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Sanierung für 1,8 Millionen Euro: Beschädigtes Parkhaus in Kelkheim: Anwohner vermissen ihre Parkplätze

Von Der Bauantrag beim Main-Taunus-Kreis für die Sanierung des bei einem Brand teilweise zerstörten Parkhauses Kelkheim ist gestellt. Seither warten die Eigentümer auf positive Nachrichten aus Hofheim. Ob das Projekt mit Auflagen des Kreises verbunden ist, ist daher noch offen.
So verheerend sah es aus im Parkhaus  nach dem Feuer in der Silvesternacht: Zahlreiche Autos waren ausgebrannt, andere von einer dicken Rußschicht überzogen. Foto: Knapp So verheerend sah es aus im Parkhaus nach dem Feuer in der Silvesternacht: Zahlreiche Autos waren ausgebrannt, andere von einer dicken Rußschicht überzogen.
Kelkheim. 

Silvester ist nicht mehr allzu weit weg – und dann wird sich der Großbrand in dem Parkhaus an der Breslauer Straße jähren, der für Schlagzeilen gesorgt hatte. Seit einigen Monaten ist es ruhig geworden um die Sache, was auch ein kurzer Abstecher dorthin zeigt. Ein Baucontainer steht am Straßenrand, das Gebäude ist mit Zäunen dort verriegelt, von Arbeitern ist weit und breit keine Spur. Auch das vordere Tor ist geschlossen. Ein Anwohnerin kommt es Weges und rätselt, warum sich hier nichts tut. Sie vermisse ihren Abstellplatz im Parkhaus schon sehr – zudem sei es seit dem Feuer auf den Straßen drumherum noch voller und damit schwieriger geworden, sein Auto zu parken.

Das Problem sieht auch Stefan Herr von der Kelkheimer Immobilienverwaltung Main-Taunus, die das Gebäude für die Eigentümergemeinschaft betreut. Der Parkdruck sei höher als sonst schon, viele Nachbarn haken nach, wann das Parkhaus wieder genutzt werden könne. Nicht zuletzt deshalb hofft Herr, dass die geplante Sanierung bald beginnen kann. Da es sich um ein umfangreiches Projekt handelt, musste beim Main-Taunus-Kreis ein Bauantrag gestellt und zudem ein Brandschutzgutachten vorgelegt werden. Das sei bereits im Spätsommer geschehen – seither warten die Eigentümer auf positive Nachrichten aus Hofheim. Ob das Projekt mit Auflagen des Kreises verbunden ist, ist daher noch offen.

Hausverwalter Herr hofft, dass noch dieses Jahr die Renovierung begonnen werden kann. Als Bauzeit hatten die Gutachter und Versicherungen einmal drei bis vier Monate genannt. Somit könnte an Ostern 2018 alles fertig werden.

Größere Sache

Allerdings mahnt Stefan Herr zur Vorsicht, denn die Sanierung sei eine größere Sache. Unter anderem müssten zwei Decken sowie Seitenwände komplett erneuert und entsprechend gestützt werden. Auch mit Veränderungen beim Brandschutz sei zu rechnen. Auch deswegen seien ein Abriss samt Neubau durchaus im Gespräch gewesen, doch letztlich aus finanziellen Gründen nicht durchzusetzen gewesen. Auf etwa 1,5 bis 1,8 Millionen Euro werden nun die Kosten für eine Sanierung beziffert.

Stefan Herr betont aber, dass in dem gut 40 Jahre alten Gebäude künftig noch weitere Arbeiten anstehen – zum Beispiel am Dach. Zwar trägt die Versicherung die Kosten der Sanierung, doch weitere Ausgaben könnten auf die insgesamt knapp 170 Eigentümer der Garage, die auch Teileigentümer des Gebäudes sind, zukommen: Eben alles, was über die Reparatur hinaus geleistet werden muss. Daher sind sie natürlich an einer schnellen Nutzung oder Vermietung der Stellflächen interessiert. Ihr Verwalter aber muss sie weiter um Geduld bitten.

Keine Brandstiftung

Das Feuer in dem Parkhaus war in der Silvesternacht ausgebrochen. Dutzende Autos wurden komplett zerstört, beschädigt oder stark verschmutzt. Nach gut zwei Monaten, als die betroffenen Etagen abgestützt waren, konnten die Eigentümer an ihre Fahrzeuge und retten, was zu retten war. In der Garage sah es teils wie auf einem Trümmerfeld aus: Ausgebrannte Autos und Motorräder, von denen meist nur noch Gerippe standen, überall Ruß und Brandgeruch, verbogene Metallstreben, gehobene Decken. Die Polizei ermittelte und Experten untersuchten die Immobilie eingehend – doch Hinweise auf eine Brandstiftung ergaben sich nicht.

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