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Hügel-Alarm: Maulwürfe lieben die Bolzplätze in Eschborn

Von Die Erde auf den Bolzplätzen der Stadt hat es Maulwürfen angetan. Doch die Hügel der Tiere können zu Stolperfallen werden. Die Fraktionen im Stadtparlament haben sich Gedanken gemacht und eine Lösung gefunden.
Eschborn. 

Eschborns Boden ist erste Sahne. Das finden nicht nur Investoren und Immobilienunternehmen, die sich gern hier im Speckgürtel von Frankfurt niederlassen, sondern auch Maulwürfe. Die kleinen Säugetiere mit dem samtigen Pelz sind Gourmets und schätzen das reichhaltige Nahrungsangebot, das die Eschborner Erde für sie bereit hält.

In unzähligen Gärten haben die nachtaktiven Tiere es sich unter der Erde in einem weit verzweigten Tunnelsystem gemütlich gemacht und graben sich mit ihren markanten Schaufeln den Weg nach oben. Maulwurfshügel ärgern nicht nur Gartenbesitzer, sondern sind auch auf den Bolzplätzen im Stadtgebiet ein echtes Problem.

Possierlicher Bursche, aber kein Freund der Kicker: Der Maulwurf. Bild-Zoom
Possierlicher Bursche, aber kein Freund der Kicker: Der Maulwurf.

Fünf Anlagen betroffen

Die ohnehin stark strapazierten Flächen haben in den vergangenen Jahren arg gelitten. Betroffen sind insgesamt fünf Anlagen – darunter der Platz neben dem Wiesenbad, die Freizeitanlage an der Verlängerung des TVE-Geländes und das Fußballfeld in der Nähe des Südbahnhofs. „Auf den Bolzplätzen in der Stadt führt im Moment nur eine Mannschaft – die Maulwürfe“, bringt die Eschborner SPD das Problem humorvoll auf einen Nenner. „Die seit 1988 unter Naturschutz stehenden Tiere sind nicht nur den Gartenbesitzern unliebsame Gäste, sondern auch den freien Sportstätten.“ Kein Wunder also, dass die Arbeit der possierlichen Tiere Gesprächsstoff im Stadtparlament war.

Rutschpartien

Und da wurde schnell deutlich, dass die Bolzplätze neben den Multifunktionssportanlagen regelmäßig gepflegt werden müssen, damit die Kinder und Jugendlichen sich gefahrlos austoben können. Gefährlich sind nicht nur Maulwürfshügel, die zu echten Stolperfallen werden, sondern auch die Flächen vor den Toren, die unter Rasenschwund leiden. Das wiederum führt vor allem bei den starken Regengüssen der vergangenen Tage dazu, dass sich dort große Pfützen bilden, die für gefährliche Rutschpartien sorgen.

Das soll ein Ende haben: Deshalb hat die SPD zusammen mit den Partnern FDP, FWE und Linke beschlossen, die von der Verwaltung für die Bolzplatzerneuerung angefragten Mittel im Haushalt freizugeben. 25 000 Euro sind es, die nun für die Instandsetzung der betroffenen fünf Bolzplätze verwendet werden. „Die Verwaltung unter der Führung von Bau- und Planungsdezernent Adi Kannengießer und Gründezernent Heinz O. Christoph hat bereits ein Unternehmen mit den Arbeiten beauftragt“, sagt SPD-Fraktionschef Bernhard Veeck. Zum einen werden die Arbeiter die Maulwurfshügel entfernen, damit der Boden wieder eben wird, zum anderen verlegen sie vor den Toren eine Art rutschfeste Matten.

Wann das Ganze über die Bühne geht, ist noch nicht ganz sicher: „Das hängt von der Witterung ab“, antwortet Veeck auf Anfrage.

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