten möglich. Auch hier ist nicht mit einer kurzfristigen Entscheidung zu rechnen.

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