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In der Schulsporthalle: Diebe attackieren Sportzuschauer mit Pfefferspray

Ein packender Tischtennisabend in der Hattersheimer Schulsportabend sollte es werden – doch der fand ein jähes Ende.
Pfeffersprays (Symbolbild) Pfeffersprays (Symbolbild)
Hattersheim. 

Alle Augen richteten sich auf die kleinen Bälle, die blitzschnell über die Tische sprangen. Es war Freitagabend, und in der Sporthalle der Robinsonschule sollten Entscheidungen in der Kreisliga sowie der 3. Kreisklasse im Tischtennis fallen. Das Duell zwischen der Hattersheimer Sportgemeinschaft DJK und den Mannschaften aus Hofheim und Sulzbach wurde jedoch nie zu Ende gespielt. Während Bälle von Schläger zu Schläger hüpften, drangen Unbekannte über den Eingangsbereich bis in die Umkleidekabinen ein. Die Sportler, kamen vom Geschehen außerhalb des eigentlichen Sportraums zunächst nichts mit. Es war gegen 21.30 Uhr als die positive Trainingsstimmung plötzlich kippte.

Auf einmal habe ein Zuschauer neben der Tür angefangen zu husten, erinnert sich DJK-Mannschaftsführer Manuel Schiewe. „Ich habe rüber gesehen und gemerkt, dass der Betroffene ganz rote Augen hat“, erzählt der Hattersheimer. Auch andere fühlten sich zu diesem Zeitpunkt unwohl – was passierte, war aber niemandem klar. „Ich habe gedacht, es tritt irgendwas aus der Heizung aus“, sagt Schiewe. Die rund 20 Anwesenden beschlossen, die Halle zu verlassen. Weil es draußen kalt war, seien einige noch schnell in die Umkleiden im Keller gegangen, um ihre Jacken zu holen. Dort wartete aber bereits die nächste böse Überraschung: Drei Jacken waren nicht mehr da.

„So etwas hatten wir noch nie“, sagt Hausmeister Goran Naskovic, der sich auf einen ruhigen Abend eingestellt hatte. Die Tischtennis-Abteilung der DJK Hattersheim besitzt einen Hallenschlüssel und ist normalerweise nicht auf seine Hilfe angewiesen. Als es nach 21.30 Uhr an seiner Tür klingelte, konnte sich Naskovic deshalb schon denken, dass etwas nicht in Ordnung ist. Der Hausmeister folgte den Sportlern, die auch die Polizei verständigt hatten. Schon beim Betreten der Halle habe man gemerkt, dass irgendetwas in der Luft den Hals angreife, sagt Goran Naskovic. Der Hausmeister schaute nach, ob jemand durch den Hintereingang in die Halle eingedrungen ist. Er konnte jedoch keine Einbruchsspuren finden. Er ist sich sicher, dass der oder die Täter durch den offenen Eingang gekommen sind. Die Polizei geht davon aus, dass ein Reizgas in der Halle versprüht wurde. Polizeisprecher Johannes Neumann erläutert auf Kreisblatt-Nachfrage, den möglichen Tathergang: Vermutlich sei jemand zunächst in die Umkleiden gegangen, um Jacken zu stehlen und habe anschließend bei der Flucht Pfefferspray im Eingangsbereich versprüht. Aus dem Kreis der Sportler wurde übrigens eine Anzeige auf Körperverletzung gestellt. Der Einsatz eines Rettungswagens sei jedoch nicht notwendig gewesen, so Neumann. Die Halle musste lediglich gründlich durchlüftet werden. Der Schaden durch die Diebstähle beträgt 540 Euro.

Warum zusätzlich zum Diebstahl Pfefferspray eingesetzt wurde, kann Manuel Schiewe nicht verstehen. Der Sportler weist darauf hin, dass es im Keller bei den Umkleidekabinen sogar einen Notausgang gibt, durch den der Dieb hätte entkommen können. „Ganz komisch“, findet der Sportler. Die Eingangstür sei bisher immer offen geblieben, weil es passiere, dass Kameraden später zum Training komme.

In Zukunft werden die sportlichen Treffen in der Schulsporthalle allerdings nicht mehr ganz so entspannt verlaufen. „Ab sofort werden wir abschließen“, erklärt Manuel Schiewe. Für die abgebrochenen Spiele soll ein neuer Termin angesetzt werden.

(sas)
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