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Projekt Junge Zeitung: Helden, Träume und die Krux mit der Schule

„Helden“ war das Thema beim diesjährigen Projekt Junge Zeitung (PJZ). Leider passten nicht alle Beiträge der jungen Journalisten in die PJZ-Ausgabe Anfang März. Einige veröffentlichen wir nachträglich. Zumindest in Auszügen; wie diesen Beitrag von Isabell Reiter, die auch unter Lehrern – mit ihnen hat sie nicht nur gute Erfahrungen gemacht – ihre Helden hat.
Isabells Held: Tino Nazareth Bilder > Foto: Picasa Isabells Held: Tino Nazareth
Main-Taunus. 

Als ich noch klein war hatte ich so viele Helden, ich hätte sie alle gar nicht an meinen Fingern aufzählen können. Am Anfang waren es Winnie Pooh und Tigger, zwei Freunde die mich immer zum Lachen gebracht haben. Oder der Bär im blauen Haus, den ich jeden Morgen gesehen habe und der mit Frau Mond dieses schöne Lied gesungen hat. Als ich dann etwas älter wurde, entdeckte ich im Fernsehen die Sender mit den noch viel cooleren Sendungen. Jeden Tag habe ich mich auf die neuen Folgen gefreut. Meine absoluten Lieblinge waren Hanna Montana, Kim Possible und Lilo und Stitch.

All diese Figuren waren Helden für mich. Sie hatten ihre Eigenarten, die sie einfach besonders gemacht haben, obwohl sie doch so „unbedeutend“ waren.

Aber mit den Jahren, in denen Ich älter geworden bin, habe ich vergessen, diese Serien zu lieben. Die Zeit war plötzlich weg. Stress machte sich breit und raubte einem die Zeit. Schule war hart. Ja, das sagt jedes Kind und jeder Teenager jeden Tag aufs Neue: ,,Mama, Papa ich will nicht in die Schule!“ Ich bin jetzt bald mit der Schule fertig und habe dort, wie es sich für eine Schule gehört – auch viel gelernt. Aber ganz nebenbei habe ich auch gelernt, aufzuhören zu träumen.

In der Grundschule ist es noch harmlos. In den folgenden Jahren immer härter. Man zeigt uns, dass unser freies Denken falsch ist. Nur das strikte Beachten von Vorschriften sei das einzig Wahre.

Sollten Lehrer nicht so etwas wie Helden für uns sein? Sollten sie uns nicht beibringen, wie wir nach der Schule es schaffen werden, das Leben zu meistern? Brauchen wir dafür nicht „Träume und Helden?“ Ich habe den Eindruck, dass viele Lehrer das vergessen haben.

Ich habe viele Lehrer kennengelernt, die Spaß daran hatten, ihren Schülern das Träumen von ihren Helden kaputtzumachen. So zu sein, wie sie oder so zu reden, wurde ins Lächerliche gezogen.

Anscheinend machte es ihnen Freude, uns zu brechen. Sie verletzten uns innerlich. Sie sind keine Helden, sie sind die Bösewichte, die wir früher in unseren Träumen besiegt haben.

Natürlich gibt es aber auch Lehrer, die unglaublich tolle Menschen sind. Zwei von ihnen haben mir während meiner Schulzeit zur Seite gestanden und mir immer geholfen. Egal was kam. Sie wissen es vielleicht nicht, aber sie handeln so, wie es ein Held tun würde. Sie helfen uns, die vermeintlichen Bösewichte zu besiegen, und zwar die, die uns über die Jahre verboten haben, an unsere alten Helden zu glauben.

Meine alten Helden haben jetzt andere Kinder, die sie beschützen und für die sie ein Vorbild sind. Meine beiden jetzigen Helden sind dafür real. Ich darf sie jede Woche bewundern und mich sogar freuen, wenn ich bei ihnen lernen darf.

Die Helden der Kindheit verlieren im Laufe der Zeit ihre Kraft, für uns ein Vorbild zu sein. Vor allem durch den Einfluss von außen. Deshalb müssen Menschen daran denken, dass sie für andere – meist jüngere Menschen in ihrer Umgebung – ein Held sind. Nämlich jemand, zu dem sie aufschauen können.

Für diese Helden möchte ich heute danke sagen dafür, dass es sie gibt. Danke, Frau Reichert und Herr Nazareth

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