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Motsi Mabuse im Tigerfell

Von Lustige Schlümpfe, Riesenhüte, Eisbären: Bei der Kostümierung scheuten die Teilnehmer des 40. Eschborner Fastnachtszugs keine Mühen. Außerdem nahm diesmal eine prominente Tänzerin teil.
Bunt, schrill und mit viel Flowerpower: So präsentierte sich das Sozialzentrum Spatzennest. Bunt, schrill und mit viel Flowerpower: So präsentierte sich das Sozialzentrum Spatzennest.
Eschborn. 

Als gigantische, braune Riesenhüte bahnten sich die Damen des Kappen-Clubs ihren Weg durch Eschborns Straßen. Eine schwarze Stoffkatze auf dem rechten Arm und eine Spinne an der Hutspitze vervollständigten ihre aufwendige Kostüme. Auch andere Vereine scheuten keine Mühe, um sich den gut gelaunten Zuschauern beim 40. Eschborner Fastnachtszug ansprechend zu präsentieren.

Der Schwimmclub Westerbach drückte seine Freude über die baldige Schwimmbadrenovierung aus. Sein Motto: „In Eschborn schwimmen ist so cool, wir bauen den 50-Meter-Pool“. Verkleidet waren die Mitglieder als Bauarbeiter mit zünftigen Bärten.

„Lachen bis die Tränen kommen“ hatten sich die „Eschborner Meedscher“ auf die Fahnen geschrieben und sich allesamt als lustige, gelbe Smileys verkleidet. Als Spielkarten liefen die Kinder vom Schulkinderhaus Hartmut durch die Straßen, begleitet von Alice und anderen Figuren des Wunderlandes. In die Zeit von buntem Flower-Power und Wallehaar entführten Mitarbeiter des Sozialzentrums Spatzennest, ihre kleinen Zöglinge zogen sie in mit Grasteppich ausgelegten und Sonnenblumen dekorierten Wagen hinter sich her.

Historische Uniformen

Ganz vorne waren die Heckstedter Ordnungshüter mit einem fröhlichen „Heckstert“ und „Polizei Helau“ begrüßt worden, gefolgt von Ortsdiener Wolfgang Wiemann, Chef des Organisationsteams Arbeitsgemeinschaft Eschborner Fastnachtsumzug, der – zünftig mit Glocke in der Hand und in historische Uniform gekleidet– den Ton angab. Dahinter – Kamelle werfend – Bürgermeister Mathias Geiger und Zugmarschallin Martina Förster. Auch Stadtverordnetenvorsteher Reinhard Birkert und Manuela Majic vom Ausländerbeirat gaben sich – historisch kostümiert als Ratsherr und Fugger-Dame– die Ehre.

Den Ansage-Job auf der Bühne am Lindenplatz hatte – wie schon seit vielen Jahren – Urgestein Bernd Buch inne. 106 Nummern habe der ein Kilometer lange Zug, darunter 13 Motivwagen, neun Komiteewagen, 13 Kapellen und 1600 Personen, verriet er den Zuschauern, die dicht gedrängt und kostümiert am Straßenrand standen.

Geschmückt waren auch einige Häuser am Wegesrand. Wer am schönsten dekoriert hatte, wollte Norbert Schuh mit Gattin Renate prüfen, die von den Gebäuden Fotos machte. Es werde auch ein Gewinner prämiert. „Bei der Dekoration ist aber noch etwas Luft nach oben“, sagte der pensionierte Polizeibeamte, der viele Jahre als Eschborner Ordnungshüter den Zug angeführt hatte. Ein paar Luftballons könne eigentlich jeder an den Gartenzaun hängen.

Imposante Wagen

Lustige Schlümpfe, Eisbären und Fische besiedelten den kunterbunten Zug, dazwischen Gardegruppen und fetzige Musikgruppen. Für ihre neue Tanzschule warb eine Abordnung von Motsi Mabuse. Vor sich her trugen die Tänzer ein großes Plakat mit der darauf gedruckten Jurorin des Fernsehformats „Lets-Dance“. Wer genau hinschaute, entdeckte sie sogar höchstpersönlich unter einem Tigerfellkostüm.

Auch die Wagen der Gäste kamen gut an. Imposant wie immer Schwalbachs Pingutruck, der mit Confetti-Kanone und lauter Musik die Reihen passierte. Noch höher der Wagen der Sossenheimer Kerbeborschen, die ans 800-jährige Ortsjubiläum erinnerten und neben Nachbauten von historischen Gebäuden ein riesiges Ebbelweiglas mit sich führten.

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