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Eine große Hilfe über zwei Jahrzehnte

Seit 20 Jahren gibt es den Gartenmarkt Tropica in Kriftel. Davon profitiert auch die Leberecht-Stiftung des Kreisblattes.
Christina Anthes, Heiner und Silvia May sowie Oliver Prusko (von links) freuen sich über die Spenden zugunsten der Leberecht Stiftung unserer Zeitung. Foto: Knapp Christina Anthes, Heiner und Silvia May sowie Oliver Prusko (von links) freuen sich über die Spenden zugunsten der Leberecht Stiftung unserer Zeitung. Foto: Knapp
Kriftel. 

Geschenke wollten sie eigentlich gar nicht haben, reagierten Silvia und Heiner May auf die Frage, nach einem möglichen Jubiläumspräsent. Dann aber erkannten sie, dass ihre Veranstaltung zum 20-jährigen Bestehen ihres Gartenmarktes Tropica eine gute Gelegenheit war, wieder einmal etwas für die Leberecht-Stiftung des Höchster Kreisblattes zu tun, die sich für geistig und körperlich behinderte Kinder engagiert. Das Ehepaar stellte eine Sammelbox auf, und nachdem gezählt und aufgerundet war, konnten 2000 Euro an die Stiftung überwiesen werden.

Das Engagement für die Leberecht-Stiftung hat eine lange Tradition bei Tropica. "Wir wollten etwas für die Region machen", erinnert sich Heiner May an den Ausgangspunkt seiner Überlegungen. Beim gemeinsamen Sport mit einem Kreisblatt-Redakteur hatte er von der Leberecht-Stiftung erfahren, und das Ehepaar May war sich gleich einig, dass sie genau so etwas gesucht hatten.

Und die beiden gaben richtig Gas damals, wenn es um Leberecht ging. Alleine bei einem Flohmarkt konnten aus Standgeldern, Umsatzbeteiligung, Kuchenverkauf und Spenden nicht weniger als 18 000 Mark an Leberecht gehen. Ein solcher Rekordbetrag wurde in der Folgezeit zwar nicht mehr erreicht, aber viele Aktionen über fast zwei Jahrzehnte hinweg haben der Stiftung viel helfen können.

"Es gibt auch im reichen Rhein-Main-Gebiet viele Leute, die Unterstützung brauchen", begründet May dieses Engagement. Seiner Ehefrau Silvia May gefällt besonders gut, das bei der Leberecht-Stiftung auch nicht ein Euro von all den Spendengeldern für Verwaltungsaufgaben draufgeht. "Wir wollten unseren Erfolg ein bisschen mit anderen teilen", sagen die beiden.

Diesen Unternehmenserfolg mussten sich die beiden durchaus erarbeiten. Gegründet wurde das Unternehmen im Jahre 1888 von Mina und Heinrich May, in den Nachkriegsjahrzehnten wurde der Betrieb dann als "Kakteen May" weithin bekannt. "Kakteen May" belieferte den gesamten deutschsprachigen Raum mit den stacheligen Pflanzen, bis die Luft gegen Ende der 80er Jahre dünner wurde. Die Kosten stiegen, der Kakteenanbau wurde unrentabel.

Dieser Geschäftszweig wurde ganz aufgegeben. Während beispielsweise im benachbarten Hattersheim die Rosengärtnerei Kauth es nicht schaffte, sich veränderten Bedingungen anzupassen, entschieden sich die Mays dafür, in den Privatverkauf zu gehen und einen Gartenmarkt unter dem Namen Tropica zu eröffnen. Schon baurechtlich war dies nicht einfach zu realisieren, aber es klappte.

Dafür haben vor allem die vielen treuen Stammkunden gesorgt, sagen die Mays. Bei diesen wollte man sich jetzt erkenntlich zeigen und lud rund 200 der ganz Treuen ins Gewerbegebiet zur Geburtstagsparty ein. "Eine schöne Veranstaltung", blickt Silvia Mai auf dieses Fest zurück – die Arbeit hat sich gelohnt. Zum Gelingen trugen Bernhard Westenberger vom Showspielhaus, die Musiker Axel Lorth und Stefan Kortenbusch und die Künstlerin Heike Wölfel bei. Außerdem gab es Showtanz mit der Formation Joy vom Krifteler Karneval Klub, dem Tropica-Verein des Jahres 2012. Das Unternehmen unterstützt seit 1996 jedes Jahr einen anderen Verein aus der Obstbaugemeinde.

Eine wichtige Nachricht gab es auch noch für die Besucher des Festes: Zwar wollen sich Silvia und Heiner May noch nicht aus dem Berufsleben zurückziehen, aber es steht fest, dass Prokurist Oliver Prusko in die Geschäftsführung einsteigen wird. So wird es nach vier Generationen irgendwann zwar nicht mehr die Familie May sein, die die Geschicke des Unternehmens lenkt, aber wenigstens ist die Fortführung des Betriebes gesichert. Wobei die spannende Frage ist, wie lange sich noch die schon 20 Jahre nicht mehr gültige Bezeichnung "Kakteen-May" im Volksmund hält.bt

(Manfred Becht)
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