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Radwegebau: Kommt der Radweg von Wallau nach Massenheim und Wicker?

Von Kommt der Bau von Radwegen in Hofheim jetzt in Gang? Eine Perspektive für die Verbindung von Wallau nach Massenheim und Wicker tut sich auf.
Außerorts ist für Radler noch Vieles im Argen, aber auch innerhalb der Kommunen fehlt es oft an Platz für Radstreifen – wie hier in Massenheim. Foto: Hans Nietner Außerorts ist für Radler noch Vieles im Argen, aber auch innerhalb der Kommunen fehlt es oft an Platz für Radstreifen – wie hier in Massenheim.
Hofheim/Flörsheim/Hochheim. 

Viel ist in den vergangenen Jahren nicht passiert beim Bau von überörtlichen Radwegen in Hofheim. Zuletzt entstanden die Wege von Hofheim nach Münster und von Diedenbergen nach Wallau, aber das liegt Jahre zurück. Jetzt gibt es immerhin einen Zeitplan für den Weg zwischen Hofheim und Lorsbach (siehe gesonderten Text) – wenn auch ohne Garantie, dass dieser Plan eingehalten wird. Interessanter für Wallau ist ein Plan, der zwei Nachbarkommunen betrifft. Das muss aber kein Nachteil sein.

Die Gemeinsamkeit des Radweges von Wallau über Massenheim nach Wicker mit dem von Hofheim nach Lorsbach ist, dass auch über diese Verbindung schon seit Jahrzehnten gesprochen wird. Der Unterschied ist, dass die Kommunen zur Realisierung wohl selbst viel beitragen können. Die Landesstraßenbehörde Hessen Mobil ist bei beiden Projekten im Spiel. Die hat die betroffenen Städte Hofheim Hochheim und Flörsheim wissen lassen, dass sie den Bau des Weges bezahlen würde, auch wenn der nicht in die Radwegeoffensive des Landes aufgenommen wurde. Die Kommunen müssten aber die Planungskosten übernehmen und sich um die Baugenehmigung kümmern.

„Das ist der Mühe wert“, ließ Hofheims Erster Stadtrat Wolfgang Exner im Bauausschuss der Stadtverordnetenversammlung erkennen, dass die Stadt das Angebot des Landes annehmen möchte. Ähnliche Signale hat es auch aus Flörsheim und Hochheim schon gegeben. Hochheims Rathauschef Dirk Westedt hat aber auch schon die Frage aufgeworfen, wer den womöglich notwendigen Grunderwerb organisieren und bezahlen soll. Damit ist eine mögliche Hürde angesprochen – in Eppstein scheitert der Bau eines Radweges seit vielen Jahren, weil ein Eigentümer einen Geländestreifen nicht verkaufen möchte.

Wenn es einen Planfeststellungsbeschluss gibt, eine Baugenehmigung also, hätten die Kommunen in einem solche Fall zwar die Möglichkeit, sich durch eine Enteignung in den Besitz des Grundstückes zu bringen. Dies versuchen die Verwaltungen aber zu vermeiden. Erstens werden solche Verfahren in der Öffentlichkeit zumeist negativ bewertet, und zweitens können sie Jahre dauern. Das aber wäre nicht im Sinne der Radfahrer.

Hochheim, Hofheim und Flörsheim sind jedenfalls in Gespräche über das Projekt eingetreten. Notwendig wäre nach Exners Worten eine Vereinbarung zwischen den drei Städten darüber, wie die Zusammenarbeit aussehen soll und wer welche Aufgaben übernimmt. Eine weitere Vereinbarung müsste mit Hessen Mobil getroffen werden; den Auftrag zum Bau müsste die Landesbehörde erteilen. Die Planung scheint sich eher unkompliziert darzustellen. Der Weg solle, von einem kurzen Teilstück abgesehen, direkt entlang der Landesstraße führen. Auf welcher Seite er gebaut werden könnte und ob ein Wirtschaftsweg in Wicker oder ein Randstreifen bei Wallau einbezogen werden könnten, wurde nicht gesagt und wäre bei der Planung sicher zu überprüfen. Wie wiederum die Radler sicher durch die Orte kommen, wäre eine Sache der beteiligten Kommunen – in Massenheim zum Beispiel ist die Straße sicher zu eng, um noch einen Radweg aufnehmen zu können.

Ein Gesprächspartner ist auch der Main-Taunus-Kreis. Der hat nämlich ein Radwegekonzept für das Kreisgebiet erarbeitet, und dies erklärtermaßen mit dem Ziel, jene Projekte voranzubringen, über die seit Jahren gesprochen wird. Außerdem will er jährlich 1,5 Millionen Euro bereitstellen, um den Bau von Radwegen auch finanziell zu fördern. Übergeordnete Stellen wie Hessen Mobil sollen zwar erklärtermaßen keine Zuschüsse bekommen. Aber wenn die Kommunen die Planung und die Herstellung des Baurechts erledigen sollen, dann müssen sie auch dafür Geld in die Hand nehmen und freuen sich, wenn der Kreis einen Teil der Kosten übernimmt. Der wiederum will, wenn ein Jahr nach dem Radwegekonzept Zwischenbilanz gezogen wird, auch Projekte mit Fortschritten vorweisen können.

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