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Kunstrasenplatz: Grüne Matte statt Schotterplatz für die SG Wildsachsen

Das neue Jahr soll der SG Wildsachsen den Kunstrasenplatz bringen. Der Verein wartet jetzt auf Post aus Wiesbaden. Die mündliche Zusage gab es schon.
Gerade für den Nachwuchs wäre es wichtig, wenn das runde Leder in Wildsachsen künftig auf Kunstrasen rollen könnte. Foto: Hans Nietner Gerade für den Nachwuchs wäre es wichtig, wenn das runde Leder in Wildsachsen künftig auf Kunstrasen rollen könnte.
Wildsachsen. 

Ein echtes Wechselbad der Gefühle erlebten die Wildsachsener über einige Jahre hinweg beim Thema Kunstrasenplatz. Früh stellten die Fußballer den Antrag, in der Reihenfolge der Stadtteile in der so geannten städtischen Kunstrasenoffensive sprang zunächst nur ein mittlerer Platz heraus. Vor einer Weile sah es sogar so aus, als würde man mindestens bis 2019 warten müssen, wenn nicht gar länger.

Inzwischen kann man davon ausgehen, dass im laufenden Jahr der Schotterplatz durch eine grüne Kunststoffmatte ersetzt wird. Denn Kriftel verzichtete auf die möglichen Landeszuschüsse für seinen Kunstrasen, Wildsachsen rückte um einen Platz nach vorne. Geld aus Wiesbaden gibt es aber nur, wenn der Verein selbst der Bauherr ist. Also wurde gerade vor dem Jahreswechsel noch ein Erbbaurechtsvertrag zwischen der Stadt und der SG Wildsachsen unterzeichnet.

Der Sportplatz werde auf diese Weise für 33 Jahre an den Verein übertragen, berichtete die Stadt Hofheim. Mit dem Vertrag sei der Antrag auf den Landeszuschuss vollständig. Die Entscheidung in Kriftel sei erst im September gefallen, darauf habe man sich mit all den Formalitäten erheblich beeilen müssen, heißt es. „Dank guter Zusammenarbeit wurde der entscheidende Schritt - die Unterzeichnung des Erbbaurechtsvertrages – aber rechtzeitig getan.

Erbbauzins

In der Stadtverordnetenversammlung war der Vertrag mit großer Mehrheit genehmigt worden. Aus der Vorlage geht dabei hervor, dass der Erbbauzins anfänglich 1377 Euro beträgt. Die Stadt verzichtet auf diese Zahlung zunächst allerdings. Zahlen muss die SG Wildsachsen erst, wenn auch andere Vereine für die Nutzung öffentlicher Einrichtungen ein Entgelt zahlen müssen.

Rund 360 000 Euro wird der neue Platz kosten. Davon zahlt die Stadt Hofheim die Hälfte, der Main-Taunus-Kreis steuert weitere 10 Prozent bei, und der Landeszuschuss liegt bei 15 bis 20 Prozent. Die SG Wildsachsen muss daher 110 000 bis 120 000 Euro aufbringen. Der Verein werde dies finanzieren können, suche aber durchaus noch Spender und Sponsoren, so der SG-Vorsitzende Jürgen Noll zu dieser Zeitung.

Eine mündliche Zusage aus Wiesbaden gebe es schon, berichtet Noll. Sobald der Landesbescheid auf dem Tisch liege, könne der Architekt beauftragt werden. Einen Termin für die Bauarbeiten gebe es noch nicht, realistisch sei ein Beginn im April oder Mai. Der Vorstand ist jetzt damit beschäftigt zu klären, auf welche Sportplätze die Fußballer für einige Wochen ausweichen können. Ideal wäre es, so Noll, wenn der Kunstrasen während der Fußball-Weltmeisterschaft verlegt werden könne. Dann nämlich ruht der Spiel- und Trainingsbetrieb in den unteren Klassen ohnehin. Dass der Kunstrasen für den Platz extrem wichtig ist, wurde immer wieder betont. Denn zwar kann der Verein in jeder Altersgruppe eine Jugendmannschaft aufbieten, aber viele Eltern bevorzugen Vereine, die einen Kunstrasenplatz für ihre Sprösslinge haben. Und oft sind es gerade die guten Kicker, die in einen der Nachbarorte wechseln.

Der Lärmschutz

Insofern wäre es mehr als misslich, wenn auf dem Weg zu einem neuen Spielfeld noch irgendwelche Stolpersteine auftauchen sollten. Lange war nichts zu hören von Sorgen aus der Nachbarschaft wegen des Lärmschutzes. Allerdings könnte es sich für die SG als vorteilhaft erweisen, dass die einschlägigen Bestimmungen zu Gunsten der Sportvereine geändert werden sollen.

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