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Räume der früheren Wohnung des Rathauschefs: "Awo": Büro im Wohnzimmer

Von Wo früher der Ort verwaltet wurde, ist nun die Arbeiterwohlfahrt eingezogen. Die Bürger sollen das neue Domizil im Frühjahr besichtigen können.
Mit den neuen Räumen sind Pflegedienstleiterin Christiane Wilke, Geschäftsführerin Sabine Köstler und Büroleiter Bilder > Foto: Hans Nietner Mit den neuen Räumen sind Pflegedienstleiterin Christiane Wilke, Geschäftsführerin Sabine Köstler und Büroleiter
Okriftel. 

Sabine Köstler fühlt sich im neuen Domizil der Awo Main-Taunus pudelwohl. In ihrem neuen Büro habe sie sehr viel Platz, freut sich die Geschäftsführerin des Wohlfahrtsverbandes. Kein Wunder: Ihr Arbeitszimmer war früher einmal das Wohnzimmer des Okrifteler Bürgermeisters. Die Awo ist ins ehemalige Okrifteler Rathaus eingezogen, das eine Wohnung für den Rathauschef im ersten Stock vorsah. In dieser Woche stemmte der Verband den Umzug aus der Hattersheimer Schulstraße ins frühere Verwaltungsgebäude an der Mainstraße in Okriftel.

Trotz aller Freude, gehe es beim Umzug nicht um sie persönlich, betont Sabine Köstler. Neben den insgesamt 10 Mitarbeitern der Awo-Verwaltung ist die ambulante Pflege mit 18 Mitarbeitern nach Okriftel gezogen. Sabine Köstler betont, dass jeder beim Umzug mit angepackt habe. Der Wechsel des Standortes sei auch deshalb bereits zu etwa 80 Prozent abgeschlossen.

Heute soll die Buchhaltung folgen. Die Mitarbeiter ziehen in einen Raum, in dem Zahlen und Rechnungen schon in der Vergangenheit im Mittelpunkt standen. In dem Zimmer im Erdgeschoss saß vor einigen Jahrzehnten der Kämmer.

Der veranschlagte Kostenrahmen von 300 000 Euro für die Sanierung von Erdgeschoss und erstem Stock reiche aus, berichtet Sabine Köstler. Dabei konnte die Awo nicht beliebig vorgehen: Weil das alte Okrifteler Rathaus unter Denkmalschutz steht, musste sich der Wohlfahrtsverband bei seiner Planung an Vorgaben halten. Unter anderem habe die Awo einen Farbrestaurator bezahlt, der darauf achtete, dass die Farben im Gebäude dem historischen Ursprung entsprechen. Gegen creme-weiße Wände und einen grauen Boden habe nichts gesprochen, erzählt die Geschäftsführerin.

Die Awo ließ auch den früheren Seiteneingang zum Gebäude wieder herrichten. Toiletten, die sich zuletzt im Bereich dieses Zugangs befanden, wurden als Sanitärräume an der Seite des Flurs neu gebaut. Die Awo plant, den Seiteneingang durch die Installation einen Lifts für Rollstuhlfahrer barrierefrei zu gestalten. Bis dies umgesetzt wird, behelfe man sich mit mobilen Rampen, sagt Sabine Köstler.

Ebenfalls noch nicht fertiggestellt ist ein großer Raum im Erdgeschoss, den die Awo für die ambulante Betreuung Demenzkranker nutzt und außerhalb der Betriebszeiten vermieten möchte. Bis zum Ende des Jahres soll dieser Bereich fertig werden.

Unter dem Dach hat der Verband sein Archiv eingerichtet. Der Dachboden sei bereits voll, erzählt Sabine Köstler. Ein Statiker habe zuvor grünes Licht gegeben. Der Experte musste sicherstellen, dass die Decke das Gewicht der zahlreichen Ordner wirklich tragen kann.

Was im Keller des alten Rathauses passiert, ist noch unklar. Früher war dort das Okriftler Volksbad. Die Awo hatte mit dem Gedanken gespielt, eine Kita-Gruppe in den ehemaligen Waschräumen einzurichten. Mittlerweile steht jedoch fest, dass die Vorschriften für die Kinderbetreuung dies nicht zulassen. Ein Kita-Gruppe wäre nur mit einem Anbau möglich, erläutert Sabine Köstler. Dabei spielt allerdings der Denkmalschutz nicht mit.

Die verbleibende Option wäre eine Nutzung für die Betreuung Demenzkranker. Dafür gebe es weniger Vorschriften, erklärt die Geschäftsführerin. Bevor der Wohlfahrtsverband über den Ausbau des Kellers nachdenken könne, müsse aber erst wieder etwas Geld angesammelt werden.

Die Awo Main-Taunus möchte ihr neues Domizil im kommenden Jahr der Öffentlichkeit vorstellen. Für das Frühjahr 2017 sei ein „Tag der offenen Tür“ im fertig sanierten und bezogenen Rathaus angedacht, so Sabine Köstler.

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