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Lesen, schreiben, recherchieren

Von Mehr als 1600 Mädchen und Jungen in über 80 Schulklassen lesen drei Monate lang Zeitung und werden auch selbst als Reporter arbeiten. Zum Auftakt mussten erst einmal ihre Lehrkräfte die Schulbank drücken und selbst in die Rolle von Journalisten schlüpfen.
Markus Moog (rechts) vom IZOP-Institut bereitet die Lehrer auf die Recherche vor. Das IZOP koordiniert das Projekt. Bilder > Markus Moog (rechts) vom IZOP-Institut bereitet die Lehrer auf die Recherche vor. Das IZOP koordiniert das Projekt.
Main-Taunus. 

Kein leichtes Thema, das die Lehrer in diesem Jahr zum Auftakt des Projekts „Zeitung in der Grundschule“ (ZING) am Frankfurter Flughafen erwartete: das Engagement der Fraport AG im Ausland, wirtschaftliche und rechtliche Hintergründe und dazu ein Zahlenwust zur Erläuterung der Profitabilität solcher Unterfangen.

Die Fraport AG ist seit vielen Jahren ein verlässlicher Partner des ZING-Projekts, unterstützt es als Sponsor und stellt zudem die Räume für das eintägige Auftaktseminar sowie die Gesprächspartner für die ersten Rechercheübungen der Lehrkräfte zur Verfügung. Die Lehrkräfte probieren somit selbst aus, was ihre Dritt- und Viertklässler zur Krönung des ZING-Projektes ebenfalls machen: Leute ausfragen, fotografieren und aus dem Erfahrenen einen Text schreiben. Die Ergebnisse der Lehrergruppen sind auf dieser Seite zu lesen.

Ja, Sie haben richtig gelesen: Auch die Dritt- und Viertklässler werden berichten. Die Beiträge der ZING-Reporter werden wir in den kommenden Wochen bis Anfang Juni in loser Folge veröffentlichen.

Schon in den vergangenen Jahren haben uns die Schüler mit ihren Werken immer wieder überrascht und begeistert; mit Texten über gesunde Ernährung, mit Interviews mit Lokalprominenz oder mit Berichten über Orte, an die man sonst gar nicht so einfach hinkommt. Auf den Themenliste der ZING-Reporter stehen in diesem Jahr unter anderem eine Begegnung mit Fledermäusen, der Besuch der Schiffe der Primus-Linie sowie ein Besuch im Postverteilzentrum am Flughafen. Die Kinder werden im Kreißsaal, im Kino, im Theater, im Fitnessstudio, in der Sternwarte und an vielen anderen interessanten Orten recherchieren.

Die Auseinandersetzung mit dem Medien Zeitung beginnt bereits im Schulunterricht. In Langzeitarbeiten untersuchen die Grundschüler bestimmte Aspekte: Stimmt der Wetterbericht im Höchster Kreisblatt mit dem tatsächlichen Wetter überein? Wie verhalten sich Goldpreis und Dax zueinander? Stehen mehr Frauen oder mehr Männer auf der Titelseite in der Rubrik „Gesicht des Tages“? Wie oft schaffen es Tiere in die Spalte „Die gute Nachricht“ oder in den Aufmacher einer Seite? Die Themen sind vielfältig.

Die Frankfurter Neue Presse (FNP) und ihre Regionalausgaben engagieren sich schon seit mehr als 30 Jahren im Projekt „Zeitung in der Grundschule“. Seit Herbst 1981 haben unter der Regie der FNP 66 170 Schüler im Verbreitungsgebiet an dem Projekt teilgenommen. Die Kinder lernen den Umgang mit der Tageszeitung, sie erfahren wie Erlebtes zum Zeitungsbericht wird, üben das selektive Lesen und bekommen während der Recherchearbeit Einblicke in Bereiche, die ihnen sonst verschlossen bleiben.

Die Zeitung zu lesen und als Reporter hinter die Kulissen zu schauen, weckt zudem neue Interessen. Am Ende des dreimonatigen Projektes, Anfang Juni, werden mehr als 70 000 Zeitungen an die Teilnehmer ausgeliefert und gelesen worden sein. Die Fraport AG ermöglicht das Projekt durch ihr Engagement. Und sie ermöglicht auch ungewöhnliche Recherchethemen: Die Mädchen und Jungen einer Hattersheimer Grundschule schwärmen noch heute von dem Flug, den sie mit einer kleinen, neunsitzigen Antonov unternehmen und über den sie schreiben durften.

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