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Tanzen: Gesucht: Mutige Rock ’n’ Roller

Vor knapp einem Jahr übernahm ein neues Trainer-Team die Rock ’n’ Roll-Gruppe des TSC Fischbach. Die Tänzer sind von den neuen Übungsleitern schwer begeistert. Dabei gab es auch Hilfe aus dem Hintertaunus.
Auf den Spuren von Elvis und Co.: Lino Schubert ist als Trainer beim TSC Fischbach für Rock ’n’ Roll zuständig. Foto: (Maik Reuß) Auf den Spuren von Elvis und Co.: Lino Schubert ist als Trainer beim TSC Fischbach für Rock ’n’ Roll zuständig.
Fischbach. 

Ursprünglich hatte Lino Schubert gar nichts mit Tanzen am Hut, wie der heute 22-Jährige selbst berichtet. „Wie es für Jungs typisch ist, habe ich mich in der Jugend ein bisschen im Fußball probiert“, erinnert er sich. Seine vier Jahre ältere Schwester Lisa hingegen war bereits im heimischen Neu-Anspach (Hochtaunus) Mitglied der Rock ’n’ Roll-Gruppe des Tanzsportclubs Grün-Gelb. Nach anfänglicher Skepsis entdeckte dann auch Lino den Spaß an der rhythmischen Bewegung für sich. Schnell wurde aus Spaß Leidenschaft und immer mehr Tanzstile erweckten sein Interesse. Heute erstreckt sich sein Repertoire vom Break-Dance bis hin zu lateinamerikanischen Tänzen. Der Rock ’n’ Roll bleibt aber bis heute sein Spezialgebiet. Sehr zur Freude des TSC Fischbach.

Mangel an Trainern

Dort suchte man im vergangenen Jahr nämlich erfahrene Übungsleiter für die eigene Rock ’n’ Roll-Abteilung. „Der Mangel an qualifizierten Trainer ist leider weit verbreitet“, weiß Lino aus Erfahrung. Dieser Umstand bewegte ihn vor einiger Zeit dazu, den Kurs in Neu-Anspach gemeinsam mit Lisa Schubert und Janine Widekind (23) zu übernehmen. Als die Anfrage aus Kelkheim kam, da musste das Trio nicht lange überlegen. „Wenn man Kapazitäten frei hat, dann gilt es als unausgesprochenes Abkommen unter Tanzsportvereinen, dass man sich hilft“, sagt er. Anfänglich musste die siebenköpfige Gruppe aus Fischbach zunächst wieder ein wenig zusammengeführt werden, da das Training ohne Übungsleiter immer mal wieder ausfallen musste.

Frische Ideen

„Mit den Dreien ist es jetzt super“, schwärmt Tänzerin Alena Helling, „es ist immer mindestens einer da.“ Besonders gut gefällt der 19-Jährigen, dass die Trainer neue und frische Choreographien mitgebracht haben, bei deren Umsetzung der Gruppe ein Mitgestaltungsrecht eingeräumt wird. Jeder darf sich einbringen. Beim Trainingsbesuch war man gerade dabei, einer neuen Choreo den Feinschliff zu geben. „In der Regel dauert es mindestens ein halbes, meist eher ein volles Jahr, bis eine neue Choreographie sitzt“, erklärt Lisa Schubert schmunzelnd, „und in den Ferien haben alle drei Wochen Zeit, um das bisher Gelernte wieder komplett zu vergessen.“ Die Mitglieder des TSC Fischbach seien aber sehr emsig bei der Sache. Vor einem Auftritt im vergangenen Jahr kamen diese sogar für zusätzliche Stunden nach Neu-Anspach. Eine neue kreative Leitung samt frischen Ideen hat man nun beim TSC also. Zwei bescheidene Wünsche hegt man allerdings nach wie vor. Zum einen würde man gerne eine noch jüngere Zielgruppe ansprechen. Aktuell liegt der Altersschnitt bei rund 20 Jahren. Zum anderen hätte man gerne noch mehr mutige Männer. Aktuell tanzt bei den Rock ’n’ Rollern nur ein Mann. „Jungs haben vom Tanzen häufig noch eine veraltete Vorstellung und glauben, dass wäre nur etwas für Mädels“, vermutet Schubert. Dabei macht das Tanzen nicht nur Freude, sondern ist auch ein abwechslungsreiches Workout. „Es werden wirklich alle Körperpartien beansprucht, und man hält sich so fit“, beteuert Helling. Wer es ausprobieren möchte, der darf reinschnuppern. Die Gruppe trifft sich jeden Montag um 19 Uhr im TSC Clubheim, Rotebergstraße (Hornau).

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