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Veranstaltung: Kein Reiter, dafür Diskolicht beim Ü30-Martinsumzug

Die Organisatoren des Höchster Ü 30-Martinsumzugs haben in diesem Jahr zwar keinen Reiter dabei gehabt, aber dafür eine besondere Attraktion: einen stroboskopartig blinkenden St. Martin am Höchster Schloss.
Knapp 40 Martinssänger sind zusammengekommen. Foto: Maik Reuß Knapp 40 Martinssänger sind zusammengekommen.
Höchst. 

Seit ein Blitz eingeschlagen und die Beleuchtungstechnik ruiniert hat, blinkt der St. Martin am Torbogen des Höchster Schlosses wie in einer Disko. „Trotzdem wäre es uns lieber, wenn die Stadt die von ihr installierte Beleuchtung wieder repariert“, sagt Bernd, einer der Organisatoren des Ü-30-Martinsumzugs.

Leider hatte dieses Mal der St. Martin vom Georgshof in Nied kurzfristig abgesagt, weil das Wetter gegen den Einsatz eines Pferdes sprach, aber trotz Nieselregen waren zumindest knapp 40 Martinssänger jeden Alters zusammengekommen. An trockeneren Abenden waren es auch schon einmal doppelt so viele gewesen. Trotzdem: Die Stimmung stimmte: „Wir haben sehr schön gesungen“, freut sich Loreta, die dankenswerterweise die Aufgabe der Liedanstimmerin übernommen hatte. Einige der Herren waren, wenn nicht ganz so textsicher, doch zumindest beim „Rabimmel, rabammel, rabumm“ stimmgewaltig dabei.

Wirte machen mit

Die Idee dazu entstand 2011 aus einer Schnapsidee: Mehrere Mitglieder des Vereinsrings Höchst trafen sich das erste Mal zu einem Martinsumzug für Erwachsene und sammelten so und mit der Hilfe befreundeter Wirte Geld für die Kinderklinik des Höchster Krankenhauses. Auch diesmal wurde auf dem Laternen-Rundgang vom Bismarckdenkmal über den Höchster Markt und durch die Altstadt wieder kräftig vor mehreren Lokalen gesungen: „Ich gehe mit meiner Laterne“ oder „Kommt, wir wollen Laterne laufen“.

Die Wirte versorgten die eifrigen Sänger mit Getränken, etwa mit heißem Apfelwein; das Geld dafür kommt in einen Topf und wird zusammengeworfen. Die Tour endete dann an der Feuerschale auf dem Schlosshof – nachdem alle unter dem blinkenden St. Martin durchgelaufen waren.

Aktion hat viele Fans

Schlosscafé-Wirt Holger Häusser und sein Vater Norbert hatten den Empfang vorbereitet und eine kräftige Kartoffelsuppe gekocht. Außer von den Häussers wurde die Aktion auch von Inge Lombardi („Trödler am Markt“), Stella und Henry („Stellas am Markt“) und Christoph „Mo“ Thiel (Anno 1525“) unterstützt. Das Geld muss noch gezählt und dann über seine Verwendung entschieden werden.

Die Aktion selbst – es war bereits der siebte Umzug – hat viele Fans und begeistert auch immer wieder neu Hinzugekommene. Einige tragen kunstvoll selbst gebastelte Laternen, zum Teil mit Höchster Motiven. 2018, so haben die Veranstalter angekündigt, soll es dann auch endlich einen Preis für die schönste Laterne geben.

(hv)

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