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Clubhaus der Country-Freunde: Feuer zerstört Vereinsheim

Von Innerhalb kürzester Zeit brannte in Okriftel das Clubhaus der Country-Freunde ab. Die Flammen waren in der Nacht von Freitag auf Samstag kilometerweit zu sehen.
Gestern bot sich Spaziergängern dieses Bild vom Gelände der Country-Freunde. Das Vereinsheim (im Hintergrund) ist nur noch eine Ruine. Foto: Hans Nietner Gestern bot sich Spaziergängern dieses Bild vom Gelände der Country-Freunde. Das Vereinsheim (im Hintergrund) ist nur noch eine Ruine.
Okriftel. 

Obwohl das Vereinsheim der Countryfreunde in der Nacht von Freitag auf Samstag lichterloh brannte, gibt es dennoch zwei gute Nachrichten: Zum einen gibt es durch das Feuer bei den Countryfreunden keine Verletzten zu beklagen. Zum anderen war nicht Brandstiftung die Ursache, sondern ein Holzofen, der anscheinend außer Kontrolle geraten war.

Info: Rauchgas eingeatmet

Die Binsenweisheit, dass Feuerwehrleute gefährlich leben, bewahrheitete sich am Wochenende. Nach Auskunft von Stadtbrandinspektor David Tisold erlitt einer der Feuerwehrmänner bei dem Einsatz

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Bedauerlich ist jedoch, dass das in Holzbauweise errichtete Vereinsheim abgebrannt ist. Dabei ging alles ziemlich schnell. Am Freitag war der Holzofen im Clubhaus befeuert worden, weil das Domizil der Countryfreunde für eine Feier am nächsten Tag schon aufgeheizt werden sollte. Um 24 Minuten nach Mitternacht wurde dann von einem Clubmitglied die Feuerwehr alarmiert. Als die Brandschützer am Einsatzort in der Feldgemarkung an der L 3006 zwischen Okriftel und Sindlingen eintrafen, stand der Holzbau bereits in Flammen. Die Feuerwehrleute wurden dann gleich mit einem großen Problem konfrontiert: Die Versorgung mit Löschwasser war rund um das Clubhaus nicht ausreichend. Die Wasserversorgung wurde mit zwei Schlauchleitungen über eine Strecke von einem Kilometer bis zu einem Bachlauf sichergestellt.

In der Zwischenzeit hatten die Countryfreunde die Feuerwehrleute darauf aufmerksam gemacht, dass in einem betonierten Anbau neben dem brennenden Vereinsheim noch Geräte sowie Gasflaschen gelagert sind. Um sie vor einer Explosion zu schützen, wurden die Gasflaschen aus der Gefahrenzone gebracht. Außerdem konzentrierten sich die Feuerwehrleute darauf, den Anbau vor den Flammen zu schützen. Dies gelang den Brandschützern.

Doch damit waren die Schwierigkeiten für die Einsatzkräfte noch nicht erledigt, berichtete Stadtbrandinspektor David Tisold: „Wegen der sehr kalten Witterungsverhältnisse gestaltete sich die Arbeit für die Einsatzkräfte sehr schwierig.“ So hatten zum einen die Feuerwehrmänner, die mit Atemschutzgeräten am Brandherd im Einsatz waren, größere Probleme, weil die Atemluft sowie Wassertropfen sofort an den Masken anfroren und so für eine zusätzliche Belastung der Feuerwehrleute sorgte. Außerdem musste darauf geachtet werden, dass die Löschrohre nicht vereisen. „Für ein paar Sekunden, in denen kein Wasserstrahl aus den Rohren kommt, ist das nicht weiter schlimm“, erklärt Stadtbrandinspektor David Tisold. Doch eine längere Pause würde bei kräftigen Minustemperaturen wie am Wochenende dazu führen, dass die Rohre vereisen würden. Das Prozedere, das gefrorene Wasser dann wieder in den Rohren freizumachen, sei aufwendig, erläutert der Stadtbrandinspektor.

Löschschaum überflüssig

Der Einsatz in der Feldgemarkung sorgte aber vor allem für eiskalte Glieder bei den Feuerwehrleuten. Deshalb forderte die Einsatzleitung frühzeitig die Verpflegungseinheit der Rot-Kreuz-Ortsverbände von Hattersheim, Kriftel und Okriftel an. Während des Einsatzes bekamen die Brandschützer Heißgetränke. Nach dem Ende der Löscharbeiten wurden sie mit einer wärmenden Suppe belohnt.

Wie Stadtbrandinspektor David Tisold abschließend erläuterte, sei noch überlegt worden, nach dem Einsatz aus Sicherheitsgründen den Brandherd mit einem Löschschaum zu überdecken. „Doch das war gar nicht mehr notwendig. Das Löschwasser an der Brandstelle war gefroren und deckte alles zu.“

Nach knapp über fünf Stunden war der Feuerwehreinsatz beendet. Damit war die Arbeit aber noch nicht beendet. Denn das eingesetzte Material sowie die Fahrzeuge mussten an ihren Standorten wieder in Ordnung gebracht, beziehungsweise gereinigt werden.

Insgesamt waren nach Auskunft von David Tisold 74 Feuerwehrleute an den Löscharbeiten beteiligt. Die drei Rote-Kreuz-Ortsverbände waren mit 15 Personen in Okriftel zugange, um die Brandschützer mit warmer Verpflegung zu unterstützen. Ebenfalls am Ort des Geschehens war Bürgermeister Klaus Schindling, der zudem bei der Einsatzbesprechung der Feuerwehrleute anwesend war.

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