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Problematisches Gebäude: Marodes Parkdeck am Hofheimer Bahnhof rückt in den Blick

Von Die Planungen für den Umbau des Busbahnhofes kommen nur langsam voran. Dabei kann sich die Stadt nicht endlos Zeit lassen. Und mit dem Parkdeck am Bahnhof steht eventuell noch ein neues Projekt an.
Das alte Parkdeck am Bahnhof (links) soll nach Ansicht des Bauausschusses bei den Plänen für die Neugestaltung des Busbahnhofes mit einbezogen werden. Das alte Parkdeck am Bahnhof (links) soll nach Ansicht des Bauausschusses bei den Plänen für die Neugestaltung des Busbahnhofes mit einbezogen werden.
Hofheim. 

Im Jahre 2022 muss der Umbau des Hofheimer Busbahnhofes abgeschlossen sein, weil dann alle Bushaltestellen barrierefrei sein sollen - so will es der Gesetzgeber. Darauf wies Erster Stadtrat Wolfgang Exner vor dem Bauausschuss der Stadtverordnetenversammlung hin. „Wir haben nicht mehr unendlich Zeit“, mahnte der CDU-Mann, der seit einigen Wochen auch der Baudezernent der Kreisstadt ist.

Anfänglich sah das anders aus. Als die Debatte um den Busbahnhof Mitte 2016 begann, war die Rede davon, dass es Ende 2017 fertige Pläne geben sollte. Dann hätte man ab 2019 bauen können. Davon kann keine Rede sein. Es gibt eine Vielzahl von Details zu klären und zu entscheiden. Immerhin, wenn die Stadtverordnetenversammlung in der übernächsten Woche der Meinung des Bauausschusses folgt, dann ist wenigstens der Grundsatzbeschluss für die sogenannte „Sägezahnvariante“ gefallen. Die Bushaltestellen werden dann in zwei Reihen hintereinander schräg versetzt angeordnet.

Mitwirkung der Bürger

Allerdings soll die Bürgerbeteiligung noch ausgeweitet werden. Eine Arbeitsgruppe hatte getagt und sich mit den Überlegungen befasst, gleichsam mit den Eingaben, die Bürger zu dem Thema gemacht hatten. „Das ist nicht das einzige Instrument der Bürgerbeteiligung“, so Exner. Welche Mitwirkungsformen auch immer angewendet werden – beschleunigt wird das Thema dadurch sicher nicht.

Der Bauausschuss hat nun zwar eine Grundsatzentscheidung für eine Variante gefällt, aber auch viele Prüfungsaufträge erteilt. Geprüft werden soll, ob die Taxen ihren Standplatz am Ambettbrunnen bekommen, ob Wartepositionen für Busse an der Alten Bleiche auf der Seite des Schwarzbachs eingerichtet werden können, und mit welchen Kosten am Ende eigentlich zu rechnen wäre.

Was sich konkret abzeichnet: Am Ambettbrunnen soll maximal eine Bushaltestelle geschaffen werden, die Wartepositionen rund um die Grünanlage sind nach aktuellem Stand der Dinge vom Tisch. Die waren vor allem auch im Ortsbeirat auf massive Kritik gestoßen. Dagegen gibt es keine Einwände dagegen, den Vorplatz des Bahnhofes in die Überlegungen einzubeziehen. Auf der anderen Straßenseite kommen ebenfalls Wartepositionen in Betracht, was allerdings noch geprüft werden muss.

Linken-Antrag abgelehnt

Keine Chance hatte im Ausschuss ein Antrag der Linken, den ganzen Umbau erheblich kleiner ausfallen zu lassen und nur eine zusätzliche Haltestelle dort einzurichten, wo das Kiosk steht. Dies bringe den meisten Kapazitätsgewinn, die geringsten Kosten, und die Bäume könnten auch stehen bleiben, argumentiert Linken-Fraktionschef Bernd Hausmann. Seiner Einschätzung, eine erhebliche Ausweitung der Kapazitäten sei gar nicht notwendig, widersprach vor dem Ausschuss Birgit Hartmann, Prokuristin der MTV, die den Busverkehr im Kreisgebiet organisiert.

Geprüft werden soll auch, welche Möglichkeiten sich durch einen Neubau des Parkdecks am Bahnhof ergeben würden. Das ist ein neues Thema, das erst seit einigen Wochen der Öffentlichkeit ist. Die Kunst wird sein, es sinnvoll mit dem Umbau des Busbahnhofes zu verbinden, ohne dass dadurch weitere Verzögerungen entstehen.

Knifflige Fragen zu klären

„Beides gleichzeitig bauen können wir nicht“, so Exner vor dem Bauausschuss. Gegenüber dieser Zeitung erläuterte er, warum das Parkdeck ins Blickfeld der Planer geraten ist: Erstens sei der bauliche Zustand überhaupt nicht gut, zweitens gebe es mit dem Gebäude allerlei Probleme. Da ist beispielsweise der extrem unattraktive Zugang zum Bahnhofstunnel, aber auch die problematische Situation an der Ausfahrt auf die Hattersheimer Straße. Ohne Frage sei es auch sinnvoll, dort mehr Parkplätze zu schaffen als bisher.

Allerdings seien eine Reihe kniffliger Fragen zu klären, so Exner. So gehört das Parkdeck zwar der Stadt, das Gelände aber der Bahn. Sicher sei es notwendig, eine Studie in Auftrag zu geben, um zu klären, welche Verbesserungen durch einen Neubau tatsächlich erreicht werden könnten. Sollte die Stadtverordnetenversammlung den Beschluss des Ausschusses übernehmen, hätte der Magistrat den Auftrag, diese Dinge anzugehen.

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