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Investitionen: 100 Millionen für Eppstein

Von Markus Rösmann führt eine Energie-Unternehmensberatung und einen neuen Event-Tempel in Bremthal. Doch er denkt noch viele Schritte weiter: Mit einer Vision will er Eppstein vor allem touristisch erheblich voranbringen.
Ein Mann mit einer klaren Vision, kein Flaschengeist: Markus Rösmann möchte viel für seine Wahlheimat Eppstein bewegen. Foto: Knapp Ein Mann mit einer klaren Vision, kein Flaschengeist: Markus Rösmann möchte viel für seine Wahlheimat Eppstein bewegen.
Eppstein. 

Eigentlich ist das Kreisblatt hier ins Gewerbegebiet Bremthal gekommen, um das Event-Haus Percuma von Markus Rösmann vorzustellen. Eine Führung bietet der Unternehmer, der aus Münster in Westfalen stammt und seit Sommer 2016 in Vockenhausen wohnt, später auch an. Dort vorher verblüfft er mit einer Nachricht, die er gar als „Coming out“ ankündigt. Ganz so viele Leute wüssten von seiner Vision noch nicht, räumt Rösmann ein. Nun wolle er aber damit loslegen, sein Riesen-Projekt bekannter zu machen. Was er verkündet, das klingt verrückt – wer Rösmann aber kennen lernt, der merkt: Dieser Mann hat das tatsächlich vor. Sage und schreibe 100 Millionen Euro will er von 20 Investoren zusammentreiben, um in den nächsten 20 Jahren Eppstein einen gewaltigen Schritt nach vorne zu bringen.

Rums – diese Nachricht hat gesessen. Der 50-Jährige, der zwei Kinder hat und Vorsitzender des Fördervereins der Burg-Schule ist, weiß um seine kühne Idee. „Man muss die Lust haben, erst einmal zu träumen. Die Menschen wagen es heutzutage nicht, groß zu denken.“ Und genau das möchte der gelernte Bankkaufmann Rösmann, der seine Brötchen mit seiner Energieberatung Carl Kliem Energy GmbH und deren Event-Segment Percuma verdient, jetzt tun. Das Ganze solle „kein Rösmann-Show“ werden, betont er. Und er wolle Eppstein auch nicht „modellieren, sondern mit den Eigenschaften der Stadt arbeiten“.

Taunus attraktiver machen

Rösmann erkennt rund um die Burg viel Potenzial. „Eppstein hat sehr viel zu bieten, nur man sieht es nicht.“ Es sei mehr ein Schlaf-Ort mit einer guten Anbindung. Trotz interessanter Ziele gebe es aber „keinen Fremdenverkehr im professionellen Sinne – ein paar Wanderer schauen sich die Burg an“. Hier möchte der Unternehmer ansetzen. An erster Stelle nennt er ein Hotel, das der Burgstadt schlicht und einfach fehle. Es gebe ein paar Pensionen und private Fremdenzimmer – mehr nicht. Ein solches Projekt könnte der realistische Anfang seiner Vision sein, überlegt Rösmann laut. Denn hier sieht er im Taunus viel Potenzial. Menschen rund um die 60, oft schon in Vorruhestand oder Altersteilzeit, finanziell gut versorgt – gerade sie gelte es, für ein paar Tage in die Taunus-Region zu locken. Gerne auch in Kooperation mit anderen Kommunen kann sich der Vockenhausener weitere Pläne vorstellen. Er weiß aber auch: „Da muss man viele überzeugen.“ Nur die Politik allein könne so etwas nicht stemmen, „der unternehmerische Spirit fehlt“. Und er kenne einige Menschen aus Eppstein, die durchaus prädestiniert für eine Partnerschaft in diesem Projekt wären. Gewerbetreibende, die Gastronomie, die Vereine – sie alle müssten mit eingebunden werden.

Altstadt beleben

Konkret kann sich Rösmann wiederum eine Aufwertung der Altstadt zeitnah vorstellen. Drei Geschäfte an der westlichen Burgstraße schließen bald oder haben schon dicht. Hier neue Anziehunpunkte zu schaffen – das könnte einer erster Schritt sein. Rösmann: „Wir müssen den Anfang des Fadens finden, dann andere Dinge weiter entwickeln.“ Und dann ist er schon wieder im Visions-Modus: Warum nicht einen Skywalk, eine Hängebrücke oder einen „Flying Fox“ schwebend über das Tal anbieten? „Du musst erstmal spinnen“, sagt er – weiß aber auch, dass es solche Attraktionen in anderen Regionen längst gibt.

Wenn diese Nachricht nun öffentlich ist, freut sich Rösmann auf die Reaktionen. Und dann will er die Gespräche verstärkt aufnehmen. Sein Percuma-Projekt mit 300 Veranstaltungen in 18 Monaten und 100 Mitarbeitern, in das er 4 Millionen gesteckt hat und weitere bis zu 6 Millionen investieren will, ist der beste Beweis dafür, dass große Träume wahr werden können.

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