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Großeinsatz in Eppstein: Kleinbus brennt – Kritik am Feuerwehr-Aufgebot

Da in dem Bus ein Gastank war, wurden die fünf Stadtteilwehren mit alarmiert. Das sei „absolut richtig“ gewesen, stellt der Eppsteiner Feuerwehrchef klar.
Voller Einsatz: Ein zum Campingwagen umgebauter Kleinbus brannte am Mittwochnachmittag an der Hauptstraße aus. Foto: Feuerwehr Eppstein Voller Einsatz: Ein zum Campingwagen umgebauter Kleinbus brannte am Mittwochnachmittag an der Hauptstraße aus. Foto: Feuerwehr Eppstein
Vockenhausen. 

„Vollsperrung obere Hauptstraße Vockenhausen: Fahrzeugbrand, 7 Fahrzeuge, 25 Mann, 23 stehen rum.“ Diese Nachricht wurde am Mittwochabend über die Sozialen Medien verbreitet – und löste vor allem einen Sturm der Entrüstung bei den Eppsteinern aus. So mancher fühlte sich an eine Diskussion über den Großeinsatz der Feuerwehr im Bad Sodener Seniorenstift Augustinum erinnert, als es ebenfalls Kritik am anscheinend üppigen Aufgebot der Rettungskräfte gab. Auch Mario Mezga dachte sofort daran, als er die verbale Auseinandersetzung über Vockenhausen verfolgte. Der Stadtbrandinspektor war zwar vorgestern nicht an Ort und Stelle, hat sich aber alles ganz genau schildern lassen. Und ist überzeugt: Der Einsatz in dieser Form sei „absolut richtig“ gewesen. „Lieber habe ich zehn Mann zu viel und schicke zehn Leute heim, als dass ich zehn Mann zu wenig habe“, betont er.

Doch was war eigentlich passiert? Am Mittwoch gegen 16 Uhr waren die Feuerwehren Vockenhausen, Eppstein, Ehlhalten, Bremthal und Niederjosbach im Einsatz. „Feuer außerhalb Gebäuden“ lautete das Alarmstichwort. An der Hauptstraße, Höhe Mohrsmühle, brannte ein zum Campingwagen umgebauter Kleinbus. „Ursprünglich wurden die Stadtteilwehren Vockenhausen und Eppstein alarmiert. Da in den Fahrzeug eine Kochstelle mit Gas eingebaut war, ließ der Einsatzleiter die anderen Stadtteilwehren nachalarmieren, so dass ein Löschzug mit 23 Kräften vor Ort war“, berichtet die Wehr, die genug zu tun hatte: Der Gastank im Fahrzeug wurde gekühlt, um einen Austritt zu verhindern. Auslaufende Betriebsstoffe wurden aufgenommen, die Straße reinigte eine Fachfirma.

Es richte sich immer nach dem Alarmstichwort, welche Kräfte ausrücken, sagt Mezga. Bei Einsätzen, deren Ausmaß nicht immer sofort ersichtlich sei, wie im Falle des halbvollen 100-Liter-Gastanks im brennenden Auto, werden die Stadtteile mit alarmiert. Das sehe die Alarm- und Ausrückeordnung der Stadt vor, die es schon viele Jahre gebe und sich bewährt habe, macht Mezga deutlich. Das wiederum sei wichtig, denn gerade tagsüber könnten die Stadtteilwehren jeweils nicht genug Leute bereit halten. Eppsteins Wehrchef hat sich natürlich über die Kritik geärgert – wie Dutzende Bürger und Kameraden ebenso. Sie alle sind nach dem Einsatz daher vor allem dankbar – dafür, dass kein Mensch zu schaden kam und dass die Feuerwehr so schnell und mit ausreichend Personal gehandelt habe.

(wein)
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