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So sieht das Innere eines Feuerwehrfahrzeugs aus

Auf dem modernsten Stand der Technik ist das neue Löschfahrzeug der Niederzeuzheimer Feuerwehr. Sogar ein Tierhebegeschirr ist an Bord.
Gut ausgestattet in den Einsatz: Das neue Löschfahrzeug der Feuerwehr Niederzeuzheim Foto: Heike Lachnit Gut ausgestattet in den Einsatz: Das neue Löschfahrzeug der Feuerwehr Niederzeuzheim
Niederzeuzheim. 

Ende des vergangenen Jahres erhielt die Freiwillige Feuerwehr Niederzeuzheim ein Löschfahrzeug „LF 10 KatS“ für den Einsatz im Katastrophenfall. Marcus Reich, stellvertretender Stadtbrandinspektor, gewährte dieser Zeitung einen Blick in das Innere des neuen Fahrzeugs, das zu einem von 50 Löschfahrzeugen gehört, die das Land Hessen angeschafft hat. Schwerpunktmäßig dient das rote Gefährt zur Brandbekämpfung und zur technischen Hilfeleistung.

Das 13 Tonnen schwere Fahrzeug kostete 180 000 Euro, wovon das Land Hessen 100 000 Euro zahlte. Jede Stadt und Gemeinde hat Anspruch auf ein solches Fahrzeug. Niederzeuzheim versorgt dabei die Stadt Hadamar. Die Maße: 7,20 Meter lang, 3,30 Meter hoch und 2,50 Meter breit. Mit einem speziellen Geländefahrgestell ist das Löschfahrzeug nahezu überall einsetzbar. Die Ausstattung ist vom Land vorgegeben. In einem Punkt unterscheidet sich das Niederzeuzheimer Fahrzeug von anderen, denn in Zusammenarbeit mit dem Reitverein hat die Feuerwehr noch ein Tierhebegeschirr angeschafft. „Wir mussten bereits zweimal Pferde bergen“, erzählt Marcus Reich, „und mit so einem Geschirr lässt sich das besser bewerkstelligen.“

Das LF 10 KatS war ein „Quantensprung“ für die Einsatzkräfte. Statt vorher 600 Liter fasst der Wassertank nun 1200 Liter. Neun Einsatzkräfte, eine sogenannte Gruppenbesatzung, finden Platz. Neben dem Fahrer sitzt der Gruppenführer, der schon während der Fahrt den Einsatz mit seinen Leuten besprechen kann. In die angeschlossene Mannschaftskabine passen weitere sieben Kräfte.

Vorhanden sind außerdem zwei Plätze für die Atemschutzgeräteträger, so dass diese sich während der Fahrt schon fertigmachen können. Jeder Sitzplatz hat seine Funktion im anschließenden Einsatz. Durch ein Grünlicht in der hinteren Kabine wird der Fahrer vorne nicht geblendet. Der Fahrer benötigt einen CE-Führerschein. Zusätzlich hat er eine Ausbildung als Maschinist, um alle technischen Geräte wie Pumpe oder Stromerzeugung bedienen zu können, aber auch, um die Atemschutzträger zu überwachen.

„Wir hatten eine Übergangsphase von vier Wochen, in der wir noch mit dem alten Fahrzeug auf Einsätze gefahren sind“, erzählt Reich. Diese Zeit sei notwendig gewesen, damit sich die Einsatzkräfte mit dem neuen Fahrzeug vertraut machen konnten. In intensiven Einweisungen von rund fünf Stunden Dauer lernten die Wehrleute, wo sie im Ernstfall was finden können.

Betankt wird das LF 10 mit 120 Liter Diesel. Außerdem werden Ersatztreibstoff sowie Benzin für die Pumpe und die Stromerzeugung mitgeführt. Nach jedem Einsatz wird das Gefährt wieder vollgetankt. „Unter Volllast, also wenn alle Geräte in Betrieb sind, können wir vier Stunden mit dem Auto arbeiten“, so Reich weiter.

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